Förderung für den Ausbau

Zwei Millionen Euro für den Biotech-Park Freiburg

Buchcover mit dem Titel "impact start-ups"

Die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM) erhält zwei Millionen Euro Förderung für den Ausbau des Biotech-Parks Freiburg. Die Mittel kommen von der Europäischen Union (EFRE) und dem Land Baden-Württemberg. Damit werden zusätzliche Büro- und Laborflächen entstehen, die dringend benötigt werden.

Für wen sind die neuen Räume?

Die zusätzlichen Flächen richten sich insbesondere an Start-ups, akademische Spin-offs (Unternehmen, die von Wissenschaftler*innen, Forscher*innen oder Studierenden aus Hochschulen/Forschungseinrichtungen heraus gegründet werden) und junge Unternehmen aus Biotechnologie, Pharma-, Medizintechnik und angrenzenden Technologiefeldern.

Was wird genau gemacht?

Geplant ist die Erweiterung um rund 1.000 Quadratmeter zusätzliche Büro- und Laborflächen im Innovationszentrum Nord durch die Übernahme und den Ausbau ehemaliger Laborflächen der Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e. V. Der neue Bereich soll mit modularen und flexibel nutzbaren Einheiten ausgestattet werden, damit junge Unternehmen ihre Flächen bedarfsgerecht an unterschiedliche Entwicklungs- und Wachstumsphasen anpassen können.

Der Ausbau ist auf einen Zeitraum von etwa sechs bis neun Monaten angelegt. 

Wieso wird ausgebaut?

Auf diese Weise reagiert die FWTM auf den seit Jahren bestehenden Engpass bei geeigneten Flächen für junge innovationsgetriebene Unternehmen am Standort Freiburg.

Freiburg verfügt über eine besonders starke Wissenschafts- und Forschungslandschaft im Bereich Gesundheit und Life Sciences mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, dem Universitätsklinikum Freiburg sowie außeruniversitären Einrichtungen wie der Fraunhofer-Gesellschaft, der Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e. V. und dem Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik.

Darüber hinaus ist die Gesundheitswirtschaft der größte Wirtschaftszweig am Standort Freiburg und ein zentraler Innovations- und Beschäftigungsmotor für die Region. Der 1998 eröffnete und zuletzt 2019 erweiterte Biotech-Park ist bereits vollständig ausgelastet, sodass neue Anfragen derzeit vielfach nicht oder nur sehr eingeschränkt bedient werden können. 

Mit dem Vorhaben reagiert Freiburg auf eine zentrale Wachstums- und Transferbarriere im regionalen Innovationssystem. Ohne zusätzliche Infrastruktur droht die Abwanderung innovativer Ausgründungen in andere Standorte mit passendem Flächenangebot. Die Erweiterung des Biotech-Parks soll deshalb dazu beitragen, Wertschöpfung, qualifizierte Beschäftigung und Innovationspotenziale in Freiburg und der Region zu halten.

Hintergrund

Der Biotech-Park Freiburg wird von der Stiftung Innovationsallianz Freiburg getragen und ist ein zentraler Baustein der kommunalen Innovationsinfrastruktur am Standort Freiburg.

Die Förderung erfolgt im Rahmen des Förderaufrufs „Stärkung Regionaler Innovationssysteme (RIS) durch Ausbau und Modernisierung kommunaler Innovationsinfrastrukturen“ des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg. Der Förderaufruf unterstützt die Weiterentwicklung lokaler Innovations-, Gründer- und Technologiezentren und soll Unternehmen in Phasen des Strukturwandels gezielt begleiten und ihre Innovationsaktivitäten stärken. Förderfähig sind dabei unter anderem Investitionen in zusätzliche Flächen, technische Infrastruktur, biotechnologische Basisausstattung sowie Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen. 

Zugleich leistet das Projekt einen konkreten Beitrag zur Innovationsstrategie des Landes Baden-Württemberg und zum EFRE-Ziel der Entwicklung von Kompetenzen für intelligente Spezialisierung, industriellen Wandel und Unternehmertum. Es stärkt die regionalen Transferstrukturen im Zukunftsfeld Gesundheitswirtschaft und ergänzt regionale Initiativen wie „smartXhealth“ um die notwendige Innovationsinfrastruktur vor Ort.

Veröffentlicht am 08. Mai 2026