Russischer Angriff auf die Ukraine

Ein furchtbarer Tag für die Ukraine und für Europa

OB Martin Horn in einer Videokonferenz mit seinem Lemberger Amtskollegen Andrij Sadovyj
In engem Austausch: Oberbürgermeister Martin Horn im Videotelefonat mit seinem Lemberger Amtskollegen Andrij Sadovyj.

Der Angriff Russlands auf die Ukraine bereitet ­vielen Menschen weltweit, besonders aber auch in Freiburg, große Sorgen. Mit der westukrainischen Stadt Lviv (Lemberg) verbindet Freiburg seit 1990 eine intensive und ­lebendige Städtepartnerschaft. Noch vor Beginn der russischen Invasion hat Oberbürgermeister Martin Horn seinem Lemberger Amtskollegen Andrij Sadovyj die Solidarität der Freiburger Bürgerschaft versichert.

Solidarität mit Freiburgs Partnerstadt Lviv

"Wahre Freundschaft zeigt sich gerade auch in schwierigen Zeiten", betonte OB Horn, der seinem Bürgermeisterkollegen Know-how und Unterstützung aus Freiburg angeboten hat, "auch wenn natürlich klar ist, dass unsere kommunalen Möglichkeiten begrenzt sind".

Andrij Sadovyj berichtete angesichts der seinerzeit drohenden militärischen Eskalation von einer angespannten Ruhe in seiner Stadt: "Ich bin Optimist", und "alle Schwierigkeiten machen uns nur stärker", sagte das schon seit 2006 regierende Stadtoberhaupt. Selbstverständlich bereite man sich auf den Ernstfall vor, um die Energie- und Wasserversorgung sowie die medizinische Infrastruktur zu gewährleisten. Zugleich warnte Andrij Sadovyj aber auch davor, dass Russlands Präsident Putin genau 100 Jahre nach Gründung der UdSSR versuchen könnte, diese 1991 aufgelöste Union möglichst vollständig wiederzubeleben, einschließlich der Ukraine und der baltischen Staaten.

"Ein furchtbarer Tag für die Ukraine und für ganz Europa"

Am Tag des Angriffs der russischen Armee auf die Ukraine ist Oberbürgermeister Martin Horn tief erschüttert und fassungslos über die militärischen Vorgänge mitten in Europa. In einer Videoschalte mit zahlreichen Partnerstädten der westukrainischen Stadt Lviv erklärte unter anderem Oberbürgermeister Martin Horn seine tiefe Solidarität mit der Freiburger Partnerstadt:

Ich bin entsetzt über den Angriff von russischen Truppen auf die Ukraine. Das ist ein furchtbarer Tag für die Ukraine und für ganz Europa. Wir sind in Gedanken bei unseren ukrainischen Freundinnen und Freunden.

Oberbürgermeister Martin Horn

Von seinem Amtskollegen in Lviv, Andrij Sadovyj, erfuhr Oberbürgermeister Martin Horn, dass es in der Umgebung von Lviv Luftangriffe auf militärische Ziele gegeben habe. Sadovyj werde versuchen, täglich über die Lage in Lviv zu berichten. Horn versicherte Sadovyj die enge Freundschaft und Solidarität: "Gerade in der schwersten Zeiten müssen wir zusammenstehen. Wir wollen unseren Freunden helfen, so gut wir können." Bereits am vergangenen Montag hatte OB Horn mit Sadovyj besprochen, dass Freiburg bei der Beschaffung von Notstromaggregaten zum Beispiel für Krankenhäuser helfen werde. Am heutigen Donnerstag wird eine weitere Liste mit benötigten Hilfsgütern aus Lviv geschickt, damit Lieferungen in die Westukraine logistisch vorbereitet werden können.

Auch die Uniklinik trifft Vorbereitungen zur Unterstützung

Oberbürgermeister Martin Horn hat sich diesbezüglich auch mit den Regierungen von Land und Bund in Verbindung gesetzt, um Unterstützung anzufragen und sich dazu auch direkt an Außenministerin Annalena Baerbock gewandt. Auch mit der Freiburger Uniklinik werden Vorbereitungen getroffen, bei Bedarf mit medizinischem Gerät und Materialien zu unterstützen. Selbst eine perspektivische Versorgung von Verletzten wäre möglich, jedoch bleibt die Hoffnung, dass diese nicht notwendig sein werden.

Als Zeichen für Frieden und Solidarität ist am Freiburger Rathaus seit kurzer Zeit die ukrainische Flagge gehisst. Ebenso wird das Theater am heutigen Abend in blau und gelb bestrahlt.

Spenden für Lviv

Zur Soforthilfe hat die Stadt Freiburg ein Spendenkonto ­eingerichtet:
Stadt Freiburg
IBAN: DE63 680 501 010 002 010 012
Verwendungszweck: Nothilfe Lviv

Bürgerinnen und Bürger, die helfen und unterstützen wollen, können sich ab sofort unter ukraine@stadt.freiburg.de melden.

Mehr zur Städtepartnerschaft mit Lviv:

Veröffentlicht am 24. Februar 2022