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Zukunftsszenarien bewerten

Zukunftsszenarien eignen sich dazu, breit in die Zukunft zu denken und unterschiedliche Entwicklungsmöglichkeiten zu durchleuchten. Wir können mit Szenarien zukünftige Risiken und Chancen besser erkennen. Darauf aufbauend lassen sich Strategien für die Stadt entwickeln, die möglichst zukunftsrobust sind.

Sechs Szenarien für Freiburgs Zukunft: Gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Chancen und Herausforderungen wurden für die Stadt Freiburg nun analysiert und daraus Szenarien gestaltet. Sie zeigen ein breites Spektrum möglicher Entwicklungen auf.

Was finden Sie in den einzelnen Szenarien gut? Was nicht? Welche Chancen oder auch Risiken sehen Sie in den beschriebenen, möglichen Zukünften? Ihre Meinung zählt: Mit Ihrer Teilnahme helfen Sie uns, besser zu verstehen, wie Sie sich Ihre Stadt, die Flächen und deren Nutzung in Zukunft vorstellen.

Sechs Szenarien für Freiburgs Zukunft

Szenario 1: Dynamische Wachstumsstadt

Szenario 1

Hochdruck und Dichte als Dauerzustand

Die Stadt Freiburg ist von starken dynamischen Entwicklungen gekennzeichnet. Es herrscht ein maximaler Druck auf vielen Ebenen: eine hohe wirtschaftliche Dynamik, ein hohes Maß an Zuwanderung, viele neue technologische Möglichkeiten, ein starkes Ausmaß an Klimafolgen. Vorhandene Flächen werden maximal ausgeschöpft und können aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen nur in begrenztem Maß mit neuen Flächen ergänzt werden.

Szenario 2: Smarte Öko-City

Szenario 2

Konzentrierte Verdichtung in die Höhe

In der Stadt Freiburg geben eine hohe Innovationsbereitschaft und starke Technologieorientierung der Digitalisierung einen starken Schub, die in vielen Bereichen für effiziente Ressourcennutzung und Prozesse sorgt. Die Möglichkeiten, neue Flächen auszuweisen, sind stark begrenzt. Gleichzeitig zieht es viele Menschen nach Freiburg. Um den Wohnraumbedarf zu decken, wird in innerstädtischen Lagen in die Höhe gebaut, und das nach höchsten ökologischen Standards. Die begrünten und hochmodernen Wohnanlagen sind zum prägenden Bild der Stadt geworden.

Szenario 3: Erhaltende Stadt im Speckgürtel

Szenario 3

Wachstum ergießt sich in die Region

Die „Erhaltende Stadt“-Freiburg setzt seit den 2020er Jahren auf ein behutsames Maß an Veränderungen. Das Stadtbild hat sich bis 2040 kaum verändert und ist nach wie vor für Touristen attraktiv. Es werden kaum neue Flächen ausgewiesen, wenn, dann eher am Rande des Stadtgebiets in den Ortschaften, und das Maß an Verdichtung bleibt relativ konstant. Entsprechend hoch ist die Konkurrenz um Bauflächen, und das Preisniveau steigt. Das wirtschaftliche Wachstum und die Zuwanderung (beides auf mittlerem Niveau) müssen sich zwangsläufig in die Region orientieren.

Szenario 4: Gesunde Selbstversorgerstadt

Szenario 4

Polyzentrale Stadt der kurzen Wege

Gesundheit und eine ökologische Lebensweise sind den Freiburger_innen ein hohes Gut: Sie ernähren sich gesund, bewegen sich viel und halten sich gerne draußen auf. Eine geringe wirtschaftliche Dynamik lässt in Verbindung mit der Zunahme unsicherer Arbeitsverhältnisse das durchschnittliche Einkommensniveau im Vergleich zu Anfang der 2020er Jahre sinken. Suffizienz (die Minimierung des eigenen ökologischen Fußabdrucks) erhält einen kräftigen Schub. In Kooperation mit der Region wurde eine Kreislaufwirtschaft realisiert, also eine weitestgehende Wiederverwertung von Produkten und Materialien. Die stetig gewachsene Dichte verteilt sich in die Region. In den Ortslagen haben sich kleinere Zentren herausgebildet, in denen alles auf kurzen Wegen mit Rad- oder Fußverkehr erreichbar ist und die durch einen gut ausgebauten ÖPNV miteinander verbunden sind.

Szenario 5: Urban-Produktive Wissensstadt

Szenario 5

Stärkung zentraler Lagen

Die wissensorientierte Ökonomie (Medizintechnik, Solartechnik etc.) ist die treibende Kraft für das hohe Maß an Veränderungsdynamik in der Stadt Freiburg. Bei technologischen Neuerungen haben Freiburger Akteure weltweit eine Spitzenrolle. Es ist eine vielfältige Nutzungsmischung entstanden. In der Kernstadt sind Produktion, Dienstleistung und urbane Nutzungen eng miteinander verflochten. Aus dem einen oder anderen Gewerbegebiet ist ein urbaner Wissenscampus mit vielfältigen Einrichtungen entstanden.

Szenario 6: Vernetzter Agglomerationsraum

Szenario 6

Integration von Stadt und Region

Die Entwicklung Freiburgs ist eng mit der Entwicklung der ganzen Region verknüpft. Es gibt kein unabgestimmtes Vorgehen zwischen der Stadt und ihren Umlandgemeinden bei stadtplanungsrelevanten Themen wie Wohnen, Gewerbe, Mobilität, Bildung, Freizeit und Tourismus, Artenschutz, Energieversorgung und vielen weiteren.

Ihre Meinung ist uns wichtig.

Mit der Online-Beteiligung möchten wir Ihnen die Gelegenheit geben, uns zu sagen, was Sie in den einzelnen Szenarien gut finden und was nicht. Welche Chancen oder auch welche Risiken sehen Sie in den beschriebenen, möglichen Zukünften?

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie Ihre Gedanken zu den Szenarien mit uns auf dem Portal www.mitmachen.freiburg.de teilen.  

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Wieso brauchen wir Zukunftsszenarien für die Neuaufstellung des neuen Flächennutzungsplans 2040?

Zukunftsszenarien eignen sich dazu, breit in die Zukunft zu denken und unterschiedliche Entwicklungsmöglichkeiten zu durchleuchten. Wir können mit Szenarien zukünftige Risiken und Chancen besser erkennen. Darauf aufbauend lassen sich Strategien für die Stadt Freiburg entwickeln, die möglichst zukunftsrobust sind.

Wie sind die Szenarien entstanden?

Die Entwicklung von Szenarien erfolgt in mehreren Arbeitsschritten. Aktuell befinden wir uns bei Schritt 5, der Bewertung der Szenarien.

Schritt 1

Den Fokus festlegen

Was wollen wir mit den Szenarien genau anschauen?

Schritt 2

Einflüsse verstehen und bewerten

Was sind die wichtigsten Einflussfaktoren

Schritt 3

In die Zukunft denken

Was sind mögliche Entwicklungen?

Schritt 4

Projektionen zu Szenarien bündeln und ausarbeiten

Welche plausiblen Entwicklungsszenarien gibt es für Freiburg?

Schritt 5

Szenarien bewerten

Was sind wünschenswerte Zukünfte für Freiburg und seine Flächen?
Welche Chancen und Risiken sind mit den Szenarien verbunden?

Schritt 6

Handlungsoptionen erarbeiten

Welche Handlungsoptionen ergeben sich - insbesondere in Bezug auf den Flächennutzungsplan 2040?

Die Szenarien nehmen alle Bereiche der Stadt in den Blick (Schritt 1), also die Kernstadt ebenso wie den Stadtrand und die Ortslagen. Auch der Bezug zur Region wird berücksichtigt. Gleichzeitig werden alle Funktionen der Stadt beleuchtet: Die Szenarien befassen sich mit Wohnen ebenso wie mit Gewerbe oder auch der sozialen Infrastruktur. Das Bild unten zeigt, was alles mit den Szenarien betrachtet wird.

Bei der Suche nach den wichtigsten Einflussfaktoren wurden in Schritt 2 – neben allgemeinen Zukunftstrends – die bestehenden Ziele der Stadt Freiburg (z.B. die Nachhaltigkeitsziele) einbezogen. Bei der Frage, wie sich diese Zukunftstrends speziell auf Freiburg auswirken könnten, spielte  die Expertise von Schlüsselpersonen eine wichtige Rolle. Die von den Schlüsselpersonen entworfenen Zukunftsbilder, wurden anschließend in Schritt 4 gebündelt und zu sechs möglichen zusammenfassenden Zukunftsszenarien ausgearbeitet.

Nachdem die Bewertung der Szenarien durch die Freiburger Bürgerschaft in Schritt 5 abgeschlossen ist, sollen Anfang 2021 in Schritt 6 Handlungsoptionen von der Verwaltung und der Politik für ein Zielszenario, unter Beachtung der Anregungen und Hinweise der Bürger_innen, erarbeitet werden.

Erklärvideo zur Onlinebeteiligung

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