Bebauungspläne im Verfahren

Gehrenstraße

Plan-Nr. 6-168

Stadtteil Haslach

Bebauungsplan mit örtlichen Bauvorschriften „Gehrenstraße“

Am 23.11.2016 hat der Bau- und Umlegungsausschuss den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Gehrenstraße“ mit örtlichen Bauvorschriften, Plan-Nr. 6-168 (Haslach) gefasst (s. Drucksache BA-16/025). Städtebauliches Ziel ist es, die Entwicklung des Plangebietes über ein städtebauliches Gesamtkonzept zu steuern.
 
Das Plangebiet befindet sich westlich des alten Ortskerns des Stadtteils Haslach, südlich der Opfinger Straße und zwischen Güterbahnlinie und Uffhauser Straße. An das Plangebiet grenzt südlich das denkmalgeschützte Wohnquartier der Uffhauser-, Damaschke-, und Kampffmeyerstraße (Sachgesamtheit nach § 2 DSchG), welches sich durch eine strenge Zeilenstruktur hervorhebt. Im Gebiet selbst finden sich Bautypologien aus beiden Bereichen, den gewachsenen Strukturen des Ortskern und der strengen Zeilenstruktur. Die auf den Grundstücken im Plangebiet realisierten Bauhöhen und Baudichten schwanken stark. In den vergangenen Jahren wurden durch Bauvorhaben in zweiter Reihe auf einzelnen Grundstücken bereits erhebliche Dichten geschaffen, welche Flächen mit Nachverdichtungspotential gegenüber stehen.
 
Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens soll eine geordnete städtebauliche Entwicklung an dieser stadträumlich sensiblen Stelle sukzessive gewährleistet werden (vgl. Informationsdrucksache BA-18/008).
 
Die Bauverwaltung ist bereits seit längerem mit einem Investor über das Bebauungskonzept für ein Flurstück im Gespräch. Dieses liegt nördlich des Fußweges in Verlängerung des Finkenschlags. Die Vorstellungen des Investors und der Bauverwaltung liegen, trotz mehrfacher Gespräche, weit auseinander.
Bei Umsetzung des Vorhabens in der bisher vorgelegten Fassung wäre zudem der geplante Ausbau des Wegs zu einer Fahrstraße mit Anbindung an die Uffhauser Straße nicht mehr möglich. Da in absehbarer Zeit ein Bauantrag zu erwarten ist, sollen mit der Veränderungssperre die Ziele der Planung gesichert werden.
 
Darüber hinaus liegt der Bauverwaltung ein Bauantrag für ein weiteres Grundstück im Plangebiet vor. Dieses liegt im nördlichen Eingangsbereich in das Plangebiet. Das Vorhaben sieht bestandserweiternde Maßnahmen, wie die Aufstockung und Erweiterung des Dachgeschosses sowie die Anbringung einer Balkonanlage vor. Nach dem jetzigen Stand wäre das Vorhaben gemäß § 34 BauGB genehmigungsfähig. Da diese baulichen Veränderungen aber über Maßnahmen zum Bestandserhalt hinausgehen, und das Vorhaben sich auf einer Fläche, die künftig nicht mehr für eine Bebauung vorgesehen ist, befindet, wurde bereits ein Antrag auf Zurückstellung des Vorhabens gem. § 15 BauGB gestellt. Das Grundstück hat aufgrund seiner Lage eine Schlüsselfunktion für die städtebauliche Entwicklung des Quartiers und die Umsetzung des Konzepts inne. Es bildet zum einen den Blockrand und definiert zum anderen die Eingangssituation in das Quartier entlang der Gehrenstraße. Wird hier nicht am Konzept festgehalten, wird die Umsetzung des städtebaulichen Konzepts erheblich erschwert. Auch in diesem Fall ist die Veränderungssperre aufgrund ihrer längeren Laufzeit zur Sicherung der Planung angesagt.

Bekanntmachung vom: 17.07.2020 (477,6 KB)

Aufstellungsbeschluss: 30.06.2020

Formlose Darlegung:
20.07.2020 - 04.09.2020

Anhörung:

Offenlagebeschluss:

Offenlage:

Satzungsbeschluss:

Aufstellungsbeschluss

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