Bundesprogramm "Demokratie leben!"
Geförderte Einzel- und Jugendprojekte 2023
- 20 Einzelprojekte
- 9 Jugendprojekte (ausgewählt von Jugendlichen / jungen Erwachsenen)
Geförderte Einzelprojekte 2023
Miteinander sprechen an Freiburger Schulen
Zeugen der Flucht e.V. ermöglicht Begegnungen zwischen Mitgliedern der Gesellschaft, die sich im Alltag selten austauschen. Kern der Arbeit sind Unterrichtsbesuche: Zwei bis drei junge Menschen mit Fluchterfahrung besuchen in pädagogischer Begleitung eine Schulklasse. Die Schüler*innen können Fragen stellen, die Geflüchteten erzählen. Dieses Jahr will der Verein sein didaktisches Konzept auch auf Kinder im Grundschulalter anpassen.
Zusammenhalt in unserem Viertel - kein Platz für Rassismus
Das Quartiersbüro Unterwiehre führt gemeinsam mit dem Migrant*innenbeirat Freiburg eine partizipative Veranstaltungsreihe im Quartier durch, die sich mit rassistischen Problemlagen im Viertel befasst. Aus Material von diesen Veranstaltungen wird ein Dokumentarfilm entstehen, der in Zukunft an weiteren Orten Gespräche zu Themen wie Rassismus und Demokratiefeindlicheit anstoßen soll.
Weiterbildung der Omas von Omas Bank
Omas gegen Rechts Freiburg e.V. sind ein zivilgesellschaftlicher parteiunabhängiger, an den Werten der demokratischen Grundordnung orientierter Verein. Zwei Omas von Omas Bank sitzen jeden Mittwoch vormittag auf je einer Bank in Weingarten unter dem Motto "Wollen Sie reden? Wir hören Ihnen gerne zu!". Um sicherer bzw. professioneller zu werden, belegen sie dieses Jahr Fortbildungen zu den Themen "Aktives Zuhören/offene Fragen", "Tür öffnen", “Abgrenzung zur Psychotherapie”, “Biografiearbeit” und führen Supervisionen durch.
Die Jugend ist transparent
Der gemeinnützige Bildungs- und Begegnungsverein Freiburg e.V. widmet sich der Förderung des Zusammenlebens sowie der Integration von muslimischen und andersgläubigen Mitbürger*innen. In ihrem Projekt geht es um die Kunst des Debattierens. In monatlichen Workshops sollen insbesondere Jugendliche mit Migrationshintergrund und/oder einem islamischen Hintergrund lernen ihren Gedanken Ausdruck zu verleihen. Themen wie Klassismus, Flucht, Rassismus und Islamophobie werden von Expert*innen vermittelt, die Fachwissen weitergeben, welches den Alltag der Jugendlichen betrifft. Zum Ende des Projekts wird es einen Debattierwettbewerb geben.
Info-Podcast für Geflüchtete
Radio Dreyeckland ist ein freier und nichtkommerzieller Sender aus Freiburg. Sein diesjähriges Projekt ist eine mehrsprachige Podcastreihe von Geflüchteten für Geflüchtete in Freiburg. Diese widmet sich wichtigen Fragen von Geflüchteten hier vor Ort, wie dem Alltagsleben, der Stadt, dem Ankommen oder dem Asylverfahren. Die Themen stammen aus Anregungen, Diskussionen und regelmäßige Treffen von und mit Geflüchteten. Produziert werden die Folgen von der Geflüchtetenredaktion Our Voice bei Radio Dreyeckland.
Unterstützung queerer Geflüchteter - Aufbau eines Peer-Netzwerks
Als einzige Institution in Freiburg bietet die Rosa Hilfe spezielle Beratungs- und Begleitungsangebote für die Belange von LSBTIQ* Geflüchteten an. 2022 ist geplant ein Netzwerk ehrenamtlicher Unterstützer*innen für LSBTIQ*-Geflüchtete aufzubauen und zu etablieren. Ziel des diesjährigen Projekts ist es langjährige Klient*innen mit Hilfe von Tandem-Patenschaften in die Unterstützungsarbeit einzubeziehen, etwa für Übersetzungstätigkeiten bei der Beratung oder für die Organisation des Internationalen Queer-Cafés.
kick mobil spezial
Die step stiftung unterstützt vielfältige Hilfsangebote für traumatisierte und/oder belastete Kinder und Jugendliche im In- und Ausland, insbesondere durch sozial-integrative Sport und Bewegungsangebote. Ihr diesjähriges Projekt in Freiburg, das kick mobil spezial, bietet geflüchteten Kindern und Jugendlichen ein niedrigschwelliges, begleitetes und betreutes Sportangebot mit partizipativem Charakter direkt in ihrer Unterkunft.
Ihr seid Zukunft - art for future
Der ModerneKunstverein e.V. setzt sich mit sozialen Themen und Ungleichheiten der Jetztzeit auseinander und versucht diese über den künstlerischen Weg in die Gesellschaft zu transportieren. Neben Künstler*innen und Designer*innen arbeiten Berufstätige aus dem sozialen Bereich und Ehrenamtliche an Geflüchtetenunterkünften zusammen. Ihr Ziel: gemeinsam Zukunft positiv und tolerant zu gestalten. “Ihr seid Zukunft - art for future” ist ein großes, gemeinsam gestaltetes Wandbild im öffentlichen Raum. Zwei Jahre lang wurden hunderte von Kunstwerken von vielen Kindern und Jugendlichen gemeinsam mit den Kunstpat*innen des Vereins in den Geflüchtetenunterkünften in Freiburg geschaffen. Nun werden die jugendlichen Künster*innen ihre Geschichten in einem Werk zusammen zuführen.
Exkursionen für Integration
Die Initiative "Engagiertes Freiburg" veranstaltet in diesem Jahr zum zweiten Mal die Exkursionen für Integration. "Engagiertes Freiburg" hat sich seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine maßgeblich bei der Flüchtlingshilfe beteiligt. Das Projekt soll die Geflüchteten aus der Ukraine mit der Stadt Freiburg, deren Geschichte und dem Freiburger Umland vertraut machen. Dadurch sollen Geflüchtete bei ihrer Integration in der neuen Umgebung unterstützt werden. Im diesjährigen Projekt werden auch russischsprachige Freiburger*innen angesprochen, die von sozialer Benachteiligung betroffen sind.
Women for Change
AMICA ist eine Frauenrechtsorganisation, die sich für Frauen und Mädchen in Kriegs-und Krisengebieten engagiert. Sie entstand 1993 aus einer Freiburger Initiative als Reaktion auf die sexualisierte Kriegsgewalt im Bosnienkrieg und ist heute eine international tätige Nichtregierungsorganisation. Das ist jetzt 30 Jahre her. Zu ihrem Jubiläum veranstaltet AMICA eine Reihe mit Lesungen, Musik und Podiumsgesprächen, die zum Austausch und zur Diskussion über Themen wie geschlechtsspezifische Diskriminierung, Migration und Friedensarbeit anregen soll.
Lesereihe bauschen & biegen
Seit 2019 veranstaltet samt & sonders e.V. in der politisch-literarischen Lesereihe „bauschen&biegen“ Lesungen, in denen Autor*innen ins Gespräch mit Expert*innen aus der Praxis gebracht werden. Ausgehend von Gegenwartsliteratur werden Impulse für aktuelle Diskurse gegeben und gemeinsam mit dem Publikum verinnerlichte Denkstrukturen kritisch hinterfragt. Dieses Jahr wird es um verschiedene Themen wie Parallelgesellschaften, Geschlechterrollen und digitale Gewalt gehen.
Weiterbildung zu demokratischer Schulentwicklung
Das Bildungskollektiv kairós e.V. macht politisch-demokratische Bildungsarbeit im Bereich Anti-Diskriminierung, arbeitet mit Beteiligungskonzepten und Erlebnispädagogik und bringt Expertise und Elemente aus der interdisziplinären Konflikt- und Gewaltforschung ein. Kairós richtet sich sowohl an Studierende als auch an bereits berufstätige Lehrer*innen aller Schularten. Durch die Weiterbildung werden längerfristige und intensive Lernprozesse angestoßen, die die Teilnehmenden in die Lage versetzen, Schule und Unterricht durch konkrete Ansätze der politischdemokratischen Bildung zu transformieren.
Empowerment und Solidarität von struktureller Gewalt betroffener Personen und Gruppen stärken
Schon seit einigen Jahren setzt sich das A-Team (awareness) mit Infoständen und Workshops im Freiburger Nachtleben gegen Sexismus und Rassismus ein. Zudem bieten sie auch Begleitung von Betroffenen wie auch Täterpersonen und deren Umfeld an. Ihr diesjähriges Projekt widmet sich der Förderung der Selbstorganisation von struktureller Gewalt betroffener Personen.
beneFit - Move Together
beneFit e.V. wurde im Februar 2022 gegründet und macht den organisierten Gruppensport für Menschen zugänglich, die sich in prekären Lebenslagen befinden und dadurch nur eingeschränkte Möglichkeiten haben an Sportaktivitäten teilzunehmen. Ihr Projekt ist ein organisiertes und niederschwelliges Sport- und Bewegungsangebot in Geflüchtetenunterkünften. Es soll den Zugang zum organisierten Sport erleichtern.
Aktiv argumentieren gegen Diskriminierung, Verschwörungsideologien und rechtes Gedankengut
Der SJD - Die Falken ermöglicht es Kindern und Jugendlichen Mitbestimmung und Selbstorganisation zu erleben und zu erlernen, sowie politisch aktiv zu werden. Mit einem Vortragsangebot auf dem AMS-Camp im Schwarzwald sollen Jugendliche für die Muster von klassistischen, rassistischen und rechten Diskriminierungsformen sensibilisiert werden. Ziel ist es einen leichten Einstieg in die Antidiskriminierungsthematik, zu bieten sowie vertiefende Diskussionen und Diskurse für Teilnehmende mit Vorkenntnissen zu ermöglichen.
Aktionstag gegen (Rechts-)Extremismus
Im Förderkreis Staudinger-Gesamtschule e.V. haben sich Eltern, Lehrer*innen und Freund*innen der Staudinger-Gesamtschule Freiburg zusammengeschlossen, um die „Erziehung, Volks- und Berufsbildung durch ideelle und finanzielle Unterstützung der Staudinger-Gesamtschule als Modell einer demokratischen Schule zu fördern. Ihr Projekt ist ein Schulaktionstag mit Fachvorträgen zum Thema Rechtsextremismus und Workshops mit verschiedenen Themenschwerpunkten.
Wir sind auch Deutschland oder?
Der Sozialdienst muslimischer Frauen Freiburg e. V. ist ein Wohlfahrtsverein, der von Frauen mit Migrationsbiografie gegründet worden ist und seit mehreren Jahren erfolgreich mit Frauen und Männern mit Migrationshintergund arbeitet. Das Projekt besteht darin, Gesprächkreise zu führen, in denen muslimisch gelesene Menschen sich über Ihre Rassismuserfahrungen austauschen und gegenseitig empowern können. Abschluss des Projekts ist eine Busreise nach Köln, eine deutsche Stadt in der es neben dem Dom auch eine riesige Moschee gibt, was zeigt, dass wir hier alle zu Hause sind.
NoA goes Social Media
NoA e.V. ist der Verein, der hinter der “Nummer ohne Anruf” steht. Im September 2022 gegründet, bietet er Aufklärung im Bereich übergriffiges Verhalten. Erreicht werden sollen dabei sowohl Menschen, die dieses Verhalten ausüben, als auch die ein solches erleben. Die „Nummer ohne Anruf“ hilft in einer Situation, in der sich eine Person unwohl fühlt: Wenn eine andere Person den Namen erfahren will, dieser aber nicht genannt werden möchte, kann sich die Person als „Noa“ (genderneutraler Name) vorstellen. Zudem kann, wenn eine Person nach einer Nummer fragt, die eigene Nummer aber nicht angegeben werden möchte, diese Nummer genannt werden: 015753024990. Wenn die Person eine Nachricht an diese Nummer schreibt oder dort anruft, erhält sie eine automatische Nachricht bzw. Ansage. Sie erfährt darin, dass sich das Gegenüber unwohl gefühlt hat. Mit dem Projekt “NoA goes Social Media” wird vor allem auf TikTok und Instagram durch Kurzvideo-Formate ein niederschwelliges Aufklärungsangebot geschaffen.
Gemeinsam soziale Ungleichheiten abbauen
Das Eine Welt Forum Freiburg e.V. (EWFF) ist ein regionales Netzwerk von Vereinen, Initiativen, Nichtregierungsorganisationen und Bildungseinrichtungen, die zu weltweiten Herausforderungen und für eine nachhaltige, zukunftsfähige und global gerechte Welt tätig sind. Das Projekt besteht in einer Reihe von Fortbildungen, Workshops und einer Podiumsdiskussion, die sich respektive an Kinder und Jugendliche,(junge) Erwachsene, und die breite Öffentlichkeit richten. Themen sind Klassismus, Rassismus, globale Ungleichheit und Armut.
Vergiftete Worte – Wie damit umgehen in Medien und Gesellschaft?
Das InForum ist seit 2013 Herausgeber der InZeitung. Sie erscheint dreimal im Jahr mit einer Auflage von 107.000. Ziel der Zeitung ist die Sensibilisierung für die Vielfalt von Kulturen und ihre Beiträge für die Gesellschaft, sowie der Informationsaustausch zwischen den Kulturen. Manchmal reicht eine einzige Worthülse, wie jüngst "Sozialtourismus", um in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit ein Problem zu etablieren, das es gar nicht gibt oder das in Wirklichkeit marginal ist. Im Projekt “Vergiftete Worte” geht es darum, auf solche Diskursmechanismen und die damit verbundenen negativen Narrative aufmerksam zu machen. Dabei soll auch der fehlenden Diskussion unter Medienmachenden selbst entgegengewirkt werden.
Geförderte Jugendprojekte 2023
Who cares about us?
Das Projekt soll Schüler*innen die Möglichkeit geben, im Rahmen der Schulzeitung des Wentzinger Gymnasiums Freiburg über Dinge zu schreiben, die sie normalerweise nicht ansprechen würden. Das können persönliche Probleme mit dem Schulsystem oder dem Schulalltag sein, aber auch Texte darüber, was gut läuft oder was man gerne verbessern würde. Die Zielgruppe sind besonders andere Schüler*innen, um diesen zu zeigen, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind.
Präsentation der Angebote für queere Kinder und Jugendliche in Freiburg
Verschiedene Vereine und Gruppen in Freiburg (Rosa Hilfe Freiburg e.V., FLUSS e.V., Deutscher Alpenverein, TransAll, Queer Lexikon, FMGZ, Tritta) bieten mittlerweile Beratung, Treffen und Angebote für queere Kinder und Jugendliche (7-27 Jahre). Diese Angebote sind bisher jedoch nirgendwo übersichtlich versammelt. Seit ca. einem Jahr haben sich diese Vereine und Gruppen in einem losen Netzwerk zusammengeschlossen und es finden regelmäßige Treffen statt. Damit die bestehenden Angebote von der Zielgruppe besser gefunden werden können, möchten sie ein gemeinsames Plakat erstellen und dieses an Schulen, Jugendeinrichtungen, Jugendhilfe etc. versenden. Auf diesem Plakat findet sich ein QR-Code, über den die Interessierten auf eine Website gelangen, auf der die Angebote gut sortiert zu finden sind. Diese wird bei einem der bestehenden Vereine als Unterseite eingerichtet.
Aufgeklärt!? Wir nehmen’s selbst in die Hand
Aufgeklärt?! organisiert eine queer*feministische, diskriminierungsfreie und sex*positive Sexualaufklärungs-Woche im Herbst 2023. Die Referierenden thematisieren in unterschiedlichen Formaten (künstlerische Formate, Workshops, Diskussionen, Erzählcafés ...) Themen wie Körpernormen, Einvernehmlichkeit beim Sex, Gendervielfalt, Entmystifizierung der Vulvasphäre #DasJungfernhäutchengibtesnicht, ... ebenso setzt sich Aufgeklärt?! für trans* Rechte ein und thematisiert Mehrfachmarginalisierungen sowie sexualitätsbezogene Rassismen.
Festival gegen Antisemitismus
Seit 2021 läuft die Kampagne „Artists against Antisemitism“, die sich gegen Antisemitismus im Kulturbetrieb richtet. Über 1000 Kunstschaffende haben deren Aufruf gegen jeden Antisemitismus bereits unterzeichnet. Sie bieten vor allem eine Plattform auf Social Media, auf der sich Kunstschaffende gegen Antisemitismus positionieren können. Zudem gibt es Plakate, Flyer und Sticker, die Künstler*innen zur Verfügung gestellt werden. Gleichzeitig versuchen sie, in Clubs, Galerien etc. präsent zu sein und Aufmerksamkeit für das Thema Antisemitismus zu schaffen. In Freiburg veranstalten sie am 9. April 2023 ein Festival im Haus der Jugend, zudem verschiedenen Künstler*innen, die den Aufruf unterzeichnet haben, einladen sind. Nachmittags wird es drei bis vier Workshops zum Thema Antisemitismus geben, abends spielen drei Bands.
Kicken gegen Rechts 2023
Das „Kicken gegen Rechts“ soll ein Fußballturnier für Hobbysportler*innen und alle Personen sein, die gemeinsam ein starkes Zeichen gegen den gesamtgesellschaftlichen Rechtsruck setzen wollen. Über den populärsten Sport der Welt sollen so viele Menschen wie möglich angesprochen werden. Die Initiative rechnet wie in den letzten Jahren mit 300 bis 400 Personen, die gemeinsam zusammenkommen zum Kicken, Anfeuern, Austauschen, Informieren, Kennenlernen, Diskutieren, Vernetzen und Zusammenschließen. Neben günstiger Verpflegung wird es auch Infostände von verschiedenen Organisationen, Kinderprogramm, Spiele, Reden, Musik und ein Kunstprogramm zum Mitmachen geben.
Kontakt Cafè
Das Kontakt Café (KoCa) ist ein Ort für alle Geflüchteten, die in und um Freiburg in Gemeinschaftsunterkünften leben. Vor Ort kochen und essen sie gemeinsam, um sich zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und Betroffene über die eigenen Rechte zu informieren. LEA Watch organisiert das KoCa jeden zweiten Freitag in Kooperation mit Foodsharing und Our Voice. Veranstaltungsort ist das Strandcafé auf dem Grethergelände.
Bildungsreise Berlin
Die Rosekids sind eine queere Jugendgruppe aus Freiburg, welche es sich zum Ziel gesetzt hat jungen LGBTQ+ Menschen einen Safe-Space zu bieten und dabei auch ihr Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl zu stärken. Im Rahmen von „Demokratie Leben“ unternehmen sie gemeinsam eine Bildungsreise nach Berlin, um ihren Mitgliedern politische Prozesse näherzubringen und ihnen ein besseres Verständnis für die Arbeit von politischen Entscheidungsträger*innen zu geben. Der Fokus soll dabei auf queerpolitischen Themen liegen, weshalb auch Treffen mit queerpolitischen Sprecher*innen der verschiedenen Bundestagsfraktionen sowie ein Besuch des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen geplant sind.
Let’s call Sexism! Übergriffigkeit und Sexualisierung absagen
“Let’s Call Sexism - Übergriffigkeit und Sexualisierung absagen” ist ein Projekt, welches sich im Rahmen einer einwöchigen Ausstellung und diversen Veranstaltungen mit dem Thema grenzüberschreitendes und sexualisierendes Verhalten auseinandersetzt. In der Ausstellung wird es mit Hilfe von mehreren Kooperationspartner*innen vielfältiges Infomaterial zu dem Thema geben, genauso wie Mitmach-Stationen und eine Leseecke. Die Ausstellung findet vom 5. bis 12. März 2023 statt und hat vom 8. bis 12. März täglich von 16-19 Uhr geöffnet. Ziel des Projektes ist, aufzuklären, zu empowern und für ein besseres Miteinander zu sorgen.
Haltung zeigen! Für Kampfsport ohne Vorurteile
Seit Sommer 2022 bietet Cornersport regelmäßig ein offenes und kostenloses Kampfsport-Training für alle Interessierten, unabhängig von Erfahrungslevel oder der Größe des Geldbeutels, an. Neben dem Spaß am Sport und der Gemeinschaft geht es bei Cornersport auch darum, sich aktiv für Solidarität und gegen rechte Einstellungen im Kampfsport zu positionieren. Ihr Ziel ist, einen niedrigschwelligen und kostenlosen Zugang zu Kampfsport v.a. für Jugendliche, Frauen und Mädchen zu schaffen. Außerdem wollen sie sich gemeinsam für Respekt im Sport, unabhängig von Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht und Sexualität, einsetzen - unter anderem mit verschiedenen Workshops.