Pressemitteilung vom 6. April 2022

Großbaustelle Hohenzollern-, Heiliggeist- und Friedhofstraße

  • Verbesserungen auf der Rad-Vorrangroute FR3
  • Mehr Barrierefreiheit und neuer Fahrbahnbelag
  • Einschränkungen für den Verkehr bis in den Herbst

Kommende Woche beginnt eine Großbaustelle an der Achse Hohenzollernstraße, Heilliggeiststraße und Friedhofstraße. Dabei wird es zu höchst unterschiedliche Arbeiten kommen. So wird hier eine wichtige Radverkehrsachse ausgebaut, die Radvorrangroute FR3 erhält hier ein zentrales Teilstück. Außerdem werden entlang des Hauptfriedhofs Abwasserkanäle umgebaut. Auch die Fahrbahn der Heilliggeiststraße wird erneuert, Übergänge für zu Fuß Gehende werden barrierefrei. Während der Arbeiten wird es Einschränkungen für den Verkehr geben. Insgesamt werden hier rund 5,7 Millionen Euro investiert, davon kommen rund 3,8 Millionen Euro aus Fördermitteln. Ein Überblick über die anstehenden Arbeiten:

Kanalarbeiten, breite Radwege, neuer Asphalt

Zunächst werden ab Mittwoch, 13. April, in einem ersten Bauabschnitt in der Friedhofstraße bestehende Abwasserkanäle umgebaut und an die neuen Stadtbahngleise angepasst. Die neuen Gleise werden wegen des Ausbaus der Stadtbahn Waldkircher Straße verlegt. Die Arbeiten betreffen Kanäle in der Friedhofstraße im Bereich der Kreuzung Kaiserstuhlstraße bis zur Einmündung der Tennenbacher Straße. Mit dem Kanalbau wird zwischen der Kaiserstuhlstraße und Konradin-Kreutzer-Straße begonnen. Die Baugruben sind mehr als fünf Meter tief, entsprechend großes Gerät kommt zum Einsatz. Der Durchgangsverkehr ist entang der Baustelle ab diesem Zeitpunkt nur noch in Richtung stadtauswärts möglich. Der Verkehr in Richtung Innenstadt wird über den Rennweg und die Stefan-Meier-Straße geleitet. Die Besucher des Hauptfriedhofs können über die Tennenbacher Straße anfahren. Für Fußgänger werden sichere Wege eingerichtet. Außerdem werden parallel Gas- und Wasserleitungen im Bereich zwischen Lortzing und Tennenbacherstraße verlegt.

Ab Dienstag, 19. April, werden zudem die Kreuzung Hohenzollern- und Heiliggeiststraße umgebaut. Hier werden auf beiden Seiten zwei Meter breite Radfahrstreifen gebaut. Dabei wird auch die gesamte Fahrbahn saniert, die in einem sehr schlechten Zustand ist. Die gesamte Asphaltdecke wird erneuert und an die aktuelle Verkehrsbelastung angepasst. Der Kreuzungsbereich und die Ampeln werden für zu Fuß gehende barrierefrei ausgestattet. Diese Umbauarbeiten erfolgen in mehreren Teilabschnitten, dabei werden keine Straßen oder Abbiegemöglichkeiten gesperrt. Allerdings werden einzelne Fahrspuren reduziert. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich August abgeschlossen sein.

Ausbau des FR3 – Verbesserungen für den Radverkehr

Am 4. Juli beginnen die Tief-, Gleis- und Straßenbauarbeiten zum Ausbau des FR3 und der angrenzenden Gehwege und Fahrbahnen entlang der Heiliggeiststraße und der Friedhofstraße. Der erste Bauabschnitt erstreckt sich in etwa ab Höhe der Kinderklinik bis zur Einmündung Tennenbacher Straße. Wegen der Bauarbeiten kann die Friedhofstraße nur Richtung stadtauswärts befahren werden. Die Arbeiten beginnen auf der östlichen Fahrbahn- und Gehwegseite. Nachdem zum 12. September die Kanalarbeiten abgeschlossen sind, beginnen im Abschnitt zwischen der Tennenbacher Straße und Konradin-Kreutzer-Straße ebenfalls die Tief-, Gleis- und Straßenbauarbeiten. Ab diesem Zeitpunkt kann die Friedhofstraße nur stadtauswärts bis zur Einmündung Tennenbacher Straße befahren werden. Eine Umleitung wird ausgeschildert. Die Zufahrt zum Friedhof von der Tennenbacher Straße aus wird dennoch möglich sein.

Hintergrund – Bedeutung des FR3

Mit den Arbeiten wird eine wichtige Lücke im FR3 geschlossen.
Die Radvorrangroute ist eine der drei Pilotrouten des Radvorrangnetzes. Sie führt zentral durch die dicht besiedelten Stadtteile Brühl/Beurbarung, Stühlinger und Haslach. Im Norden bindet sie Herdern und Zähringen sowie im Süden St. Georgen und Vauban an. Sie erschließt wichtige Ziele, etwa die Uni-Klinik, das Behörden-Areal mit Regierungspräsidium, das Arbeitsamt, das Rathaus im Stühlinger sowie Gewerbeschulen und das Gewerbegebiet Süd. Zusätzlich wird die FR3 in der Zukunft noch eine weitere bedeutsame Rolle spielen. Die Radvorrangroute wird an eine wichtige Radverkehrsinfrastruktur anschließen: den vom Land geplanten Radschnellweg RS6 (über Emmendingen - Waldkirch, Gundelfingen, Denzlingen). Dadurch hat die FR3 zugleich eine überregionale Funktion. Weitere zentrale Abschnitte des FR3 sind in den letzten Jahren bereits gut ausgebaut worden, etwa am nördlichen Ende der Escholzstraße.

Veröffentlicht am 06. April 2022