Freiburg steht vor vielfältigen Herausforderungen, die zu wachsenden Nutzungsansprüchen und Konflikten bei den verfügbaren Flächen führen: zum Beispiel Bevölkerungswachstum, demografische Veränderungen, Mangel an bezahlbarem Wohnraum, wirtschaftliche Dynamik, ein sich verändertes Mobilitätsverhalten, Energiewende, Belange von Natur und Landschaft.

Die Flächenverfügbarkeit ist in Freiburg sehr begrenzt, da derzeit keine freien, ungenutzten Flächen verfügbar sind. Die Frage, wie zusätzliche Flächen für unterschiedliche Nutzungen möglicherweise gefunden werden müssen, bedeutet daher immer, dass andere Nutzungen eingeschränkt oder ausgeschlossen werden.

Im Ergebnis kann dies aber auch bedeuten, dass Flächen vermehrt mehrfach genutzt werden müssen, indem  mehrere verträgliche Nutzungen nebeneinander bestehen.

Da ein Flächennutzungsplan als übergeordnete Planung für die nächsten 15-20 Jahre Bestand haben soll, sind Prognosen in Form von Zukunftsszenarien für die weiteren Planungen unumgänglich. Die Szenarien bilden hierfür realitätsnahe Entwürfe denkbarer räumlicher Entwicklungspfade ab.

Mit diesen soll ein breites Spektrum möglicher Zukunftsentwicklungen aufgezeigt werden, indem gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Chancen und Herausforderungen speziell für die Stadt Freiburg kritisch analysiert werden.

Ziel soll es sein, die ganze Bandbreite der Konsequenzen unterschiedlicher kommunaler Entscheidungen für die Entwicklung der Stadt aufzuzeigen. 

Die Zukunftsszenarien unterstützen die Richtungsentscheidung der Entwicklung Freiburgs, da sämtliche Einflussfaktoren und Themen der Stadtentwicklung einbezogen und miteinander in den Zusammenhang gestellt werden. Dabei soll deutlich werden, wo Handlungsbedarf besteht, um die bestehenden Ziele Freiburgs, wie z.B. die Nachhaltigkeitsziele robust gegenüber zukünftigen Veränderungen auszurichten.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, die Diskussionen zu verfolgen.