Stromfresserjagd und Taschengeld-Contracting

Stromfresser: Glühbirnen mit Glühdraht (Foto: Rainer Sturm / pixelio.de)

Im November haben 10 Jugendliche an einem Seminar "Stromfresserjagd und Taschengeld-Contracting" teilgenommen. Beim Taschengeld-Contracting bekommen Kinder von ihren Eltern zus�tzliches Taschengeld, wenn sie zuvor zu Hause f�r Stromspar-Ma�nahmen gesorgt haben. Denn nun zahlen ja auch die Eltern weniger Stromkosten! In jedem Haushalt - auch bei Familien, die bereits Energie sparen - finden sich noch offene Stromsparpotenziale, wetten dass...?
Ein Bericht von Frau Georg, Leiterin des Vereins Planeten Kinder e.V., die mit ihrer Kollegin Frau Gilly das Seminar geleitet hat.

Wir haben die TeilnehmerInnen zunächst selbst herausfinden lassen, wie man mit Strommessgeräten und Zeitschaltuhren umgeht. Auch wofür man Zeitschaltuhren einsetzen kann wurde besprochen. Dann haben die TeilnehmerInnen ihre eigenen Einschätzungen, welches unserer mitgebrachten Geräte wohl am meisten bzw. am wenigsten Strom aus der Leitung zieht, experimentell überprüft und waren überrascht, dass der kleine Föhn neben dem Staubsauger der größte Stromfresser war.

Allerdings haben sie auch erkannt, dass übers Jahr gesehen diejenigen Geräte den meisten Strom verbrauchen, die ständig laufen: Kühlschrank und Gefriertruhe. Auch verschiedene Lampentypen (Glühbirne, Kompaktleuchtstoffröhre und LED-Lampe konnten sie direkt miteinander vergleichen. An der Glühbirne hat man sich fast die Finger verbrannt, die Kompaktleuchtstoffröhre war deutlich kühler, die LED-Lampe blieb ganz kalt: sie haben einen wesentlich besseren Wirkungsgrad der Lichterzeugung. Aber auch sie kommen nicht an die Natur heran: Glühwürmchen haben einen Wirkungsgrad von 95%!

Bei Toaster, Mixer und Staubsauger wurde untersucht, wie sich der Stromverbrauch bei höheren Stufen änderte. Auch konnten die TeilnehmerInnen eindrücklich sehen, dass ein CD-Player mehr Strom verbraucht, wenn die Musik lauter gestellt wird. Außerdem sind wir heimlichem Stand-by-Stromverbrauch bei einem Video-Gerät und CD-Player auf die Schliche gekommen.

Anschließend haben wir zwei Gruppen gebildet und Geräte im Büro und in der Küche untersucht. Im Büro entpuppte sich der Laptop zwar als sehr sparsames Gerät, doch als er aus war, wurde immer noch ein kleiner Stromverbrauch gemessen. Der Übeltäter wurde gefunden: das Netzteil! Es war warm und als die TeilnehmerInnen es ans Ohr gehalten haben, haben sie ein unangenehmes hohes Sirren gehört: Es verbraucht Strom, auch wenn der Laptop aus ist. Darum: Stecker ganz raus ziehen oder Steckerleisten mit Kippschalter verwenden!

Dies ist nur einer von vielen Energiespartipps, die die Energiedetektive mit nach Hause bekommen haben, wo sie das Taschengeld-Contracting mit ihren Eltern durchführen werden. Zum Abschluss des Seminars haben wir ihnen erklärt, wie das funktioniert, und jeder hat eine kleine Mappe mit Unterlagen und einer Taschengeld-Contracting-Urkunde mit nach Hause bekommen.

Wir werden die Familien begleiten, die das Taschengeld-Contracting mitmachen und weiter davon berichten.

Information

Umweltschutzamt
Stadt Freiburg

Thomas Dresel / Ilaria De Altin
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