Der Weg zu Ihrer Photovoltaikanlage

1 Klären Sie die Situation vor Ort

Die Umgebungssituation des Daches

Der Ertrag einer Anlage kann durch eine Beschattung wesentlich beeinflusst werden.

Die aktuelle Beschattungssituation wurde weitestgehend berücksichtigt (vgl. Berechnungsgrundlagen). Größere Störungen der Dachfläche wie Dachgauben wurden bei der Analyse in der Regel erkannt, kleinere nicht. Zukünftige Entwicklungen sind sicher nicht berücksichtigt. Prüfen Sie daher die Umgebungssituation heute und für die nächsten Jahre.

Wird gerade nebenan gebaut und was könnte Ihr Dach zukünftig beschatten? Gibt es mögliche Veränderungen des Bebauungsplanes z. B. neue Bauhöhe des Nachbargrundstückes? Wachsen Bäume auf dem Nachbargrundstück, die zu einer Beschattung werden könnten? Bei Fragen zu aktuellen Bauanträgen wenden Sie sich bitte an das Beratungszentrum Bauen.

Sprechen Sie mit Ihren Nachbarn über geplante Veränderungen auf seinem Grundstück, welche die Besonnung Ihres Grundstückes beeinflussen könnten. Denken Sie bei einer Beschattung nicht an den Sonnenstand im Sommer, sondern den tiefsten Sonnenstand im Winter.

Wie ist der Zustand Ihres Daches?

Die Dacheindeckung sollte eine längere Lebenserwartung als die Solaranlage aufweisen. Zumindest länger als die der Wirtschaftlichkeitsberechnung zugrunde liegenden 20 Jahre. Ist in den nächsten Jahren eine Dachsanierung, Reparaturarbeiten nötig? Sprechen Sie ggf. mit einem Dachdeckerfachbetrieb.
Falls eine Dachsanierung zu erwarten ist, sollten Sie diese zuerst durchführen. Die Installation einer PV-Anlage können Sie bei der Sanierung gleich berücksichtigen.

Ihr Haus steht unter Denkmalschutz?

Kontaktieren Sie bitte die untere Denkmalschutzbehörde zur Klärung, ob eine Solaranlage möglich ist.

2 Finden Sie kompetente Fachfirmen für Solarstromanlagen

Die Stadt Freiburg darf Ihnen leider keine Betriebe empfehlen. Wir raten Ihnen aber:

Sprechen Sie zunächst mit Ihrem bekannten Elektrofachbetrieb, da er die elektrischen Leitungen in Ihrem Haus am besten kennt.

Spezielle Solarfirmen finden Sie unter der Handwerker-Suche der Handwerkskammer Freiburg oder im Branchenbuch.

Fragen Sie nach 2-3 Referenzanlagen, die der Betrieb schon installiert hat und bilden Sie sich daraus eine Meinung. Profitieren Sie vom Wissen Anderer: Fragen Sie Nachbarn mit der Solaranlagen zu deren Erfahrungen.

3 Erster Kontakt zum Fachbetrieb und Angebot einholen

Ein Mitarbeiter der Solarfirma sollte vor Angebotserstellung Ihr Gebäude ansehen, damit weitere Dinge, wie die Statik des Daches, Netzanschlussmöglichkeiten und auch Sicherheitsaspekte geprüft werden können.


Wir empfehlen Angebote von 2-3 Fachbetrieben zum Preisvergleich einzuholen. Ob die Angebote vollständig sind, können Sie mit der beiliegenden Angebotscheckliste (62,2 KB) vergleichen.

Wenn Sie bei den Angeboten unsicher sind, besprechen Sie dies mit einem Energieberater.

4 Ertragsverifikation

Die möglichen Erträge der vorliegenden Analyse sind nur bei guter Installation der Anlage erreichbar und wurden als Abschätzung anhand einer Musteranlage ermittelt (vgl. Sie hierzu Berechnung und Ergebnisse).
Lassen Sie sich daher von der Fachfirma eine Einschätzung zu den Erträgen mit dem angebotenen Modultyp geben.

Haftungshinweis

5 Finanzierungsplanung und Wirtschaftlichkeit der Anlage

Finanzierungsplanung

Nach der Kostenermittlung für die Installation der Anlage und der Abschätzung der Ertragszahlen können Sie die Finanzierung des Projektes Solaranlage in Angriff nehmen. Da es umfangreiche Fördermittel z. B. günstige Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gibt, welche sich rasch ändern, empfehlen wir Ihnen nicht nur Ihre Hausbank nach einem Finanzierungsangebot zu befragen. Achten Sie bei der Finanzplanung auch auf die Zahlungsvereinbarungen mit dem Fachbetrieb.

Fragen Sie bei der Bank Ihres Vertrauens gezielt nach einem internen Berater für „erneuerbare Energien“. Ein Berater in diesem Bereich kennt die günstigen Fördermöglichkeiten und weiß, ob Sie diese vor oder nach der Installation einer Anlage beantragen können und wie die Fördermöglichkeiten kumulierbar sind.

Neben der Einspeisevergütung des EEG gibt es weitere Fördermittel.

Eine Übersicht der aktuellen Fördermittel finden Sie unter www.energiefoerderung.info.

Im Durchschnitt ist im Jahr 2016 davon auszugehen, dass die Installation einer Anlage zwischen 1400-1750 Euro pro Kilowatt (kW) installierte Leistung kostet.

Wirtschaftlichkeit der Anlage

Die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage hängt von mehreren Faktoren ab.

  • Kosten für die Installation der Anlage*
  • Finanzierungsart
  • Qualität der Anlage (direkter Einfluss auf den Ertrag)
  • möglicher solarer Ertrag

* In die Wirtschaftlichkeitsberechnung fließt nur der Nettopreis der Anlage ein, da das Finanzamt Sie als Stromerzeugungs­ unternehmer einstufen wird. Als Unternehmer erhalten Sie auf Antrag  die Mehrwertsteuer zurück erstattet.

Der spezifische solare Einstrahlungsertrag einer gut ausgerichteten und installierten Anlage in Freiburg liegt bei 1000 kWh/m² und Jahr (a). Kalkulieren Sie jedoch mit dem Ertrag, der Ihnen vom Fachmann zu Ihrer Anlage genannt wurde.

Zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit Ihrer Anlage können Sie beim Münchner Umweltinstitut eine Hilfestellung finden, welches Ihnen die Möglichkeit bietet die Wirtschaftlichkeit Ihrer Anlage eigenständig zu berechnen. (Haftungshinweis).

Nur eine funktionierende PV-Anlage liefert die kalkulierten Erträge. Daher sollten Sie sich auch mit dem Thema Versicherung der Anlage auseinandersetzen.

Die Vergütung der Einspeisung erfolgt nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG):

.

Diese Mindestvergütung ist ab der Inbetriebnahme für 20 Jahre gesetzlich garantiert. Die Monate bis zum Ende des Jahres werden ebenfalls hinzugerechnet.

Da Sie mit Einspeisung in das Netz zum "Energiewirt" werden, empfehlen wir Ihnen sich über die rechtlichen Regelungen des Erneuerbaren Energie-Gesetzes (EEG) zu informieren.

6 Auftragsvergabe und Klärung des Netzzugangs

Bevor Sie den Auftrag an den Installateur vergeben, sollten Sie mit diesem über den Netzzugang sprechen. Ihr Strom muss gemäß EEG (Erneuerbare Energieen Gesetz) vom zuständigen Betreiber des Niederspannungsnetzes abgenommen werden. In Freiburg ist dies badenova. Nehmen Sie Kontakt mit badenova auf, um die Anschlussmodalitäten etc. zu besprechen.

Kontaktadresse bei badenova ist:

badenovaNETZ GmbH
Tullastr. 61
79108 Freiburg

Kostenlose Servicenummer
Telefon: 0800 2 21 26 21
Telefax 0761 50 82 83
www.badenovanetz.de

7 Weitere Empfehlungen beim Betrieb Ihrer Anlage

Achten Sie bei Inbetriebnahme darauf, dass der Zählerstand festgehalten wird.

Solarmodule sind in der Regel wartungsfrei. Damit Sie viel Freude an den Erträgen Ihrer Anlage haben, sollten Sie

  • zumindest einmal jährlich eine Sichtprüfung der Module, der Leitungen und sonstigen Komponenten der Anlage durchführen
  • Verschmutzungen rasch reinigen lassen. Geringe Verschmutzungen wirken sich in der Regel mit wenigen % Ertragseinbusse aus. Starke Verschmutzungen, wie Ablagerungen von Laub im Herbst sollten Sie jedoch baldmöglichst entfernen lassen.
  • Eine Überwachungsanlage der Module installieren lassen und / oder täglich die Ertragszahlen kontrollieren, um ein Gefühl für die Erträge der Anlage zu entwickeln und nicht aktive Module rasch ausfindig zu machen. Ein nicht aktives Modul hat wie ein beschattetes Modul, Ertragsminderungen zur Folge.

Als „Energiewirt“ erwirtschaften Sie Gewinne. Sprechen Sie mit Ihrem Finanzamt

Die Stadt Freiburg wünscht Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Projekt!

Kontakt

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Umweltschutzamt
Energiefachstelle
Fehrenbachallee 12
79106 Freiburg

Ein Projekt der SolarRegion Freiburg