Neue Wiesen für mehr Artenvielfalt: Städtisches Programm fördert Biodiversität

Grüne Flächen gibt es in Freiburg einige, oft sind sie aber nicht so artenreich und vielfältig wie sie sein könnten – doch das ändert sich gerade. So gibt es noch immer viele Rasenflächen, die wenig genutzt und häufig gemäht werden. Gräser vertragen das, blütenreiche Kräuter dagegen können sich so schlecht entwickeln. Gerade sie sind aber die Lebensgrundlage für viele Insekten. Jetzt geht die Stadtverwaltung mit der Aufwertung von Wiesen und Grünflächen weiter voran.

 „Freiburg fördert die Biodiversität bereits an vielen Stellen im Stadtgebiet“, sagt Bürgermeister Martin Haag. „Die Stadt hat das Label StadtGrün naturnah in Gold erhalten. Das ist die höchste Auszeichnung bei dem bundesweiten Wettbewerb und würdigt unsere umfangreichen Anstrengungen. Vielfältiges städtisches Grün ist aber nicht nur wertvoller Lebensraum für Pflanzen und Insekten, sondern steigert auch die Lebensqualität der Menschen.“

Das Garten- und Tiefbauamt wurde im September mit dem Label „StadtGrün naturnah“ ausgezeichnet. Das Label honoriert vorbildliches Engagement in Sachen naturnahe Gestaltung der Grünflächen. Bei der Bewerbung konnte Freiburg mit vielen Maßnahmen punkten, doch die Aufwertung von Grünflächen war ein zentraler Baustein für den Goldstatus.

Artenreiche Wiesen sind Nahrungsbiotop für Bienen, Schmetterlinge und Vögel. Auf vielen Flächen im Stadtgebiet wurden artenarme bereits in vielfältige Wiesen umgewandelt, etwa im Dietenbachpark, an der Straßenbegrünung der Berliner Allee und der Matsuyamaallee. Auch dass die Magerwiesen vom Standort des neuen Stadions in den Seepark verpflanzt wurden, hat zum Erhalt wertvoller Grünflächen beigetragen.

Jetzt kommen zehn weitere Flächen mit zusammen rund 5.000 Quadratmetern dazu, etwa am Ortseingang zu Günterstal oder im Eschholzpark. Damit der Artenreichtum auf diesen Flächen schnell einzieht, werden sie umgepflügt und mit standortgerechtem Saatgut aus heimischen Kräutern und Gräsern neu angesät. Wachsen sollen hier unter anderem Wiesensalbei, Schafgarbe, Margeriten oder Glockenblumen. Einige der Kräuterarten sind sogenannte Frostkeimer, die erst keimen, wenn die Samen eine Frostperiode überdauert haben. Deshalb wurde zur Ansaat die Herbstzeit gewählt, so dass sich die Wiesen im Frühjahr 2022 voll entfalten können.

Veröffentlicht am 25. November 2021

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