Lirum Larum Leseklasse fragt
Können Sie uns etwas aus dem Land erzählen, woher Sie kommen?
Meine Heimat Iran ist das Paradies auf Erden. Wir verbrachten die Wochenenden mit der Verwandtschaft in unserem großen Obstgarten mit Haus. Wir schliefen alle in einem Raum auf einem großen Matratzenlager und erzählten uns bis zum Morgengrauen wahre Geschichten. Draußen gab es ein kleines Bächlein, worin wir eine ganze Autoladung Melonen kühlten. Die Melonen rollten wie grüne Murmeln im fließenden Wasser. Das ist eine meiner schönsten Kindheitserinnerungen.
Wie kamen Sie auf die Idee mit dem Liekesch?
Das Missverständnis mit dem Liekesch ist eine wahre Geschichte. Sie passierte mir selbst. Ich schrieb die Geschichte auf. Doch irgendetwas fehlte. Da kam Frauke Angel ins Spiel, sie las die Geschichte und erfand sofort die Figur. Frank, den erwachsenen besten Freund, den sie auch wirklich in ihrer Kindheit hatte. Und als dann noch Barbara Jung Bilder zu dieser Geschichte malte, war es, als hätte sie Zauberpulver drüber gestreut. Das Buch war perfekt. Von der ersten Idee bis zum Päckchen mit den ersten Druckexemplaren dauerte es genau acht Jahre.
Schreiben Sie noch weitere Bücher über Jascha?
Ich hätte wirklich große Lust darauf. Irgendwann kommt sicher eine neue Jascha-Geschichte angeflogen, so wie alle meine Geschichten bisher. Dann schnappe ich sie ganz schnell und halte sie auf Papier fest. Versprochen!
Zur Zeit arbeite ich an einem Kinderbuch über zwei Freundinnen, die aus Versehen ausreißen und nachts ganz alleine draußen einen Schlafplatz finden müssen. Ich bin gespannt, wie die beiden aus der Nummer wieder rauskommen, ohne Ärger zu bekommen.