Wasserentnahme aus Freiburger Gewässern eingeschränkt

Grundsätzlich ist das Entnehmen von Wasser aus öffentlichen oberirdischen Gewässern im Rahmen des Gemeingebrauchs in geringen Mengen zulässig. In Zeiten geringer Wasserführung gilt dies jedoch nicht. Die Stadt Freiburg hat den Gemeingebrauch in Niedrigwasserzeiten durch eine Rechtsverordnung eingeschränkt. 

Diese wurde auf der Homepage der Stadt Freiburg veröffentlicht: www.freiburg.de/ortsrecht hier unter Ziffer 13.06

Bezugsgröße für die Niedrigwasserführung für alle Freiburger Gewässer ist der Pegel der Dreisam in Ebnet. Nach dem Umbau der Pegelanlage hat sich die Bezugsgröße verändert. Der kritische Niedrigwasserstand ist jetzt bereits bei 42 cm erreicht. Da kleinere Bäche auch dann schon beinahe ausgetrocknet sein können, wenn die Dreisam diesen kritischen Wasserstand noch nicht unterschreitet, gilt zusätzlich die Begrenzung von „10 cm Wasserstand“ an der jeweiligen Entnahmestelle. Sobald der Pegelstand der Dreisam von 42 cm unterschritten ist bzw. die Wasserführung in dem jeweiligen Oberflächengewässer weniger als 10 cm beträgt, greift die Einschränkung des Gemeingebrauchs. Jegliche Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern ist dann verboten. Das Wasser für die Gärten und Grünflächen muss in diesen Zeiten aus der öffentlichen Wasserversorgung oder aus Zisternen und Regenwasserfässern entnommen werden.
Der Pegelstand der Dreisam kann unter der Freiburger Tel.Nr. 65049 abgefragt werden. Außerdem kann er im Internet unter www.hvz.lubw.baden-wuerttemberg.de/ abgerufen werden.

Auch wenn der Pegelstand von 42 cm und / oder eine Wasserführung von 10 cm noch nicht erreicht sind, ist lediglich eine Wasserentnahme in geringen Mengen erlaubnisfrei. Das Aufstauen eines Oberflächengewässers, um die Wasserführung in einem bestimmten Bereich zu erhöhen, ist generell verboten!

Veröffentlicht am 31. Mai 2022