Vorgeschlagene Maßnahmen

Für den Freiburger Klimamobilitätsplan werden zurzeit 15 Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit zur Reduzierung der CO2-Emissionen im Verkehrssektor sowie ihre Umsetzbarkeit bis 2030 untersucht. Zur Diskussion jedes Vorschlags gehören aber auch die damit verbundenen Auswirkungen auf die Menschen in der Stadt und der Region. Für die Auswahl dieser Vorschläge für den Freiburger Klimamobilitätsplan werden alle vorhandenen Informationen miteinander abgewogen.

Mobilitätsinfrastruktur

Radnetz ausbauen

Icon Rad

In der Stadt Freiburg wird ein Drittel aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt (Stand 2016). Auch aufgrund der immer weiter verbreiteten E-Bikes ist davon auszugehen, dass das Fahrrad in seiner Bedeutung zunehmen wird und auch vermehrt auf längeren Strecken in die Region genutzt wird.

Vorschlag :

Die Stadt Freiburg baut das Radnetz weiter engagiert und konsequent aus. Bis 2030 entstehen weitere Rad-Vorrang-Routen und erstmalig auch Radschnellwege, welche die Region mit der Stadt verbinden. Gute Radabstellanlagen in neuen Wohn- und Gewerbegebieten unterstützen die Attraktivität des Radverkehrs.

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Stadtbahn- und Busnetz ausbauen

Icon Bus und Bahn

Die Stadtbahn bildet in Freiburg das Rückgrat des öffentlichen Personennahverkehrs. Ca. 80% der Freiburger Bevölkerung leben in der Nähe einer Stadtbahnhaltestelle.

Vorschlag :

Das bereits gute Stadtbahn-Netz baut die Stadt Freiburg bis 2030 um weitere drei Strecken aus: eine Stadtbahn-Verlängerung in Littenweiler, ein Lückenschluss zwischen Fahnenbergplatz und Robert-Koch-Straße (Uni-Klinik) sowie eine Anbindung des neuen Stadtteils Dietenbach.

Zusätzlich soll das Busnetz sowohl in der Stadt Freiburg als auch, in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF), in der Region ausgebaut und neue Linienführungen eingerichtet werden. Dabei wird auch eine Verbesserung der Anbindung der Freiburger Ortsteile angestrebt.

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Park&Ride, Bike&Ride ausbauen

Icon Knoten

Die konsequente Vernetzung der verschiedenen Verkehrsmittel wird immer wichtiger, um attraktive Alternativen zur Nutzung des Autos anbieten zu können. Dabei geht es auch darum, einen Umstieg auf Bus und Bahn möglichst nahe der Wohnquartiere zu ermöglichen, wenn diese nicht selbst über eine gute ÖPNV-Anbindung verfügen. Auch in der Region sollen Pkw-Fahrten möglichst frühzeitig auf die ÖPNV-Achsen verlagert werden. Für einen einfachen und attraktiven Umstieg zwischen den Verkehrsmitteln sollen in Stadt und Region an geeigneten Stellen moderne „Mobilitätsdrehscheiben“ eingerichtet werden, an denen verschiedene Verkehrsmittel miteinander eng verknüpft werden.

Vorschlag :

Die Stadt Freiburg fördert gemeinsam mit dem Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF) die Einrichtung von Mobilitätsdrehscheiben in Stadt und Region an Haltestellen des öffentlichen Verkehrs (S-Bahn, Stadtbahn, Bus). Dort werden Abstell- und Lademöglichkeiten für Fahrräder und Autos eingerichtet (B+R und P+R), Leihfahrzeuge angeboten, Informationen bereitgestellt und Servicestellen eingerichtet.

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Fußverkehr fördern

Icon Fußgänger

Als umweltfreundlichste Fortbewegungsart wird dem Fußverkehr eine wichtige Rolle zuteil. Gemäß der Haushaltsbefragung von 2016 legen die Freiburger_innen 29% aller Wege innerhalb der Stadt zu Fuß zurück.

Vorschlag :

Die Stadt Freiburg fördert den Fußverkehr durch eine stärkere Berücksichtigung bei der Aufteilung der Verkehrsflächen. Einschränkungen der Gehwegbreiten durch parkende Fahrzeuge werden nach und nach beseitigt und die Übersicht an Kreuzungen verbessert. Zudem spielt die Barrierefreiheit eine zentrale Rolle.

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Mehr Ladesäulen schaffen

Icon Ladestation

Das Umstellen der Kfz-Flotte auf CO2-freie Antriebstechnologien (wie elektrisch angetriebene und dadurch potenziell CO2-neutral angetriebene Fahrzeuge) ist ein wichtiger Baustein zur Klimaneutralität.

Vorschlag:

Um dem erwarteten, vom Bund geförderten Anstieg von elektrisch betriebenen Pkw gerecht zu werden, unterstützt die Stadt Freiburg private Anbieter beim Aufbau von Ladesäulen im öffentlichen Raum. Konkret bedeutet das, dass sowohl einzelne Ladepunkte als auch gebündelte Stationen mit mehreren Ladepunkten gebaut werden sollen.

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VAG-Bus-Flotte elektrifizieren

Icon Fußgänger

Buslinien sind eine wichtige Ergänzung zum Stadtbahnnetz und binden die Stadtgebiete an den öffentlichen Nahverkehr an, die weiter entfernt von Stadtbahnhaltestellen liegen. Die Busse fahren im Stadtgebiet an einem Tag etwa genauso viele Kilometer wie die Stadtbahnen, werden aber aktuell noch überwiegend mit Dieselmotor betrieben.

Vorschlag :

Aufbauend auf ersten guten Erfahrungen mit Elektro-Bussen stellt die VAG ihre Busflotte bis 2030 schrittweise von Verbrenner- auf Elektro-Fahrzeuge um. Neben der Beschaffung von Elektro-Bussen ist es erforderlich, auch ein Ladedepot sowie eine Ladeinfrastruktur auf dem Betriebshof und im Streckennetz der VAG aufzubauen.

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Straßenbahn am Theater
Straßenbahn am Theater
Straßenbahn am Theater

Mobilitätsangebot

ÖPNV-Angebote ausweiten

Icon Bahn

Wenn mehr Menschen auf den ÖPNV umsteigen wollen und sollen, muss das Bus- und Bahn-Angebot erweitert und an die künftigen Kapazitäts- und Qualitätsansprüche angepasst werden.

Vorschlag :

Die Stadt Freiburg unterstützt die Umsetzung dichterer Fahrplantakte, größerer Fahrzeug-Kapazitäten, direkterer Linienführungen sowie eine bessere Abstimmung der verschiedenen ÖPNV-Angebote untereinander – sowohl in der Stadt als auch, in Zusammenarbeit mit den dort verantwortlichen Stellen, im Umland.

Auch eine Ausweitung und Weiterentwicklung neuer, flexiblerer Formen des ÖPNV soll erfolgen. Bedarfsverkehre mit Haustür-naher Bedienung werden weiter individualisiert, digitalisiert und die Buchung solcher Angebote einfacher gemacht.

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Attraktivere Preise und digitale Vernetzung der Angebote

Icon App

Um klimaschonende Mobilität attraktiver und einfacher zu gestalten, wurden in den letzten Jahren verschiedene Mobilitätsangebote des „Umweltverbundes“, also ÖPNV, Rad- und Fußverkehr, sowie moderne Sharing-Angebote (Carsharing, Bikesharing) miteinander vernetzt und es ist, z.B. in den Apps von VAG und RVF, eine gemeinsame Auskunft über die Fahrmöglichkeiten und Alternativen mit all diesen Verkehrsmitteln ermöglicht worden. Ein weiterer Schritt ist, neben einer umfassenden verkehrsmittelübergreifenden Information für Stadt und Region, auch gemeinsame Tarif-Angebote für alle Verkehrsmittel zu entwickeln.

Vorschlag :

Die Stadt Freiburg und die VAG streben an, bis 2030 ein umfassendes integriertes und einfach zugängliches verkehrsmittelübergreifendes Informations- und Buchungsangebot einzurichten. Auch die Entwicklung gemeinsamer Tarifangebote unterschiedlicher Verkehrsmittel und Anbieter sowie von attraktiven „Mobilitäts-Paketen“ wird unterstützt.

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Mobilitätsberatung und -kommunikation stärken

Icon Kommunikation

Das Mobilitätsverhalten hängt von Gewohnheiten und Einstellungen ab.. Diese unterscheiden sich von Stadt zu Stadt und von Land zu Land, Freiburg ist im Sinne einer klimaschonenden Mobilität deutschlandweit bereits weit vorne. Städte aus den Niederlanden und Dänemark zeigen aber, dass eine noch umweltfreundlichere Mobilitätskultur mit mehr ÖPNV und mehr Rad- und Fußverkehr möglich ist, verbunden mit einer sehr hohen Lebensqualität sowie vielen attraktiven Räumen und Plätzen in der Stadt.

Vorschlag :

Die Stadt Freiburg baut zusammen mit der VAG die Aktivitäten zur Kommunikation klimaschonender Verkehrsangebote sowie zur Mobilitätsberatung von Einwohner_innen und Betrieben aus. Das eingeführte „Stadt-Starter-Paket“, das Freiburger Neubürger_innen viele hilfreiche Informationen rund um alle Mobilitätsformen und das „MobilSiegel" (dieses zeichnen Unternehmen aus, die Mobilität rund um das Unternehmen klimafreundlich gestalten) werden fortgeführt und ausgebaut. In neuen Wohngebieten erfolgt eine aktive Kommunikation der dortigen Mobilitätskonzepte. Durch eine Image-Kampagne zur Fahrradbenutzung sollen weitere Potenziale für dieses CO2-freie und „sportliche“ Verkehrsmittel erschlossen werden.

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Carsharing-Angebote erweitern

Icon Carsharing

In Freiburg gibt es ein sehr gutes Carsharing-Angebot mit über 300 Fahrzeugen an über 100 Stationen. Dieses gute Angebot ist wichtig, um auch ohne privaten Autobesitz alle Mobilitätsoptionen zu haben.

Vorschlag :

Die Stadt Freiburg setzt sich für die weitere Verbesserung des Carsharing-Angebots ein und wird dessen quantitativen sowie qualitativen Ausbau aktiv unterstützen. Zudem sollen hauptsächlich emissionsfrei betriebene Fahrzeuge zum Einsatz kommen.

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Zweirad-Sharing-Angebote erweitern

Icon Rad

Ob Frelo, E-Scooter oder E-Motorroller: das Sharing-Angebot von verschiedenen Fahrrädern und anderen Zweirädern hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich erweitert. Diese flexiblen Fortbewegungsformen sind eine gute Ergänzung für das umweltfreundliche und klimaschonende Verkehrsmittelangebot.

Vorschlag :

Die Stadt und die VAG unterstützen diese innovativen Fahrrad- und Zweirad-Sharing-Angebote, indem sie weiter aktiv Kooperationen mit Anbietern eingehen und hierfür Flächen im öffentlichen Raum zur Verfügung stellen.

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Frelo Räder
Fahrkartenentwerter Straßenbahn
Schild Bewohnerparken

Regulierung der Kfz-Mobilität

Parken im öffentlichen Raum neu ordnen

Icon Parken

Derzeit ist es in weiten Teilen des Stadtgebiets üblich, den privaten Pkw kostenfrei im öffentlichen Straßenraum abstellen zu können. Der öffentliche Raum wird jedoch – gerade in den dicht bebauten Stadtgebieten – immer knapper und wertvoller, weswegen die Inanspruchnahme öffentlicher Flächen durch das Parken (den sogenannten ruhenden Verkehr) reduziert werden soll. Somit können in stärkerem Maß auch andere Nutzungen des Stadt- und Straßenraumes ermöglicht werden.

Vorschlag:

Das heute in vielen Bereichen kostenfreie Parken im öffentlichen Raum, zum Teil auch auf den Gehwegen, wird im dicht besiedelten Stadtgebiet reduziert sowie ein angemessener Preis erhoben. Um den Bedürfnissen der Bewohner_innen entsprechender Quartiere dennoch gerecht zu werden, wird das Bewohnerparken ausgeweitet. Hierbei werden die Belange von Gewerbetreibenden berücksichtigt. Die Stadt Freiburg sieht im Stadt- und Straßenraum verstärkt Nutzungen für den Fuß- und Radverkehr sowie Begrünungen/Bepflanzungen vor.

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Straßenraum sicher und umweltverträglich gestalten

Icon Straße

Viele Freiburger_innen sind hohen Lärm- und Schadstoffemissionen ausgesetzt. Die Verkehrsteilnehmer_innen wünschen sich eine höhere Verkehrssicherheit; für den Fuß- und Fahrradverkehr sind die Bewegungsräume an vielen Straßen noch recht eng.

Vorschlag :

Die Stadt Freiburg setzt sich zusammen mit anderen Städten dafür ein, künftig selbständig über die Einrichtung von Tempo 30 in ihrem Straßennetz entscheiden zu können. Wenn die Bundesregierung die Straßenverkehrsordnung anpasst, kann die Stadt diese Maßnahme deutlich vor 2030 umsetzen. Zusätzlich wird die Stadt die Straßenräume umwelt- und stadtverträglich umgestalten; den umweltfreundlichen Verkehrsarten wird bei der Gestaltung von Verkehrsnetz und Straßenräumen Vorrang gegeben. Unerwünschte Durchgangsverkehre werden – vor allem in Wohngebieten – reduziert. Einige europäische Städte haben in den letzten Jahren entsprechende Maßnahmen umgesetzt, die Freiburg als Beispiele dienen können.

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Abgesterrte Straße
Park & Ride
Straßenbahnschienen

Stadtentwicklung und Raumordnung

Siedlungsentwicklung verkehrssparend planen

Icon Sperre

Freiburg ist eine attraktive Stadt, was zu einem stetigen Zuwachs an Einwohner_innen und somit zu Bedarf an neuem Wohnraum führt. Allerdings werden, je mehr Menschen in der Stadt wohnen, auch insgesamt mehr Wege zurückgelegt – und desto stärker ist die Verkehrsbelastung im Straßen- und Verkehrsnetz.

Vorschlag :

Die Stadt sieht neue Wohnbauaktivitäten vor allem in zentralen, im ÖPNV- und Radnetz gut erschlossenen Lagen vor. Zudem plant sie alle neuen Stadtentwicklungsmaßnahmen mit einem Mobilitätskonzept (wie bereits im geplanten Wohnquartier Kleineschholz im Stühlinger und im geplanten neuen Stadtteil Dietenbach). Ziel eines Mobilitätskonzepts ist es, private Autos entbehrlicher zu machen und somit ihre Bedeutung reduzieren. Dies soll durch eine gute Anbindung an den ÖPNV, sichere und komfortabel erreichbare Fahrradstellplätze, attraktive Sharing-Angebote und ein gutes Mobilitätsmanagement erreicht werden. So soll auch der Platzbedarf für die Pkw-Abstellung deutlich verringert und andere Flächennutzungen besser ermöglicht werden.

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Gewerbeentwicklung verkehrssparend planen

Icon Industrie

Freiburg ist für Firmen ein attraktiver Standort. Mit der Ansiedlung neuer Unternehmen geht eine Zunahme an Wegen einher, die in Stadt und Region zurückgelegt werden. Um diese Wege klimafreundlicher zu gestalten, bietet die VAG im Auftrag der Stadt eine kostenlose Mobilitätsberatung für Unternehmen an.

Vorschlag :

Die Stadt wird bei neuen Gewerbeentwicklungen klimafreundliche Mobilitätskonzepte fordern, so dass das Wachstum der Arbeitsplätze möglichst wenig zusätzlichen Pkw-Verkehr auslöst. Lösungsansätze hierfür sind, ähnlich wie bei den neuen Wohngebieten, eine gute Anbindung an den ÖPNV, sichere und komfortabel erreichbare Fahrradstellplätze, attraktive Sharing-Angebote, eine reduzierte Anzahl an Pkw-Stellplätzen, emissionsfrei betriebene Fahrzeugflotten und ein gutes Mobilitätsmanagement in den Betrieben. Die Mobilitätsberatung wird von Stadt und VAG weiter angeboten.

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