Gelbe Säcke: Richtig befüllen, um Müll zu vermeiden

Der gelbe Sack hat gegenüber der gelben Tonne deutliche Vorteile. Das Leichtgewicht spielt neben den großen Papier-, Bio- und Restabfalltonnen eine Sonderrolle in Freiburg, da er eine platzsparende Möglichkeit zur Abfallentsorgung ist. Dank des gelben Sackes können mehr Wertstoffe recycelt werden. Der Inhalt eines einzigen defekten Abfallsacks kann aber Gehwege und Straßen verunreinigen und so zum Ärgernis für die Anwohnerschaft werden. Daher rät die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung (ASF), die gelben Säcke richtig zu befüllen und erst am Abholtag bereitzustellen. Denn häufig werden die gelben Säcke schon einige Tage vor dem Leerungstermin auf dem Gehweg bereitgestellt; dass das hauchdünne Material Außeneinflüssen nur begrenzt standhalten kann, liegt in der Natur der Sache. Gemäß Abfallwirtschaftssatzung dürfen alle Abfälle frühestens am Vorabend vor dem Abholtermin bereitgestellt werden. Damit die Säcke für Nagetiere und Vögel schwerer erreichbar sind und nicht aufgerissen werden, empfiehlt die ASF für die Lagerung auf Behälterstandplätzen zweiseitig geschlossene, über die Hausverwaltung angeschaffte Gitterwägen, welche die Säcke geschützt zusammenhalten. Diese können am Abfuhrtag einfach am Gehwegrand bereitgestellt werden.

In den gelben Sack gehören ausschließlich leere Verkaufsverpackungen wie Joghurtbecher, Milch- und Saftkartons, Konserven- und Getränkedosen, Styropor, Folien oder leere Spraydosen. Nicht-Verkaufsverpackungen wie Spielsachen aus Hartplastik, CDs, Kugelschreiberhüllen oder auch Teelichter gehören genauso wenig in den gelben Sack wie klassischer Restabfall. Diese Wertstoffe sind über den Recyclinghof oder über den Restmüll zu entsorgen. Bei richtiger Befüllung und Verzicht auf schwere Fremdstoffe ist die Reißfestigkeit der gelben Säcke völlig ausreichend. Die transparente Beschaffenheit ermöglicht zudem eine schnelle Sicht- und Gewichtskontrolle durch die Müllwerkerinnen und -werker. Fehlwürfe können so erkannt und falsch befüllte Säcke noch vor der Mitnahme aussortiert werden. Beim Umstieg auf die gelbe Wertstofftonne würde dieser Kontrollmechanismus entfallen. Vor dem gelben Sack gab es die gelbe Tonne in Freiburg. Die Erfahrungen mit der gelben Tonne zeigten, dass der Fremdstoffanteil in den Tonnen deutlich höher war. Viele Leichtverpackungen konnten dadurch schwerer sortiert werden und die für das Recycling nutzbare Wertstoffmenge wurde zudem verringert. Das Ziel der städtischen Abfallpolitik ist aber, so viele Abfälle wie möglich einer stofflichen Wiederverwertung zuzuführen und nicht zu verbrennen. Daher spricht sich die Stadtverwaltung nach wie vor für die Verwendung der gelben Säcke aus.

Veröffentlicht am 21. Juni 2022