Tag des Freiwilligen Engagements: Engagement tut der Stadt gut und macht Freiburg reich und liebenswert

Am 5. Dezember , dem Internationalen Tag des Freiwilligen Engagements, veranstaltete die Stadt gemeinsam mit der Fa. Strryker-Leibinger GmbH & Co. KG die 19. Festveranstaltung, um die Leistungen freiwillig engagierter Bürgerinnen und Bürger zu würdigen. Im Rahmen der Veranstaltung mit rund 330 Personen ehrte Oberbürgermeister Horn stellvertretend vier Personen und drei Projekte. Darüber hinaus wurden zum 9. Mal der Wilhelm Oberle-Sozialpreis und der AOK-Präventionspreis für gesundheitliches Engagement jeweils an eine Initiative vergeben.

Städtische Würdigung des freiwilligen, bürgerschaftlichen Engagements

Für Oberbürgermeister Horn stärkt das bürgerschaftliche Engagement durch das Für- und Miteinander den sozialen und demokratischen Zusammenhalt des Gemeinwesens. Er hob hervor: "Freiburg bietet Dank seiner lebendigen Vielfalt viele Möglichkeiten, um Erfahrungen, Kompetenzen und Vorlieben zur Förderung Freiburgs kreativ und bürgerschaftlich einzubringen. Davon profitieren alle außerordentlich und es macht unsere Stadt reich und liebenswert.“
Eine Jury unter Leitung des Ersten Bürgermeisters von Kirchbach traf eine Auswahl aus den 33 Personen- und Projektvorschlägen. Stellvertretend für die Gesamtheit der Engagierten wurden folgende Personen geehrt:


Olivia Besters engagiert sich seit über 20 Jahren als Baumscheibenpatin in Herdern und betreut aktuell 27 Baumbeete, um den Artenreichtum von Pflanzen und Insekten zu fördern. Damit bringt sie Farbe und Leben in den Stadtteil und bietet Wildbienen und Schmetterlingen einen stets reich gedeckten Tisch. Ihr Engagement hat auch einen unschätzbaren Wert für die Menschen. So wird sie oft angesprochen, gibt Interessierten gerne Tipps weiter und steht mit ihrer Begeisterung für die Gewinnung weiterer Baumpat/innen in der Stadt. Durch ihren Einsatz trägt sie zum Natur-, Ökologie- und Insektenschutz in Freiburg bei.

Manfred Jäger engagiert sich seit vielen Jahrzehnten im Sport. Seit 2010 ist er Mitglied im Vorstand des PTSV Jahn. Sein Thema ist die Öffnung und Weiterentwicklung der Sportarten im Austausch zwischen einzelnen Abteilungen und Akteuren in Stadtteilen. Wichtig sind ihm die Förderung der Jugend, der sportlichen Aktivität älterer Menschen oder auch Angebote für Sportlerinnen und Sportlern mit Handicaps. Dabei hat er von Anfang an im Gremium „Freiburg OST in Bewegung, Netzwerk Sport“ den PTSV Jahn vertreten. 2018 wurde durch sein Engagement ein Sportprogramm für Senioren im PTSV Jahn realisiert, dass auch im kommenden Jahr weitergeführt wird.
 
Brigitte Zipfel engagiert sich seit über zwei Jahrzehnten im Stadtteil Haslach. Sie gehört dem Ältestenkreis der Evang. Melanchthon-Gemeinde an, organisiert dort den monatlichen Seniorennachmittag und eine Gesprächsgruppe für Frauen. Seit Jahren kümmern sie sich im Haslacher Netz um hilfebedürftige ältere Frauen. Zudem engagiert sie sich im Vorstand des Lokalvereins und beim Haslacher Mittagstisch des Stadtteilbüros, hilft beim Stadtteilfest und am Infostand auf dem Haslacher Wochenmarkt.


Dieter Purschke ist ehrenamtlich in der Ombudsstelle für wohnungslose Menschen in Freiburg tätig. Er setzt sich seit 15 Jahren für die Rechte und Belange von Menschen ein, die obdachlos oder von Obdachlosigkeit bedroht sind. Menschen, die zumeist darauf angewiesen sind, dass andere für sie sprechen, weil sie vieles nicht mehr verstehen, verunsichert sind, oder ihre Stimme zu schwach geworden ist, um in der Öffentlichkeit, in Ämtern und Einrichtungen um Unterstützung zu bitten. Ihm ist es wichtig, mit seinen Kontakten und Erfahrungen die Not anderer zu lindern und Brücken zu den Zuständigen in die Sozialverwaltung zu schlagen.

Die Patientenbegleitung Freiburg ist eine Initiative der Freiwilligen-Agentur. Freiwillige Vertrauens- und Begleitpersonen stehen vorübergehend als Gesprächspartner oder praktische Helfer Menschen auf dem Weg zum Arzt oder in die Klinik zur Seite. Sie unterstützen, denken mit und fangen Unsicherheiten auf dem Weg ins Krankenhaus oder zur Behandlung wie auch zurück in die heimische Wohnung auf. Sie leisten praktische Hilfe (Rollstuhl schieben, an der Anmeldung helfen) wie auch psychosoziale und seelische Begleitung. Der Einsatz der Patientenbegleitung ist mitunter sehr anspruchsvoll aber auch von viel Freunde und Vertraen geprägt.


Das Team des Mobbing-Beratungstelefons des katholischen Diensts in der Arbeitswelt ist ein überkonfessionelles Angebot und existiert seit 20 Jahren in Freiburg. Es geht um das Anwachsen von psychischen Belastungen in der Arbeitswelt, gerade auch in Bezug auf den stetigen Wandel, die wachsenden Erwartungen und die Konkurrenzen am Arbeitsplatz. Hierzu bieten sieben ehrenamtlich Engagierte eine kostenlose Telefonberatung. Etwa 2.500 Menschen nutzen jährlich das verständnisvolle, vorurteilsfreie und klärende Gesprächsangebot des Beratungsteams.

Das Mitwohnprojektes „La Kroiz“ bietet seit 17 Jahren Mitwohnmöglichkeiten für Menschen in Not. So wurden in den vergangenen 17 Jahren über 30 wohnungslose Menschen im Zusammenwohnen begleitet, unterstützt und beraten, wofür alle Beteiligten sehr dankbar waren. Neben dem solidarischen Aspekt gegenüber ausgegrenzten Menschen ist auch die Balance zwischen Engagement und Privatsphäre, zwischen Unterstützen und Loslassen zu würdigen, der den Akteuren im Sinne der wohnungslosen Menschen gelingt.


Mit dem AOK-Gesundheitspreis ausgezeichnet wird das Opfinger Bürgernetz Zu Gast wie Daheim, weil es private Haushalte bei der Betreuung von Menschen mit Hilfebedarf und Demenz wohnortnah vernetzt und zur gegenseitigen Unterstützung zusammenführt. Mittlerweile sind die Nachbarschaftshilfe und Betreuungsgruppen an die Kirchen am Tuniberg e.V. angegliedert. Das Projekt ersetzt keine Pflegeleistungen, sondern fördert die soziale Teilhabe im Wohnort, stärkt den Erfahrungsaustausch, entlastet durch die Kooperation private Haushalte und schließt eine Versorgungslücke bzw. erweitert das private Pflegeangebot vor Ort.

Den Wilhelm-Oberle-Sozialpreis erhält der Verein Stadtpiraten Freiburg. Seine rund 70 ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen gestalten vielfältige wöchentliche Bildungsangebote für rund 200 Kinder, Jugendliche und Heranwachsende mit Fluchthintergrund. Mit ihrem niedrigschwelligen, beziehungsorientierten und außerschulischen Angebote gestalten sie zielgruppengemäß vielfältige Angebote, um die Chancen auf nachhaltige Integration und zukunftssichernde Lebensperspektiven zu erhöhen.

Weitere Informationen sind über die Stabsstelle Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Freiburg zu erhalten :
Tel. 0761/201-3052
gerhard.rieger@stadt.freiburg.de

Kontakt

Stabsstelle Bürgerschaftliches Engagement
Rathausplatz 2-4
79098 Freiburg
Fax 0761 201-3099
Herr Rieger
Telefon 0761 201-3052