Tigermücke in Freiburg

Was tun gegen ihre Ausbreitung?

Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus): Sie ist etwa 6 mm klein, schwarz-weiß gefärbt und hat fünf weiße Streifen an den Hinterbeinen. Das Ende der Hinterbeine ist weiß und ein weißer Längsstreifen ziert auch den vorderen Rücken. (Foto: gordzam / stock.adobe.com)

Bedingt durch Klimawandel und Verschleppung breitet sich die Tigermücke, die ursprünglich aus Südostasien stammt, seit Jahren auch in Freiburg aus.

Die Tigermücke fällt durch aggressives Stechverhalten am Tag auf. Sie kann Krankheitserreger wie Dengue- und Zika-Viren übertragen. Die Gefahr einer Übertragung durch Viren ist hierzulande aber noch gering.

Gemeinsam mit der Firma Icybac GmbH beginnt die Stadt Freiburg jetzt wieder mit der Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke. Nachdem sich die Mücke im Vorjahr neue Verbreitungsgebiete in Freiburg erschlossen hatte, findet nun unter anderem ein weiträumiges Monitoring statt. Dabei setzt die Stadt auch auf die Mithilfe betroffener Anwohner_innen.

Um eine weitere Ausbreitung der Mücke zu verhindern, kontrollieren im Auftrag der Stadt Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Icybac in regelmäßigen Abständen die Gärten in betroffenen Gebieten. Sie sollen Brutstätten finden und beseitigen. Dabei verwenden sie ein biologisches Larvizid (Bti), das die Tigermückenlarven abtötet, für alle anderen Organismen aber unschädlich ist.

Da eine Ausrottung der Asiatischen Tigermücke unwahrscheinlich ist und jährlich neue Verbreitungsgebiete hinzukommen, lautet nun das Ziel, ihre Population einzudämmen. Dazu werden auch die Betroffenen eingebunden: Die Icybac GmbH verteilt in den betroffenen Stadtteilen Info-Broschüren, bietet Beratungsgespräche, motiviert zur Selbsthilfe und stattet Anwohner_innen mit Bti-Tabletten sowie Fliegennetzen für Regentonnen aus.

Wie sieht die Tigermücke aus?

Die Asiatische Tigermücke ist relativ klein (6mm) und anhand von drei Merkmalen gut zu erkennen: Sie hat fünf weiße Ringe an den Hinterbeinen (deren Ende auch weiß ist). Markant ist auch der weiße Längsstreifen am Vorderkörper (Halsschild) und das weiße Ende der Taster (Palpen).

Wo brütet die Tigermücke?

Die Tigermücke brütet in kleinsten Wasseransammlungen, zum Beispiel in: Regentonnen, Eimern, Gießkannen, Blumentöpfen, Untersetzern, Wasserschalen, wassergefüllten Schirmständern, Gullys, verstopften Regenrinnen, Autoreifen. Die Eier überstehen Trockenheit und auch kalte Winter. Belebte Gartenteiche mit Fischen, Molchen etc. sind keine Brutstätten. Vogel- und Igeltränken sind keine Brutstätten, wenn das Wasser mindestens alle drei Tage gewechselt wird.

Wichtig: Beseitigen oder sanieren Sie alle Brutstätten!

Was können Sie tun?

  • Gießkannen, Eimer, Blumenkübel umdrehen oder unter dem Dach lagern, dass sich kein Regenwasser ansammeln kann.
  • Schirmständer mit einem umgedrehten Gefäß abdecken, Gullys alle zwei Wochen mit Bti-Tabletten (eine Tablette auf 50 Liter) behandeln.
  • Regentonnen mit Bti-Tabletten behandeln und danach mit einem festschließenden  Deckel oder Moskitonetz vollständig abdecken (ohne Ritzen).

Wie wirken die Bti-Tabletten?

Bti ist ein biologisches Mittel (Eiweiß), das Mückenlarven vernichtet, aber anderen Tieren, Menschen und Pflanzen nicht schadet. Das Wasser kann weiter zum Gießen genommen werden. Eine der zehn Bti-Tabletten im Blister reicht für die Behandlung von 50 Litern Wasser (siehe Beipackzettel).

Funde bitte melden und abgeben!

Um Tigermückenfunde zu melden, können Sie Bilder an Christopher Huck (chrishuck@icybac.de) senden oder das Exemplar beim Bürgerservice im Innenstadtrathaus sowie im Rathaus im Stühlinger abgeben. Mehr Infos zur Tigermücke und ihrer Bekämpfung stehen auf www.freiburg.de/tigermuecke und auf www.icybac.de.

Veröffentlicht am 09. Juni 2022
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