Energieausweis

Wem nutzt der Energieausweis?

Der Energieausweis für Gebäude, auch Energiepass genannt, beschreibt dessen Energieverbrauch. Dadurch kann er für Hauseigentümer/innen Einsparpotenziale aufzeigen und bietet Käufern/innen und Mietern/innen die Möglichkeit, künftige Energiekosten abzuschätzen und Gebäude hinsichtlich des Energieverbrauchs zu vergleichen.

Ab dem 01. Januar 2009 muss für alle Wohngebäude bei Neuvermietung oder Verkauf ein Energieausweis ausgestellt werden.

Den Energieausweis gibt es in zwei verschiedenen Varianten: als bedarfsorientierter Ausweis (Energieausweis auf der Grundlage des berechneten Energiebedarfs) und als verbrauchsorientierter Ausweis (Energieausweis auf der Grundlage des erfassten Energieverbrauchs). Welcher Ausweis verwendet werden kann, richtet sich nach der Größe, dem Baujahr und der energetischen Qualität des Gebäudes:

  • Für Wohngebäude mit bis zu vier Wohneinheiten, die 1977 oder später errichtet wurden, besteht Wahlfreiheit zwischen bedarfs- und verbrauchsorientiertem Ausweis.
  • Für Wohngebäude mit mehr als vier Wohneinheiten, egal welchen Baujahres, gilt ebenfalls Wahlfreiheit.
  • Für Wohngebäude mit bis zu vier Wohneinheiten, die vor 1977 errichtet worden sind, ist der bedarfsorientierte Energieausweis zu verwenden. Eine Ausnahme gilt für Wohngebäude aus dieser Zeit, die den energetischen Stand der Wärmeschutzverordnung von 1977 haben. In diesen Fällen besteht ebenfalls Wahlfreiheit.

Wer stellt den Energieausweis aus?

Ausstellungsberechtigt sind nach der EnEV (Energieeinsparverordnung) nur Fachkräfte mit spezieller Qualifizierung. Zumeist sind es Bauingenieure und Architekten oder sie kommen aus dem Handwerk.

Einen Überblick über Aussteller von Energieausweisen in Freiburg finden sie hier.

Verbrauchs- und Bedarfsausweis

Verbrauchs- und Bedarfsausweis unterscheiden sich in der Art der Ermittlung des Energiebedarfs eines Gebäudes. Der Verbrauchsausweis wird auf Grundlage der tatsächlichen Heizenergieverbräuche der vergangenen drei Jahre erstellt. Er leitet sich also aus der Heizkostenrechnung ab und zeigt den durchschnittlichen, witterungsbereinigten Verbrauch bei einem bestimmten Nutzer. Der Verbrauch eines anderen Nutzers kann hiervon abweichen.

Beim Bedarfsausweis wird die energetische Qualität vor allem der Außenwände und des Dachs sowie der technischen Anlagen wie z.B. Heizkessel berücksichtigt. Wichtig ist, dass der Energiebedarfswert - gerade weil er frei von individuellen und subjektiven Verhältnissen errechnet wird - einen objektiven Wert über die energetische Qualität eines Gebäudes darstellt. Der konkrete Energieverbrauch kann hiervon abweichen. Falls Sanierungen geplant werden, ist der Bedarfsausweis vorzuziehen, da er Auskunft über die Schwachstellen des Gebäudes bietet.

Was kostet ein Energieausweis?

Die Kosten für die Erstellung des Energieausweises sind nicht gesetzlich festgelegt und insofern zwischen Aussteller und Auftraggeber frei verhandelbar. Je nach Ausweistyp, Gebäude und Erfassungsaufwand kann der Preis erheblich variieren. Verbrauchsausweise sind dabei generell kostengünstiger als Bedarfsausweise und schon für deutlich unter 100 € zu erhalten. Für Bedarfsausweise von großen Gebäuden mit Vor-Ort-Termin können mehrere hundert Euro fällig sein. Es gibt  finanzielle Fördermöglichkeiten der Behörden: Die Stadt Freiburg bezuschusst die Erstellung von Bedarfsausweisen mit umfassender Beratung (Förderprogramm Energiebewusst Sanieren) . Auch vom Bund kann man Zuschüsse zur Erstellung von Energieausweisen erhalten. 

Link zu Fördermöglichkeiten: www.energiefoerderung.info

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