Prävention

"Aktionswoche Alkohol" vom 16. bis 21. Mai

Junge Menschen prosten sich zu
Suchtgefahr: Mehr als 37 Prozent der Studierenden trinken regelmäßig Alkohol (Foto: iStock, View Apart)

„Einer geht noch“ ist das Motto der Aktionswoche Alkohol vom 16. bis 21. Mai. Mit vielfältigen Aktionen möchten die Stadt Freiburg und die Barmer Ersatzkasse Studierende motivieren, ihren Alkoholkonsum zu hinterfragen und sich mit dessen Risiken auseinanderzusetzen. Unter dem Hashtag #Einergehtnoch begleitet PräRIE, die Initiative zur Sucht- und Gewaltprävention der Freiburger Suchtberatungsstellen und der Stadt, die Aktionswoche online.

E-Check up, Aktionen auf dem Campus und Abschlusskonzert im Jazzhaus

Während der Woche finden Aktionen zur Alkohol-Prävention auf dem Campus statt. Studierende können außerdem über den e-Check Up to go-Alkohol, ein anonymes Online-Präventionsprogramm, ihr persönliches Risikoprofil in Bezug auf ihren Alkoholkonsum ermitteln.

Zum Abschluss der Aktionswoche findet am Samstag, 21. Mai, im Jazzhaus ein Konzert statt. Moderator Owusu Künzel (SWR, DasDing) spricht bei der Veranstaltung zunächst mit Tim Böning von der Konzertagentur „Bomber der Herzen“ über Alkoholkonsum und mentale Gesundheit in der Musikbranche. Danach begeistern das Freiburger Electropop-Duo Willman und die Berliner Popmusikerin Wilhelmine das Publikum: Authentisch, nah, mal laut, mal leise. Tickets für das Konzert im Jazzhaus gibt es im Vorverkauf und unter www.jazzhaus.de.

Aufgepasst: Während der Aktionswoche werden auf dem Campus auch Gutscheine für das Konzert verteilt. Über einen QR-Code auf dem Gutschein können sich Studierende bis zum 18. Mai anmelden und damit ihren freien Eintritt sichern. Die Veranstaltung wird auch über www.infreiburgzuhause.de gestreamt.

Vor Ort ist auch das Präventionsprojekt PräRIE, das analog wie auch digital die Alkoholprävention revolutioniert. PräRIE sensibilisiert, fragt nach, hört zu. Mehr auf www.praerie-freiburg.de.

Trinken, um Stress abzubauen

Laut einer Erhebung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung trinken mehr als 37 Prozent der Studierenden regelmäßig Alkohol, aber nur 32,6 Prozent der Auszubildenden. Die Gründe dafür sind vielfältig. Mit dem Beginn des Studiums nimmt der Stress oft zu, Alkohol wird zum Entspannen konsumiert oder als Belohnung nach einer Prüfung. Untersuchungen belegen, dass elf Prozent der Studierenden dazu neigen, bei Stress im Studium mehr Alkohol zu trinken. 29 Prozent der jungen Akademiker hatten zudem schon einmal das Gefühl, dass sie ihren Alkoholkonsum verringern sollten.

Alkoholabhängigkeit in Deutschland

Laut der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen sind 1,6 Millionen Bundesbürgerinnen und -bürger alkoholabhängig. Alkohol ist mitverantwortlich für 200 Erkrankungen. Dazu zählen psychische Störungen, Leberzirrhose, Impotenz und verschiedene Formen von Krebs. Die Schwelle zur Alkoholabhängigkeit ist erreicht, wenn ein Mensch Alkohol braucht, um sich einigermaßen wohlzufühlen. Von einem riskanten Konsum ist die Rede, wenn Frauen täglich mehr als ein Glas Bier (0,3 Liter) oder 0,1 Liter Wein trinken. Bei Männern gilt die doppelte Menge als riskant.

Veröffentlicht am 09. Mai 2022
Kommentare (0)
Kommentare abonnieren
Kommentar
Es können folgende HTML-Formatierungen verwendet werden: <b> <i> <u>