Pressemitteilung vom 1. Dezember 2021

Mehr Corona-Tests für Kinder und Jugendliche: Erweiterung von Kapazitäten ausschließlich für das Poolie-Nachtestungen

SynlabTestzentrum unter Leitung des Malteser Hilfsdienstes inder Kaiser-Joseph-Straße 266 erweitert Öffnungszeiten am Abend

Ab Mittwoch, 1. Dezember, ist das Testzentrum Montag bis Freitag von 17 bis 20 Uhr nur für Poolie-Nachtestungen geöffnet

Entlastung für Eltern, Kinder und Jugendliche sowie Kinderarztpraxen

Für Kinder und Jugendliche der Stadt werden mehr Corona-Testkapazitäten bereitgestellt. Der Malteser Hilfsdienst erweitert auf Initiative der Stadt die Öffnungszeiten des Synlab-Testzentrums in der Kaiser-Joseph-Str. 266. Diese zusätzlichen Testzeiten in der Zeit von Montag bis Freitag von 17 bis 20 Uhr dienen allein der Unterstützung des Poolie-Systems an Schulen und Kindertageseinrichtungen. Denn dass die Corona-Inzidenz in der Region stetig ansteigt, macht sich auch an den  Kitas und Schulen bemerkbar. In dem städtischen PCR-Testverfahren gibt es zuletzt immer mehr positive Pools, mit der Folge, dass es entsprechend mehr Nachtestungen gibt (Details des Poolie-Verfahrens, siehe Hintergrund am Ende).

Das Testzentrum wird die zusätzlichen Testkapazitäten ab Mittwoch, 1. Dezember bereitstellen. Getestet werden ausschließlich Kinder und Jugendliche, die Mitglied eines positiven Pools sind. Ist ihr PCR-Test negativ, dürfen Sie wieder in die Schule oder die Kindertageseinrichtung. Für die Nachtestungen müssen keine Termine vereinbart werden. Es muss aber der Nachweis mitgebracht werden, dass Kinder oder Jugendliche Teil eines positiv getesteten Pools sind. Diese Ergebnisse können Eltern online abrufen.

„Wir reagieren als Stadt auf die aktuelle Lage und erhöhen die Poolie-Testkapazitäten. Wir entlasten mit dem erweiterten Testangebot Familien, die sich in der Pandemie nach wie vor in einer besonders angespannten Situation befinden. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Schulen und Kitas auch in dieser höchst angespannten Situation offen zu halten, da wir wissen, dass ein erneuter Lockdown für Kinder und Jugendliche gravierende Auswirkungen hätte.“, so Schul- und Jugendbürgermeisterin Christine Buchheit.

Bislang waren die Kapazitäten der Testzentren und der Corona-Schwerpunktpraxen ausreichend, um die Nachtestungen anzubieten. Doch der Druck auf Praxen und Testzentren wird größer. Das liegt vor allem an den steigenden Infektionszahlen und den daraus resultierenden Mehrzahl der Corona-Tests. Zeigt ein Antigen-Schnelltest ein positives Ergebnis an, besteht die Pflicht zu einer Überprüfung mit den wesentlich zuverlässigeren PCR-Tests. Nur per PCRTest bestätigte Fälle gehen in die offiziellen Statistiken ein. Die Stadt ist mit weiteren Teststellen im Austausch, um erweiterte PCR-Testkapazitäten auch in anderen Stadtteilen zu schaffen.

Bei einer Poolie-Nachtestung ist das Ergebnis im Idealfall innerhalb von 24 Stunden bekannt. Doch wegen der stark gestiegenen Zahl von PCR-Tests, kann es vorkommen, dass das Testergebnis erst am zweiten Tag vorliegt. Die erhöhten Testkapazitäten bedeuten leider noch nicht, dass es erhöhte Laborkapazitäten gibt. Auch hier sollen weitere Kapazitäten geschaffen werden, die Labore stoßen aber auf personelle und räumliche Grenzen. Kinder und Jugendliche können dann entsprechend erst einen Tag später zurück in die Kita, den Kindergarten oder die Schule. Dafür aber mit der größtmöglichen Sicherheit, dass keine Corona-Infektion vorliegt. So können Infektionsketten effektiv unterbrochen werden und die Menschen in Schulen und Kitas geschützt werden.

Nochmals: Die zusätzliche Öffnungszeit des Testzentrums dient nicht als normales Schnelltestzentrum für die breite Öffentlichkeit. Zu diesen Zeiten können sich ausschließlich Kinder und Jugendliche testen lassen, die Mitglieder eines positiven Pools waren. Sie können aber natürlich auch weiterhin zu anderen Zeiten und bei den anderen Teststellen eine PCR-Nachtestung erhalten. Es wird empfohlen, dass Kinder und Jugendliche aus positiven Pools, die keine Symptome haben, zu den Testzentren gehen. Wer Symptome einer Corona-Infektion aufweist, wendet sich hingegen am besten an eine Ärztin oder einen Arzt.

Eine Übersicht von weiteren PCR-Testmöglichkeiten gibt es hier: poolie-freiburg.de/testmoeglichkeiten. Eine möglichst aktuelle Übersicht von Testzentren für Corona-Antigen-Schnelltests gibt es hier: www.freiburg.de/testzentren

Hintergrund

Das Prinzip des Lolli-Tests ist einfach und effektiv: In Pooltests werden ganze Klassen oder Kita-Gruppen gemeinsam getestet. Wattestäbchen werden dabei wie Lollis gelutscht und anschließend gemeinsam ins Labor für die PCR-Untersuchung gegeben. Eine Klasse oder eine Kindergartengruppe bildet einen Pool, nur wenn ein Pool positiv ist, muss einzeln nachgetestet werden. Die Methode ist kindgerecht und präzise, durch das poolen werden die PCR-Tests wesentlich günstiger als Einzeltests dieser Art. Das Projekt wurde gemeinsam mit Uniklinik Freiburg und dem Gesundheitsamt entwickelt. Mittlerweile sind 63 Schulen und 190 Kindertageseinrichtungen am Pooltestverfahren beteiligt. Damit werden rund 29.000 Kinder zwei Mal die Woche mit dem sicheren PCR-Verfahren auf Corona getestet.

Veröffentlicht am 01. Dezember 2021