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Rückblick

Erfolgreiche Vorschläge

In den vergangenen Jahren fanden sich zahlreiche Vorschläge aus dem Online-Forum zum Beteiligungshaushalt in Änderungsanträgen der Gemeinderatsfraktionen wieder, viele davon wurden schließlich in den Haushalt übernommen. So schafften es auch immer wieder Themen und Einrichtungen auf die städtische Zuschussliste, die ursprünglich nicht im Haushaltsentwurf vorgesehen waren.

Weitere Vorschläge aus den Beteiligungshaushalten gelangen im Verlauf der beiden Haushaltsjahre auf die städtische Agenda, nachdem diese bereits verabschiedet ist. Nicht für alle Vorschläge ist tatsächlich die Stadt mit ihrem Haushalt zuständig. Der Vollständigkeit halber sind sie dennoch hier aufgeführt.

Der Rückblick wird jeweils zum Beginn des kommenden Beteiligungshaushaltes aktualisiert. Die Informationen sind nach bestem Wissen zusammengestellt. Die Vollständigkeit der Inhalte kann jedoch nicht gewährleistet werden.

Vorschlag: Kurzstreckenticket für den ÖPNV

Der Vorschlag wurde im Forum 284 mal unterstützt


Eine Straßenbahn fährt in eine Haltestelle ein an der Menschen warten
Drei Stationen für 1,50 Euro (Foto: Stadt Freiburg)

Kurzbeschreibung

Seit 1. August 2019 gibt es im Regio-Verkehrsverbund-Freiburg (RVF) das lange geforderte Kurzstreckenticket, nachdem sowohl der Gemeinderat, als auch die Gremien von RVF und Zweckverband Regio-Nahverkehr (ZRF) im vergangenen Jahr grünes Licht für den neuen Tarif gegeben hattenn.


Damit können die etwa 640.000 Einwohner_innen im Verkehrsverbund von Stadt Freiburg sowie den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen Busse und Stadtbahnen künftig zum vergünstigten Tarif von 1,50 Euro nutzen.

Drei Stationen für 1,50 Euro

Das Kurzstreckenticket gilt für drei Stationen von jeder beliebigen Haltestelle aus, die Einstiegsstation wird nicht mitgezählt. Es berechtigt zum sofortigen Fahrtantritt für maximal 20 Minuten; ein Umstieg ist möglich, Fahrtunterbrechungen jedoch nicht. Ausgenommen sind wegen der großen Haltestellenabstände der Schienenverkehr und die Regio-Expressbuslinien sowie die Nachtbusse und Anschlusstaxen.


Kosten

Durch den reduzierten Fahrpreis rechnet der RVF mit erheblichen Einnahmeverlusten, gleichzeitig können durch den neuen Tarif zusätzliche Fahrgäste gewonnen werden. Dennoch müssen unterm Strich rund 650000 Euro zugeschossen werden. Im Einführungsjahr 2019 belaufen sich die Kosten dazu auf 270833 Euro, für das Gesamtjahr 2020 fallen 650000 Euro an. 90% davon wird die Stadt Freiburg tragen (243750 Euro 2019 und 585000 Euro 2020), die Landkreise Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald schießen jeweils 4% bzw. 6% der Gesamtsumme zu. Ermittelt wurden die jeweiligen Anteile der Verbundpartner anhand der Fahrgastzahlen im Verkehrsverbund. Demnach wurden im Jahr 2016 Kurzstreckenfahrten bis zu drei Stationen zu 90% in Freiburg zurückgelegt, lediglich 10% der Fahrten entfielen auf die Landkreise.​