Eva Lezzi

Eva Lezzi, geboren 1963 in New York, wuchs in Zürich auf und studierte in Berlin Literaturwissenschaften. Von Kindheit an gehören Lesen und Geschichten erzählen zu ihren liebsten Tätigkeiten. Schreiben bedeutet für sie immer auch ein Eintauchen in neue Lebenswelten. Sie verfasste bisher mehrere Bilderbücher, Kinder- und Jugendromane. Gemeinsam mit Anna Maria Praßler verfasst sie zudem Drehbücher wie für den Kinderfilm "Das Geheimnis der gestohlenen Maske". Ihr erstes Kinderbuch "Beni, Oma und ihr Geheimnis" erschien 2010. Seit 2020 ist sie freischaffende Autorin und Mitglied der Spreeautoren.

Eva Lezzi lebt in Berlin. 

Eva Lezzi

Lirum Larum Leseklasse fragt

Warum haben Sie ausgerechnet eine Detektivgeschichte geschrieben?

Ich schreibe sehr gerne Detektivgeschichten, weil ich da so viele Spuren – richtige und falsche – und knifflige Rätsel einbauen kann. Auch macht es mir Spaß, wenn ganz verschiedene Figuren verdächtigt werden und der Detektivfall am Schluss eine unerwartete Auflösung bekommt. Bei Lesungen merke ich immer, wie gerne die Kinder miträtseln. Dann erfinden sie rund um meine Figuren und Hinweise herum eigene Geschichten: richtige Krimifälle mit Tätern und Täterinnen, Motiven und Spurensuche.

Wie sind Sie auf die Idee mit den Schachfiguren mit Füllung gekommen? Spielen Sie selbst Schach?

Schon als Kind habe ich gerne Schach gespielt und es später meinen Kindern beigebracht. Ich spiele auch manchmal draußen in Parks an öffentlichen Schachtischen oder mit großen Figuren auf einem Schachbrett im Boden. Ich finde es sehr spannend, mit Leuten zu spielen, die ich gar nicht kenne.
 
Ich mag Schachfiguren – auch, weil sie ganz unterschiedlich sein können: aus Holz, Stein, Plastik, verziert oder schlicht. Schachfiguren und das Schachspielen kommen auch in Geschichten von anderen Autor:innen vor, z.B. in Alice im Wunderland oder bei Harry Potter. Auch in Büchern für Erwachsene spielen sie manchmal eine Rolle. Ich finde diese Geschichten spannend.
 
Also: Ich wollte unbedingt über’s Schachspielen schreiben, aber ich weiß nicht mehr, wie ich auf die Idee mit den Füllungen in den Figuren kam. Als die Idee da war, hat sie mir großen Spaß gemacht, weil in den Figuren nur winzige Sachen versteckt sein können, die trotzdem bedeutungsvoll und wertvoll sind. (Aber ich will hier nicht zu viel verraten.) Auch das Schachbrett ist für die Geschichte wichtig, die Zahlen und Buchstaben am Rand des Brettes sind wie ein geheimer Plan.

Waren Sie als Kind auch eine Detektivin und hatten vielleicht auch einen kleinen Detektivclub?

Ich war nie in einem Detektivclub – nur in einem Schachclub. Und ich habe immer wahnsinnig gerne gelesen, auch Detektivgeschichten.

Lirum Larum Lesebücher

Die Großstadtdetektive

Fotonachweise:

Rüdiger Bertram: Bob Heinemann
Katja Brandis: Petra Haidn
Reto Crameri: privat
Tanja Esch: Stephan Vavra




 
Maren Graf: Thorsten Hennig
Eva Lezzi: Sharon Adler/Pixelmeer
Nils Mohl: a mo
Isabel Pin: privat 
Wiebke Strank: Gabriele Rennert
Martina Walther: Kezia Zurbrügg