Finanzen, öffentliche Ordnung und Sport

Gemeinderat verabschiedet Bürgermeister Stefan Breiter

Bürgermeister Stefan Breiter

Nach acht Jahren als Finanzdezernent der Stadt Freiburg trat Stefan Breiter am Dienstag, 24. März 2026, zu seiner letzten Gemeinderatssitzung auf diesem Posten an. Zur feierlichen Verabschiedung gab es viel Zuspruch aus den Reihen von Gemeinderat und Amtskolleg*innen. Breiter verlässt die Stadtverwaltung auf eigenen Wunsch zum Ende seiner regulären Amtszeit, um sich verstärkt seiner Familie widmen zu können.

Der gebürtige Freiburger hatte die Leitung des Dezernats IV 2018 von seinem Vorgänger Otto Neideck übernommen. Damit wurde Breiter Chef über Finanzen und Wirtschaft, öffentliche Ordnung, Bürgerservice, Informationsmanagement und Wahlen, Feuerwehr, Sport, Standesamtswesen, Vermessung sowie Friedhöfe und Stadtentwässerung der Stadt Freiburg.

Oberbürgermeister Martin Horn findet lobende Worte für ihn:

Stefan Breiter ist in seiner achtjährigen Amtszeit der Spagat gelungen zwischen einer soliden Finanzpolitik auf der einen und wichtigen Investitionen auf der anderen Seite. Freiburg steht – gerade im Vergleich zu anderen Städten – finanziell gut da. Dennoch haben wir in den letzten Jahren viel auf den Weg gebracht.  Ich danke Stefan Breiter für seinen Einsatz für Freiburg.

Oberbürgermeister Martin Horn

Finanzen

Als Finanzbürgermeister hat Stefan Breiter zahlreiche Sitzungsmarathons durchlaufen. Zu den längsten zählten die Haushaltsberatungen: Breiter hat vier Doppelhaushalte sowie zahlreiche Jahresabschlüsse, Beteiligungs- und Finanzberichte verantwortet. Insgesamt hat sein Dezernat während seiner Amtszeit rund 360 Drucksachen in den Gemeinderat eingebracht, darunter Schwergewichte wie das Gesamtkonzept zum bezahlbaren Wohnen (2020) oder das Bürgerbegehren zur Bebauung Dietenbach (2018).

Zu den Alltagsgeschäften des Liegenschaftsdezernenten zählten zahlreiche Grundstückskäufe und -verkäufe sowie Umlegungsverfahren zu Bauvorhaben in Ebnet, Im Zinklern und in Tiengen. Auch viele Beschlüsse im Steuerwesen brachte Breiter als Bürgermeister auf den Weg:

  • Erhöhung der Zweitwohnungssteuer
  • Erhöhung der Hundesteuer
  • Ausweitung der Übernachtungssteuer
  • Erhöhung der Vergnügungssteuer für Geldspielgeräte

Sein Ressort Wahlen beschäftigte ihn ebenfalls über lange Strecken: Insgesamt verantwortete Breiter in seiner Amtszeit jeweils zwei Kommunal-, Bundestags-, EU- und OB-Wahlen, sowie eine Landtagswahl und den Bürgerentscheid zu Dietenbach.

Öffentliche Ordnung

Prägend für Breiters Amtszeit war sicherlich die Corona-Pandemie, in der der Ordnungsbürgermeister an allen Ecken und Enden gefragt war. Der Krisenstab tagte über 150 Mal und fällte wichtige Entscheidungen. Seine Amtszeit war dennoch von Highlights geprägt:

  • Einführung der Münsterplatzkonzerte
  • Konzept zur Konfliktprävention im öffentlichen Raum
  • Einsatz von Nachtmediator*innnen
  • Gesamtkonzept Stühlinger Kirchplatz inklusive Waffen- und Messerverbotszone

Auch bei der Feuerwehr und dem Katastrophenschutz hat sich in den vergangenen acht Jahren viel getan: Neben der Sanierung des Feuerwehrhauses Hochdorf und der Neubau der Häuser in Lehen und St. Georgen, war vor allem das Richtfest für den letzten Bauabschnitt des neuen Rettungszentrums Anfang des Jahres ein wichtiger Meilenstein. 

Sport

Ein Herzensprojekt war für Breiter der Bau des neuen Außenbeckens im Westbad, das im Sommer 2025 mit einem großen Fest eröffnet wurde. Aber auch privat ist Stefan Breiter großer Sportfan: Als Schiedsrichter leitete er über 1.300 Eishockeyspiele und vertrat den Deutschen Eishockey Bund international bei 15 Länderspielen.

Vor seiner Zeit als Freiburgs Bürgermeister war Stefan Breiter bei der Bundespost angestellt. Nach seinem Studium trat er als Beamter in den gehobenen Dienst ein und arbeitete im Stuttgarter Staatsministerium. Seit 2006 ist Stefan Breiter Mitglied der CDU. 2013 begann seine Karriere als Bürgermeister - zunächst in Remshalden, ab 2018 dann in Freiburg. Jetzt verabschiedet sich Breiter von der Bürgermeisterbank. Zum 1. April 2026 tritt Carolin Jenkner in seine Fußstapfen.

Veröffentlicht am 24. März 2026