Pressemitteilung vom 4. August 2022

Neuer Spiel- und Rutschenturm im Seepark eingeweiht

  • BM Haag: "Der Röhri-Spielplatz hat seine geliebte Rutsche zurück."

„Röhri“ – das ist keine kreative Wortschöpfung von Röhrenthusiasten, sondern die liebevolle Bezeichnung für den Spielplatz auf der Nordseite des Seeparks. Hintergrund: Anlässlich der Landesgartenschau 1986 wurde hier ein großer Röhrenturm gebaut. Dieser war allerdings in die Jahre gekommen und entsprach nicht mehr den aktuellen Sicherheitsvorschriften. Deshalb musste das Garten- und Tiefbauamt (GuT) diesen im vergangenen Winter abbauen. Bei einem Pressetermin konnte der neue Spiel- und Rutschturm eingeweiht werden.

Denn: Was wäre der „Röhri“ ohne Rutschenturm? Eine schnelle Lösung musste nach dem Abbau her. Seit Sommer 2021 arbeitete die Stadtverwaltung, nach Rücksprache mit den örtlichen Bürgervereinen sowie dem Kinderbüro des Jugendbildungswerk e.V., mit Hochdruck an einem neuen Spiel- und Rutschturm. Die Coronasituation verhinderte eine umfangreiche Kinder- und Jugendbeteiligung.

Der neue Spiel- und Rutschenturm bietet einiges: Die Kinder können nicht nur in den zwei langen Röhrenrutschen Spaß haben, sondern auch auf den verschiedenen Bewegungs- und Spielangeboten. Klettergriffe sowie Seil- und Netzaufstiege sorgen dafür, dass niemandem langweilig wird. Die ganz Mutigen können sich sogar in einen außenliegenden Gittertunnel wagen.

Die größte Herausforderung war, den künftigen Spielturm sicher zu gestalten. Der schöne Baumbestand und die alten Natursteine rund um den Hügel sollten erhalten bleiben, entsprachen aber nicht den modernen Fallbestimmungen. Die Lösung ist, dass die Außenhülle so gestaltet wurde, dass sie gleichzeitig als Fallschutz dient. Viele Ein- und Ausblicke sorgen dafür, dass alle Ebenen des neuen Spielturms von außen einsehbar sind und verhindern gleichzeitig, dass der Rutschturm insbesondere nachts zweckentfremdet wird.

Über das Endergebnis zeigte sich Baubürgermeister Martin Haag sehr zufrieden: „Aus technischer Sicht war das keine einfache Aufgabe. Umso glücklicher sind wir, dass wir mit dem fantasievollen Entwurf der Firma Eibe Spielgeräte eine innovative Lösung gefunden haben. Die Kinder können endlich wieder sicher rutschen und der Röhri hat seine geliebte Rutsche zurück.“

Der Entwurf der Firma Eibe konnte durch Material und Konstruktion überzeugen. Alle Pfosten und tragende Elemente sind aus Stahl gefertigt und die Holzelemente bestehen aus langlebiger Robinie.
Der Bau fing im Frühjahr 2022 an und kostete rund 140.000 Euro.

Das GuT musste den alten Turm nach einer der regelmäßigen Kontrollen im vergangenen Winter sperren und anschließend abbauen. Die Baukonstruktion hielt aktuellen Anforderungen nicht mehr stand, auch wenn über die Jahre immer wieder nachgebessert wurde. Die Rutschen waren – trotz regelmäßiger Ausbesserungen – zu brüchig. Ein zersetzender Pilz hatte Teile des Holzes befallen.

Veröffentlicht am 04. August 2022