Energiesparlampen

Die herkömmliche Glühbirne (Glühlampe) ist ein sehr ineffizientes Leuchtmittel, da sie gerade einmal 5% der verwendeten Energie in Licht umwandelt, während der Rest als Wärmestrahlung verloren geht. Aus diesem Grund wurde von der EU und einigen anderen Staaten der „Glühbirnenausstieg“ beschlossen. Seit dem Jahr 2009 werden Herstellung und Vertrieb von herkömmlichen Glühlampen in der EU schrittweise verboten. Spätestens wenn die alten Glühlampen kaputt gehen, stellt sich somit jedem Bürger die Frage, auf welches andere Leuchtmittel er oder sie umsteigen sollte.

Welche neuen Lampentypen gibt es?

Die Energiesparlampe oder Kompaktleuchtstofflampe: sie ist langlebiger und verbraucht nur 20% der Energie einer herkömmlichen Glühlampe. Jedoch benötigen Energiesparlampen etwas Zeit, bis sie ganz hell werden.
Energiesparlampen enthalten geringe Mengen des giftigen Elements Quecksilber (max. 5mg pro Lampe) und müssen deshalb auf der Sammelstelle entsorgt werden. Grundsätzlich sind Energiesparlampen ungefährlich, da das Quecksilber nur dann austritt, wenn die Lampe zerbricht. Aktuell wird der Quecksilbergehalt vom Gesetzgeber sukzessive weiter gesenkt. Überdies ist die Quecksilberbilanz von herkömmlichen Glühlampen schlechter als die von Energiesparlampen, da der Strom zumindest in Deutschland zu einem beachtlichen Teil in Kohlekraftwerken produziert wird, die ebenfalls Quecksilber emittieren.

Lichtemittierende Dioden oder kurz LED-Lampen sind das Leuchtmittel der Zukunft, da sie extrem langlebig sind und nur ca. 15% der Energie von normalen Glühlampen verbrauchen. Allerdings enthalten sie Seltene Erden und sollten deshalb unbedingt recycelt werden.

Halogenlampen sind keine wirkliche Alternative: sie sind nur wenig effizienter als Glühlampen und werden daher Ende 2016 vom Markt genommen. ​

Lohnt sich die Anschaffung von sparsamen Lampen?

Ja, und zwar in zweifacher Hinsicht.
Erstens macht sich der höhere Anschaffungspreis von LEDs und Energiesparlampen in jedem Fall bezahlt, da sie sehr viel weniger Strom verbrauchen als herkömmliche Glühlampen. Bei gleicher Leuchtstärke kann eine 60W-Glühlampe durch eine 14W-Energiesparlampe oder eine 9W-LED-Lampe ersetzt werden. Dank der eingesparten Stromkosten rechnet sich die Anschaffung der teureren LED oder Energiesparlampe nach etwa 1 - 2 Jahren.

Und zweitens ist auch die energetische Amortisation von LEDs und Energiesparlampen unproblematisch. Die bei der Herstellung aufgewendete Energie ist bei LEDs nach ca. 200 Betriebsstunden, bei Energiesparlampen nach ca. 70 Betriebsstunden eingespart. Für beide Lampentypen beträgt die durchschnittliche Lebensdauer ein Vielfaches. Warentests bestätigen für LEDs eine Lebensdauer von mindestens 6.000 Stunden, Hersteller geben noch höhere Werte an.

Wie ist es um die Lichtqualität von LEDs und Energiesparlampen bestellt?

Entgegen manchem Vorurteil ist die Lichtqualität von LEDs und Energiesparlampen mit der von herkömmlichen Glühlampen vergleichbar. Beim Kauf sollte man aber auf die Bezeichnung „warmweiß“ bzw. „kaltweiß“ achten, die auf der Verpackung angegeben ist.
„Warmweiß“ ist für den Wohnbereich zu bevorzugen, da es ein ähnliches Licht wie das gewohnte Glühlampen-Licht ist. „Kaltweiß“ hingegen eignet sich für den Büro- und Gewerbebereich.
 

Wohin mit ausgebrannten Lampen?

Während Glühlampen und Halogenlampen im Restmüll entsorgt werden, müssen
Energiesparlampen und LED auf Grund der wertvollen und z.T. giftigen enthaltenen Substanzen zur Wertstoffsammelstelle gebracht werden. Mittlerweile nehmen auch viele Lampenhändler die alten Lampen zurück. Recyclinghöfen in Freiburg

Was tun, wenn eine Energiesparlampe zu Bruch geht?

Um zu verhindern, dass das in der Energiesparlampe enthaltene Quecksilber austritt, hat das Umweltbundesamt eine Handreichung mit Verhaltenstipps zusammengestellt, die Sie hier herunterladen können (120 KB). Auch auf den Verpackungen von Energiesparlampen finden sich dazu nützliche Internetadressen.

Tipps zum Kauf von Lampen

  • Für die Helligkeit einer Lampe ist nicht die Wattzahl entscheidend, sondern die Lumen (Lichtstärke)-Angabe: Eine LED-Lampe mit 10W Leistung leuchtet genauso hell wie eine 60W Glühlampe, verbraucht dabei aber nur 1/6 des Stroms. Daher sollte man stets auf die Lumenangabe (lm) auf der Verpackung achten. Typischerweise bewegt sich eine herkömmliche 40W-Glühlampe im Bereich von ca. 400lm (s. Abb.).
  • Qualitätsprodukte kaufen, da billige Produkte häufig nicht die angegebene Lebenszeit erreichen.
  • Modelle mit guter Lichtausbeute kaufen.
  • Lampensysteme mit austauschbaren Leuchtmitteln bevorzugen.


Quellen:
Bayerisches Landesamt für Umwelt (2013): „Energiesparlampe und LED: energieeffiziente Beleuchtung“ aus der Reihe UmweltWissen – Klima & Energie
Umweltbundesamt (2014): Häufige Fragen zum Thema Licht – Energiesparlampen

Familie Trendsetter

Noch Fragen?

Umweltschutzamt
Fehrenbachallee 12
79106 Freiburg

Tel. 0761/ 201-61 45
oder 201-61 42
umweltschutzamt@
stadt.freiburg.de