2023 hat der Gemeinderat den Klimamobilitätsplan (KMP) beschlossen. In einem umfangreichen Monitoring wurde jetzt die Umsetzung des Plans geprüft. Das Ergebnis: Zwei Drittel der damals gesteckten Ziele konnte in den Jahren 2023/2024 erreicht werden. Bei 18 der 65 Maßnahmen besteht noch Nachsteuerungsbedarf. Für dieses Jahr ist ein Mobilitätsdialog geplant, um Akteur*innen und Institutionen zusammenzubringen. Das nächste Monitoring des KMP folgt 2027.
Ziel des KMP ist es, die verkehrsbedingten CO₂-Emissionen bis 2030 um mindestens 40 Prozent gegenüber 2010 zu senken und so zur Klimaneutralität Freiburgs beizutragen. Wichtige Maßnahmen sind der Ausbau von Rad- und Stadtbahnnetz, die Elektrifizierung der Busse sowie eine Neuordnung des Parkens. Das Konzept eines Mobilitätspasses soll zunächst nicht weiterverfolgt werden.
Das sehen FR4U, Grüne, ESfa, Kultur/Inklusion und FL anders und fordern in einem gemeinsamen Antrag, den Mobilitätspass als Finanzierungsmodell für den ÖPNV-Ausbau einzuführen. Entweder über eine Einwohner*innenabgabe, oder durch eine KFZ-Halter*innenabgabe. Beide Optionen soll die Verwaltung in einer Drucksache ausarbeiten und dem Gemeinderat zur Abstimmung vorlegen, was der Gemeinderat mehrheitlich befürwortete.
Einstimmig votierten die Rätinnen und Räte zudem für den Antrag von ESfa, FW, FL, Kultur/Inklusion, SPD+JF, FR4U und CDU. Sie fordern einen Plan zur raschen Verbesserung der Busanbinungen der Ortschaften an die Kernstadt durch den Einsatz von Expressbussen sowie den Ausbau der Westrand-Buslinienstrecke. Er soll dem Gremium nebst Finanzierungsbedarf im Vorfeld des nächsten Doppelhaushalts zur weiteren Entscheidung vorgelegt werden.
Beide Anträge wird die Verwaltung für die nächste Gemeinderatssitzung ausarbeiten.