Liebe Kulturschaffende in Freiburg,

das Kulturamt Freiburg möchte Ihnen großen Dank und Respekt für Ihr kooperatives Verhalten, Ihre Kraft und Ihr überlegtes Vorgehen in einer für uns alle noch nie dagewesenen und kaum vorstellbaren Situation aussprechen. Die für Sie äußerst schwere Situation ist uns allen hier in der Kulturverwaltung sehr bewusst. Wir arbeiten daran, wie wir Sie unterstützen können - sei es als geförderte Kultureinrichtung oder Festival, als gefördertes Projekt, als Freischaffende_r oder als Kooperationspartner_in. Es gibt bereits einige Informationen im Netz über Unterstützungsmaßnahmen für Kulturschaffende jeglicher Art und über Petitionen - weiter unten auf dieser Seite haben wir Ihnen eine Auswahl zusammengestellt. Auch werden wir Sie weiterhin darüber informieren, welche Maßnahmen hier ergriffen werden, wie bereits hinsichtlich des Umgangs mit Projektförderungen und nun abgesagten Veranstaltungen.
Ich möchte Ihnen ans Herz legen, sich bei Ihren jeweiligen Interessenvertretungen und Verbänden einzubringen, sich mit Ihren Kolleg_innen in Freiburg und darüber hinaus solidarisch zu verbinden und auch hierüber gemeinsam Lösungswege und Unterstützungsmöglichkeiten zu entwickeln. Genauso wichtig ist es, dass Sie die Verordnung der Landesregierung und die Allgemeinverfügung der Stadt Freiburg verantwortungsvoll und somit solidarisch einhalten - und sich über die weiteren Entwicklungen und Maßnahmen hinsichtlich der Pandemie stets informieren.

Ich wünsche Ihnen allen viel Kraft und Mut für diese Zeit, ebenso Zuversicht und einen guten Umgang mit dem nun eingeforderten Sozialverhalten auf physischer Distanz.

Felicia Maier
Amtsleitung

(26. März 2020)

Ausschreibung "Alternative Kunstformate"

Die Corona-Pandemie hat das öffentliche Kunst- und Kulturleben auch in Freiburg in kürzester Zeit einschneidend eingeschränkt und nahezu zum Erliegen gebracht. Diese außergewöhnliche Situation verlangt nach neuen, alternativen Formaten.

Welche „kontaktlosen“ Formate bieten sich an, wenn persönliche Kontakte zu anderen Menschen eingeschränkt sind und öffentliche Orte nicht betreten werden dürfen? Welche Kunst-Aktionen sind „auf Abstand“ möglich?

Das Kulturamt sucht gezielt Vorhaben von Kunst- und Kulturschaffenden, die unter den aktuellen Bedingungen alternative Formate initiieren, neu ausprobieren oder intensivieren. Digitale Formate sind ebenso gefragt wie analoge. Bevorzugt werden Projekte, die auch nach der Corona-Pandemie Bestand haben könnten.

Digitale Formate sollen auf Freiburg2020 - #freiburghältzusammen aufgeschaltet und präsentiert werden.

Die Ausschreibung richtet sich an Kunst- und Kulturschaffende mit zentralem Wirkungsort in Freiburg in allen Förderbereichen des Kulturamts. Die Vorhaben müssen dezidiert einen künstlerischen Schwerpunkt haben.

Das Kulturamt entscheidet im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel auf Basis des Projektförderantrags über die Vergabe. Es gelten die üblichen Förderkriterien der jeweiligen Förderbereiche, wobei das Kulturamt die aktuellen Umstände bei der Vergabe mit beachtet. Vorhaben, die aufgrund der aktuellen Situation nicht alle üblichen Förderkriterien vollumfänglich erfüllen können, könnten trotzdem gefördert werden. Grundsätzlich wird über eine Förderhöhe von bis zu 3.000 € entschieden, in besonderen Einzelfällen können es auch max. bis zu 5.000 € sein.

Das Kulturamt prüft grundsätzlich, ob das Vorhaben durch künstlerische Originalität und Qualität überzeugt, nach professionellen Standards umgesetzt wird und das Potenzial aufweist, künstlerische und soziale Distanzen zu überwinden. Selbstverständlich müssen die aktuellen Verordnungen der Landesregierung, solange sie bestehen, eingehalten werden.

Einzureichen sind ein Zuschussantrag (79,9 KB) mit Finanzplan (60,9 KB) per E-Mail an kulturamt@stadt.freiburg.de. Die Ausschreibung läuft ab sofort. Ihr Ende wird 14 Tage im Voraus auf der Website des Kulturamts kommuniziert.


(14. April 2020)

Informationen zu Projektförderungen

(1) Absage des Projektes
 
Das Projekt muss aufgrund der Verordnung der Landesregierung (gültig bis zum 15. Juni) abgesagt werden und wird auch nicht zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.
 
a) Sie haben einen Zuwendungsbescheid erhalten und der städtische Zuschuss ist bereits ausgezahlt worden.
 
Der Ihnen vorliegende Zuwendungsbescheid wird vom Kulturamt widerrufen, d.h. Sie erhalten einen sogenannten „Widerrufsbescheid“. Wie sonst auch üblich ist ein Verwendungsnachweis (67,3 KB) einzureichen, der in diesem Fall die bereits entstandenen Kosten darstellt. Diese Kosten sind im Rahmen der beschiedenen Zuschusshöhe weiterhin abgedeckt. Es können nur Kosten anerkannt werden, die durch Belege, Rechnungen, Verträge etc. auch nachgewiesen werden können.
 
Die Ausgangslage für die Prüfung des Verwendungsnachweises im Kulturamt bildet der mit dem Projektantrag eingereichte Finanzplan, auf dessen Grundlage Sie den Zuschuss zugesprochen bekommen haben. Sollten in diesem Finanzplan Einnahmen durch weitere Drittmittelgeber zur Gesamtfinanzierung des Projektes vorgesehen gewesen sein, dann geben Sie bitte an, ob in der Zwischenzeit Zusagen erfolgt sind und ob auch diese Drittmittelgeber sich an den entstandenen Kosten beteiligen. Wenn ja, dann sind diese Mittel als Einnahmen im Verwendungsnachweis mit zu berücksichtigen. 
 
Die Mittel bis max. in der Höhe des gewährten Zuschusses, die gemäß Verwendungsnachweis nicht beansprucht werden, sind nach erfolgter Prüfung und Rückmeldung durch das Kulturamt anschließend zurück zu erstatten. Bitte beachten Sie die entsprechenden Formulierungen im Widerrufsbescheid.  
 
b) Sie haben einen Zuwendungsbescheid erhalten und der städtische Zuschuss ist noch nicht ausgezahlt worden.
 
Der einzige Unterschied zu a) besteht darin, dass Ihnen die nachweislich entstandenen Kosten bis max. in der Höhe des gewährten Zuschusses nach erfolgter Prüfung des Verwendungsnachweises und Rückmeldung durch das Kulturamt anschließend ausgezahlt werden. Bitte beachten Sie auch hier die entsprechenden Formulierungen im Widerrufsbescheid.
 
 
(2) Verschiebung des Projektes
 
Das Projekt muss aufgrund der Verordnung der Landesregierung (gültig bis zum 15. Juni) abgesagt werden. Das Projekt wird jedoch voraussichtlich zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden (max. möglich bis zum 30.04.2021). Berücksichtigen Sie bei dieser Entscheidung bitte, dass dafür keine Erhöhung der bereits beschiedenen Zuschusshöhe gewährt werden kann.
 
a) Sie haben einen Zuwendungsbescheid erhalten und der städtische Zuschuss ist bereits ausgezahlt worden.
 
Die Planung für das Projekt kann fortgeführt werden und die erhaltenen Mittel können von Ihnen weiter verausgabt bzw. gebunden werden. Sie sind jedoch angehalten, die Verausgabung verantwortlich zu handhaben, d.h. genau zu überlegen, ob diese Verausgabung zum jetzigen Zeitpunkt wirklich erforderlich ist, da nicht auszuschließen ist, dass die Entscheidung über die Absage des Projektes zu einem späteren Zeitpunkt von Ihnen getroffen werden muss. In diesem Fall ist gemäß (1) Absage des Projektes vorzugehen.
 
b) Sie haben einen Zuwendungsbescheid erhalten und der städtische Zuschuss ist noch nicht ausgezahlt worden.
 
Auch in diesem Fall können Sie Ihr Projekt fortführen. Wie sonst auch üblich können Sie die Mittel für das Projekt abrufen. Anschl. können Sie diese Mittel unter Berücksichtigung der unter a) stehenden Hinweise verausgaben bzw. binden.
 
c ) Sie haben eine Förderzusage, aber noch keinen Zuwendungsbescheid erhalten.
 
In diesem Fall stimmen Sie sich bitte mit der für Ihr Projekt zuständigen Ansprechperson im Kulturamt ab, für welchen Termin Sie die Durchführung Ihres Projektes planen und ab wann Sie die Mittel benötigen. Erst zu diesem Zeitpunkt wird das Kulturamt den dafür erforderlichen Zuwendungsbescheid erstellen. Dieses möglichst lange Abwarten geschieht vorsorglich, falls das Projekt doch noch zu einem späteren Zeitpunkt abgesagt werden muss.
 (7. Mai 2020)

Informationen für Kultureinrichtungen

Informationen über Unterstützungsmaßnahmen für Kulturschaffende

Kontakt

Kulturamt
Münsterplatz 30
79098 Freiburg
Telefon 0761 201-2101
Fax 0761 201-2199
Frau Felicia Maier

Amtsleitung

Telefon 0761 201-2100
Herr Udo Eichmeier

Stv. Amtsleitung, Abteilungsleitung Kulturarbeit

Telefon 0761 201-2105
Aufgaben:

Soziokultur, Theater und Tanz, Film, Jazz-Rock-Pop ​

Frau Claudia Dürr

Assistenz der Amtsleitung

Telefon 0761 201-2101

Sprechzeiten

  • MO-DO  9 - 12:30 Uhr  13:30 - 16 Uhr
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