Doppelhaushalt 2021/2022



THH 10 Forstamt

2.10.00.00


Kurzbeschreibung

Das Forstamt bewirtschaftet im Rahmen der Vorgaben des Bundes- und Landeswaldgesetzes den Stadtwald und Stiftungswald und berät und betreut den Privatwald im Stadtkreis Freiburg.


Weitere Informationen

Zum 01.01.2020 wurde vom Land Baden-Württemberg zur Bewirtschaftung des rund 700 Hektar großen Staatswaldes, der sich im Eigentum des Landes befindet, die Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) ForstBW gegründet. Der Staatswald im Stadtkreis wird nun von zwei staatlichen Forstbezirken der AöR ForstBW bewirtschaftet.

Im Stadtwald werden bei der Waldbewirtschaftung die Waldfunktionen Nutz-, Schutz-, Erholungsfunktion und seit der Überarbeitung der Waldkonvention auch die Klimaschutzfunktion gleichrangig berücksichtigt.

Ein wichtiger Teilbereich forstlichen Handelns ist die Waldpädagogik als gesetzlicher Bildungsauftrag aus dem Landeswaldgesetz.

Darüber hinaus ist das Forstamt als untere Forstbehörde Träger öffentlicher Belange und bei Planungen, die den Wald berühren, zu beteiligen.

Als Kreisjagdamt werden die Aufgaben der unteren Jagdbehörde wahrgenommen und sichergestellt, dass die Jagdausübung nur durch sachkundige und zuverlässige Jägerinnen und Jäger erfolgt. Die Wildbewirtschaftung wird im Rahmen von Zielvereinbarungen mit den Jagenden und der Überwachung der Streckenlisten gesteuert.

Der Tier-Erlebnispark Mundenhof bietet als stark nachgefragte und beliebte Einrichtung Erholung und Umweltbildung für breite Schichten der Bevölkerung. Die Zuständigkeit für den Mundenhof beinhaltet die Erhaltung und Bewirtschaftung des denkmalgeschützten Gebäudebestandes. Eine wichtige und zukunftsweisende Aufgabe ist es den Mundenhof so weiterzuentwickeln, dass er für die Herausforderungen des neuen Stadtteils Dietenbach gut aufgestellt ist.


Personal

Stellen im Amt Beamt_innen Beschäftigte Gesamt 2019/2020 Beamt_innen Beschäftigte Gesamt 2021/22
Forstamt 15,00 53,60 68,60 15,00 52,10 67,10

Einsparungen: -3,0 VZÄ (Übergang Forstwirte zum Land)

Ausblick

Die Waldbewirtschaftung ist, aufgrund der bereits jetzt erkennbaren Klimaveränderungen, und häufiger auftretenden Extremwetterereignissen durch eine extrem hohe Menge an Schadholz geprägt. Die Schadenssituation ist in ganz Europa gegeben, so dass die Holzpreise ein insgesamt sehr niedriges Niveau erreicht haben. In Folge der Waldschäden sind große Flächen wieder aufzuforsten und künftig zu pflegen. Dabei müssen zwingend die klimatischen Veränderungen bei der Baumartenwahl und –mischung berücksichtigt werden. Ein vielseitiger Mischwald hat dabei die besten Voraussetzungen, um den Herausforderungen des Klimawandels begegnen zu können. Gleichzeitig kann der Wald durch die CO2 Bindung in den Bäumen, dem Boden und langfristigen Holzprodukten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Das Ziel des Klimaschutzes wurde daher in die überarbeitete Waldkonvention als gleichwertige Funktion aufgenommen und wird im Rahmen der zurzeit laufenden Forsteinrichtung, der Planung der Waldbewirtschaftung für das kommende Jahrzehnt, berücksichtigt.

Im Bereich der Sozialfunktion wird ein Schwerpunkt auf die Unterhaltung bestehender Einrichtungen gesetzt. Punktuell werden in die Jahre gekommene Fitness-Parcours erneuert.

Der Bereich ökologische Funktion des Waldes ist weiterhin geprägt durch die Umsetzung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für Bauprojekte, wie neuer Stadtteil Dietenbach oder Windräder am Taubenkopf, sowie die Umsetzung von Kohärenzmaßnahmen im Zusammenhang mit der Rheintalbahn. Darüber hinaus werden Maßnahmen im Zusammenhang mit der Biodiversitätsstrategie umgesetzt. Nicht zuletzt sind auch Alt- und Totholzkonzept, der Verzicht auf die Bewirtschaftung in Bannwäldern und in FSC Referenzflächen in diesem Produktbereich verortet.

Schwerpunkt der Maßnahmen im Tier-Natur-Erlebnispark Mundenhof sind Maßnahmen der Innenentwicklung und Vorbereitung einer Erweiterung, damit der Mundenhof der weiter steigenden Anzahl an Besuchenden gerecht werden und als Erholungsraum und Umweltbildungseinrichtung funktionieren kann.