Doppelhaushalt 2021/2022



THH 19 Standesamt

4.19.00.00


Kurzbeschreibung

Die Arbeit des Standesamtes bedient die wichtigsten Lebenslagen eines Menschen. Es werden Geburten und Sterbefälle beurkundet sowie Ehen nach rechtlicher Prüfung geschlossen.


Weitere Informationen

Das Standesamt pflegt einen Datenbestand von über einer halben Million Registereinträgen. Diese werden aktuell gehalten und es werden daraus Urkunden gefertigt. Ein weiteres Tätigkeitsfeld ist die Bearbeitung von Anträgen auf Namensänderungen und die öffentliche Beurkundung von Kirchenaustritten. Es erfolgen Nachlassermittlungen und -sicherungen. Aus dem Bereich der Gefahrenabwehr gehört die Anordnung der Bestattung von Verstorbenen ohne Angehörige und die Erteilung von Feuerbestattungserlaubnissen zu den Tätigkeiten des Standesamtes.


Personal

Stellen im Amt Beamt_innen Beschäftigte Gesamt 2019/2020 Beamt_innen Beschäftigte Gesamt 2021/22
Standesamt 19,01 2,50 21,51 19,75 2,50 22,26

Neuschaffung: +0,75 VZÄ (Beurkundung von Geburten)

Ausblick

Das Standesamt verzeichnet weiterhin sehr hohe Fallzahlen in allen Bereichen. Die Anzahl der Geburten liegt seit 2015 über 5000 Neugeborenen. Erstmals gab es 2017 mehr Neugeborene (5.540) als im bisher stärksten Jahr 1966, 2018 gab es ein Rekordjahr mit 5555 Neugeborenen. Bei der Anzahl der zu beurkundenden Sterbefälle liegen die Fallzahlen weiterhin im Bereich um die 3.000 Verstorbenen, 2015 war dieser Wert erstmals seit Ende des Zweiten Weltkrieges überschritten worden und hatte einen Höchststand mit 3.208 Verstorbenen erreicht. Im Jahr 2019 sind im Vergleich zum Jahr 2017 die Ermittlungen im Bereich der zu bestattenden Personen ohne Angehörige um weitere 9,7 % und die Anordnungen von Bestattungen durch die Stadt Freiburg um 3,8 % gestiegen. Das Auftragsvolumen wird sich in diesem Bereich aufgrund einer höheren Kostenpauschale und steigender Fallzahlen weiter erhöhen.

Mit der Reform des Personenstandswesens (2009) wurde die elektronische Speicherung der Personenstandsdaten eingeführt und die Arbeit mit papiergebundenen Registern abgelöst. Die mit der Reform beabsichtigte Modernisierung setzt die Nacherfassung der Altbestände (vor 2009) voraus. Bis Ende 2020 werden knapp 140.000 Einträge elektronisch nacherfasst sein. Zusammen mit den seit 2009 von Beginn an elektronisch geführten Einträgen werden Ende 2020 voraussichtlich ca. 250.000 Einträge elektronisch geführt. Die Bürgerschaft profitiert hiervon, da Urkundenbestellungen schneller abgewickelt werden können. Ergänzend zur digitalen Registerführung war in 2017 die digitale Aktenführung implementiert worden. Online-Angebote für die Bürgerschaft werden ständig erweitert.