Abfallbilanz 2021

Freiburg bleibt Spitzenreiterin bei der Mülltrennung

Grüne und Schwarze Tonne, Gelbe Säcke und Kartonage in der Innenstadt
In Freiburg wird der Müll besonders gut getrennt (Foto: Seeger/ Stadt Freiburg)

Erneut nimmt Freiburg eine Vorreiterrolle bei der Abfallvermeidung und der Abfalltrennung ein. Zum wiederholten Male liegt Freiburg mit 113 Kilogramm Restabfall und Sperrmüll – das entspricht der identischen Mengen wie im Vorjahr – an erster Stelle unter den kreisfreien Großstädten Baden-Württembergs. Die Freiburgerinnen und Freiburger sortieren gut und produzieren so deutlich weniger Restabfall als andere Städte und Kommunen.

Pro-Kopf-Aufkommen im Vergleich

In Baden-Württemberg lag das Pro-Kopf-Aufkommen im Jahr 2021 bei durchschnittlich 144 Kilogramm Restabfall und Sperrmüll, der letztveröffentlichte Bundesschnitt aus dem Jahr 2020 sogar bei 194 Kilogramm. Verglichen mit diesen Werten schneidet Freiburg sehr gut ab. Allerdings nahm bereits im vergangenen Jahr die Menge an Restabfall und Sperrmüll um fünf Kilogramm pro Person zu. Dieser coronabedingte Anstieg blieb auch 2021 bestehen: In den letzten zwei Jahren verlagerten sich Arbeit und Freizeit immer mehr in die eigenen vier Wände.

Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit zeigte sich über das wiederholt gute Ergebnis Freiburgs erfreut: „Jahr für Jahr unterstreicht das geringe Rest- und Sperrmüllaufkommen im Vergleich zu anderen Städten Deutschlands das sehr gute Ergebnis bei der Abfalltrennung. Das zeigt aufs Neue, dass uns Freiburgerinnen und Freiburgern die Umwelt am Herzen liegt. Die Anreize des Abfallgebührensystems und das gut ausgebaute Entsorgungsangebot leisten hierzu ihren Beitrag." Gleichzeitig betonte die Umweltbürgermeisterin Freiburgs:

Der beste Abfall ist der, der nicht entsteht. Daher dürfen diese alljährlichen Spitzenleistungen nicht darüber hinwegtäuschen, dass unsere Bemühungen in den kommenden Jahren zunehmend auf Abfallvermeidung und die Reduktion des Abfallaufkommens insgesamt abzielen müssen.

Gesamte Müllaufkommen vergleichsweise niedrig

Hiermit spielt Umweltbürgermeisterin Buchheit auf das vergleichsweise niedrige, zugleich aber auch beachtliche Durchschnittsabfallaufkommen an: Dieses liegt pro Freiburgerin und Freiburger bei 371 Kilogramm. Neben Restabfall und Sperrmüll zählen dazu auch die getrennt gesammelten Wertstoffe wie Bioabfälle, Altpapier, Altglas, Leichtverpackungen, Kunststoffe, Altholz, Elektrogeräte und Metalle. 

Seit mehr als 20 Jahren können in Freiburg organische Abfälle über die Biotonne entsorgt werden. 2021 wurden an der Vergärungsanlage der Reterra 16.839 Tonnen Bioabfälle aus Freiburg angeliefert. Die Pro-Kopf-Menge von 73 Kilogramm ist eine für Städte äußerst beachtliche Bioabfallmenge und beschert Freiburg auch hier den ersten Platz unter den kreisfreien Großstädten Baden-Württembergs.

Bei Altglas und Verpackungsabfällen gab es im Vergleich zum Vorjahr nur marginale Veränderungen. Die gesammelte Altglasmenge lag in Freiburg bei 30 Kilogramm pro Einwohner (2020: 31 Kilogramm), die Altpapiermenge von 73 auf 64 Kilogramm zurückgegangen. 

Die im gelben Sack erfassten Verpackungsabfälle beliefen sich 2021 auf 5.728 Tonnen, was einem Durchschnitt von 25 Kilogramm pro Kopf entspricht. Der Vergleich mit dem Landesdurchschnitt legt nahe, dass die Freiburgerinnen und Freiburger Einwegverpackungen sparsamer gebrauchen und damit mehr Abfälle vermeiden als die Mehrzahl der Konsumentinnen und Konsumenten in Baden-Württemberg. Die Finanzierung der Entsorgung von Altglas und gelbem Sack ist privatwirtschaftlich organisiert und wird vom Verbraucher mit dem Kaufpreis direkt im Handel bezahlt.

Veröffentlicht am 31. August 2022