Klimafreundliche Mobilität

Mobilitäts-Hub am Ringboulevard
Quartiersgarage am Ringboulevard (Visualisierung: Link 3D / Stadt Freiburg)

Das Mobilitätskonzept für Dietenbach ist konsequent darauf ausgerichtet, eine hohe Mobilität ohne eigenes Auto zu ermöglichen. Der Schwerpunkt liegt auf dem Umweltverbund, d.h. auf dem Fuß- und Radverkehr und dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sowie auf einer Stadtteilplanung der kurzen Wege.

Die Umsetzung des Mobilitätskonzeptes wurde im Juli 2018 durch den Gemeinderat beschlossen.

Hervorgehoben wird der Fuß- und Radverkehr. Die Versorgungseinrichtungen und soziale Einrichtungen wie Kitas und Schulen sind fußläufig erreichbar. Mit dem umfangreichen Radwegenetz wird der Radverkehr als umweltfreundliches Fortbewegungsmittel unterstützt.

Ein klimafreundliches Verkehrsmittel ist der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV). Dietenbach erhält einen Stadtbahnanschluss mit drei Haltestellen, die von den meisten Wohngebäuden in einem Radius von höchstens 500 m erreichbar sind. Mit der vorgesehenen Trassenführung kann eine gute Anbindung zum Hauptbahnhof und der Innenstadt gewährleistet werden.

Dietenbach soll klimafreundliche Mobilität erleichtern. Blau: Straßenbahnlinie mit drei Haltestellen; rote Linie: Ringboulevard; orange Linien: Quartiersstraßen; grüne Linien: Wohnstraßen; rote Rechtecke: Quartiersgaragen. (Grafik: K9 Architekten / Latz+Partner / Stete Planung / Stadt Freiburg)

Das Mobilitätskonzept sieht weitgehende verkehrsberuhigte Bereiche vor, die die Wohnqualität erhöhen und ebenfalls zu einem klimafreundlichen Stadtteil beitragen. Erreicht wird dies über drei Straßenhierarchien:

  • Ring- und Stichboulevard mit Tempo 30,
  • Quartiersstraßen mit Tempo 20 als verkehrsberuhigte Geschäftsbereiche und
  • Wohnstraßen als verkehrsberuhigte Spielstraßen.

Ein weiterer zentraler Bestandteil ist ein Parkraummanagement. Es gibt keine PKW-Tiefgaragen. Stattdessen stehen Stellplätze in Quartiersgaragen zur Anmietung zur Verfügung. Stellplatzmiete fällt nur für Haushalte mit PKW an. Dies und ein Stellplatzschlüssel von 0,5 pro Wohnung führt zu einer Entlastung der Wohnkosten durch die Begrenzung der Anzahl der Stellplätze auf den tatsächlichen Bedarf. Parkplätze für Kunden und Besucher*innen werden ebenfalls in den Quartiersgaragen vorgehalten.

Die Quartiersgaragen befinden sich an den Hauptverkehrsachsen (Ringboulevard und Stichboulevards). Die Wohnstraßen werden so weitestgehend von parkenden Fahrzeugen freigehalten und können verkehrsberuhigt ausgebildet werden. Parkplätze im öffentlichen Straßenraum stehen nur zum Be- und Entladen, für Handwerker und Pflegekräfte, Menschen mit Behinderungen und Carsharing-Fahrzeuge zur Verfügung.

Insgesamt sind zwölf Quartiersgaragen vorgesehen. Zusätzlich werden vier weitere Garagenstandorte für einen optionalen Stellplatzbedarf eingeplant. Die Quartiersgarage an der Endhaltestelle der Stadtbahn dient auch als P+R Garage. 

Ein zusätzlicher Aspekt des Mobilitätskonzeptes sind die vielfältigen Sharing-Angebote mit hoher Verfügbarkeit und einem vorgesehenen Zustellservice der Handelsbetriebe mit Lastenrädern. Ergänzend wird eine Mobilitätsberatung für die Bewohner*innen angeboten.

Weiteres, wie Sie im Stadtteil Unterwegs sein können, erfahren Sie hier.