Pressemitteilung vom 16. November 2022

Start der Nachtkulturbeauftragten: Kristina Mühlbach beginnt im Kulturamt der Stadt Freiburg

„Ich bin sehr gespannt, was im Detail auf mich zukommen wird“, sagt Kristina Mühlbach an ihrem ersten Arbeitstag am Mittwoch, 15. November. Das Aufgabenprofil der ersten Nachtkulturbeauftragten der Stadt Freiburg ist sehr offen gefasst. Das ist nicht nur dem Arbeitsfeld an sich geschuldet, sondern auch der Tatsache, dass die Stelle gänzlich neu in der Kulturverwaltung geschaffen worden ist.

Die Stellenbeschreibung ist aber nicht nur für das Kulturamt und Kristina Mühlbach ein neues Vorhaben. Viele Menschen fragen sich, was eine Nachtkulturbeauftragte, die zudem noch in der Kulturförderung angesiedelt ist, denn eigentlich machen wird. Die Stelle ist nicht zu verwechseln mit der Stelle einer Nachtbürgermeisterin, die in anderen Städten als eine Art „Streetworkerin“ Abend für Abend unterwegs ist.

Die Lärmkonflikte, die zwischen Anwohnerinnen und Anwohnern und Musikclubs immer wieder aufkeimen, gehören zwar auch zum Arbeitsfeld von Kristina Mühlbach. Das heißt aber nicht, dass sie nachts vor Ort in Konflikten vermittelt. Dafür wird es zukünftig in der Stadtverwaltung beim Amt für öffentliche Ordnung die neue Abteilung „Öffentlicher Raum – Platzmanagement und Konfliktprävention“, zu der auch Nachtmediatorinnen und -mediatoren gehören werden.

Kristina Mühlbach ist vielmehr eine weitere Anlaufstelle, wenn es – insbesondere für Musikspielstätten, Musikclubs, Diskotheken und Bars – darum geht, wie sich für konkrete Konfliktsituationen Lösungen finden lassen. Ziel ist es, dass diese für Freiburgs Nachtleben wichtigen Orte erhalten bleiben und in ihrer Existenz gestärkt und anerkannt werden.
 
Ein Schwerpunkt der Arbeit von Kristina Mühlbach wird daher nicht nur sein, in einen stetigen Austausch mit den Orten der Nachtkultur zu treten und deren Perspektive, Bedarfe und Probleme kennenzulernen. Ziel ist es auch, ihre positivere Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu fördern und die Rolle und Bedeutung der Orte der Nachtkultur für das Zusammenleben in der Stadt zu stärken. Auch soll das wirtschaftliche Potential, das die Orte der Nachtkultur unbestritten haben, sichtbarer gemacht werden.

Die Nachtkulturbeauftragte steht auch für diejenigen in der Stadt als Ansprechpartnerin zur Verfügung, die sich für die Nachtkultur und ein lebendiges Nachtleben in dieser Stadt einsetzen. Dazu zählen Initiativen wie die IG Subkultur, Veranstalter von legalen Raves und Kultureinrichtungen. Kristina Mühlbach wird daher Angebote zur Vernetzung entwickeln, Ideen und Vorhaben der Akteure aufgreifen und bei Zuständigkeiten anderer Fachämter der Stadtverwaltung vermitteln. Ihre Aufgabe wird es aber auch sein, die verschiedenen Perspektiven und Interessenlagen zu analysieren und eine ausgewogene Vorgehensweise zu entwickeln.
Zugleich wird die Nachtkulturbeauftragte eine neue Schnittstelle für Veranstalter sein, die den öffentlichen Raum für im Abend- und Nachtbereich stattfindende Events, Raves und Musikfestivals nutzen wollen. Dazu zählen Beratung und Unterstützung bei der Umsetzbarkeit, insbesondere wenn es um die Zusammenarbeit mit den Genehmigungsbehörden der Stadt geht.
 
Das Büro von Kristina Mühlbach befindet sich im Erdgeschoss des Wentzingerhauses,). Dort sitzt sie gemeinsam mit Tilo Buchholz, der seit Juni als Popbeauftragter im Kulturamt arbeitet. Die Stelle der Nachtkulturbeauftragten ist mit einem Beschäftigungsvolumen von 70Prozent ausgestattet.

Veröffentlicht am 16. November 2022