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Rückblick

Erfolgreiche Vorschläge

In den vergangenen Jahren fanden sich zahlreiche Vorschläge aus dem Online-Forum zum Beteiligungshaushalt in Änderungsanträgen der Gemeinderatsfraktionen wieder, viele davon wurden schließlich in den Haushalt übernommen. So schafften es auch immer wieder Themen und Einrichtungen auf die städtische Zuschussliste, die ursprünglich nicht im Haushaltsentwurf vorgesehen waren.

Weitere Vorschläge aus den Beteiligungshaushalten gelangen im Verlauf der beiden Haushaltsjahre auf die städtische Agenda, nachdem diese bereits verabschiedet ist. Nicht für alle Vorschläge ist tatsächlich die Stadt mit ihrem Haushalt zuständig. Der Vollständigkeit halber sind sie dennoch hier aufgeführt.

Der Rückblick wird jeweils zum Beginn des kommenden Beteiligungshaushaltes aktualisiert. Die Informationen sind nach bestem Wissen zusammengestellt. Die Vollständigkeit der Inhalte kann jedoch nicht gewährleistet werden.

Vorschlag: Integration von Geflüchteten durch Case-Manager verbessern

Der Vorschlag wurde im Forum 94 mal unterstützt


Ein Schild, auf dem herzlich willkommen in vielen Sprachen steht
Individuelle Unterstützung für geflüchtete Menschen (Foto: A.J. Schmidt)

Kurzbeschreibung

Integration erfordert mehr als die bloße Unterbringung und Versorgung von Geflüchteten. Darüber hinaus braucht es Orientierungshilfen, Sprachförderung und Job-Perspektiven. Ein individueller Integrationsplan soll dabei helfen.


Seit Mai 2018 gibt es das städtische Integrationsmanagement für Geflüchtete. Angesiedelt beim Amt für Migration und Integration, begleiten derzeit 20 Integrationsmanager_innen ca. 1230 Geflüchtete in Wohnheimen und Privatunterkünften. Die individuelle Begleitung ergänzt das bestehende Angebot der Sozialdienste in den Unterkünften für Geflüchtete, mit dem Ziel, die Integration der/des Einzelnen zu erleichtern, beim Übergang in den Beruf zu unterstützen und ein eigenständiges Leben zu ermöglichen.

Hilfe im Alltag und Persepktiven für die Zukunft

Die Fallmanager_innen begleiten in der Regel über einen Zeitraum von acht Monaten individuell die nächsten Schritte eines geflüchteten Menschen. Bei ihrer aufsuchenden Arbeit klären sie zunächst einmal, welche Unterstützung im Einzelfall gebraucht wird. Das können Sprachförderangebote sein oder Unterstützung bei der Anerkennung von Berufsabschlüssen. Auf Grundlage der individuellen Lebenssituation wird ein verbindlicher Integrationsplan erarbeitet mit konkretem Ziel- und Zeithorizont, und wo erforderlich, in enger Abstimmung mit dem Jobcenter. Dabei werden nach Möglichkeit zunächst diejenigen Personen intensiv begleitet, bei  denen  der  aktuelle  Betreuungsbedarf  am  höchsten  ist, wie etwa Menschen mit Behinderung oder Traumatisierung, mit geringen Sprachkenntnissen oder Menschen, die kurz vor einer Arbeitsaufnahme stehen und dabei noch Unterstützung benötigen.


Kosten

Die Integrationsmanager_innen werden finanziert aus den Mitteln des Pakt für Integration (PIK), einem Förderprogramm des Landes mit zweijähriger Laufzeit. Die Kosten belaufen sich auf rund 700.000 Euro pro Jahr.​