Pressemitteilung vom 19. November 2021

Stadt Freiburg und Freiburger Stadtbau stoppen Pläne zu Sulzburger Straße 15-19 aufgrund gestiegener Bodenwerte und neuer Parameter

120 Mietwohnungen bleiben erhalten und sollenenergetisch saniert werden

Die Stadt und die Freiburger Stadtbau (FSB) stoppen das aktuelle Verfahren zur Umgestaltung der Sulzburger Straße 15-19. Im Verlauf der Planungen zur Sanierung und Privatisierung der FSB-Mietwohnungen in der Sulzburger Straße ist der Wert des Grundstücks mit Blick auf aktuelle Bodenwertentwicklungen stark gestiegen. Auf dieser Basis wurden die Parameter zur Schaffung von gefördertem Eigentum für Schwellenhaushalte neu berechnet. Mit Ansetzen der neuen Werte wären nun aber die Kosten für eine geförderte Eigentumswohnung derart gestiegen, dass eine solide Finanzierung des Kaufs für die angestrebte Zielgruppe der Schwellenhaushalte nicht leistbar wäre.

Aus diesem Grund haben sich in intensiven Beratungen die Stadt als Gesellschafter der FSB und die Geschäftsführung der Freiburger Stadtbau dahingehend verständigt, die Sulzburger Straße 15-19 zu sanieren und energetisch zu ertüchtigen, die Wohnungen aber nicht als Eigentumswohnungen für Schwellenhaushalte in Eigennutzung zu veräußern.

Mit dem Verkauf der Wohnungen hatten die Stadt und die FSB drei Ziele verfolgt: Haushalte mit einem mittleren Einkommen sollten in die Lage versetzt werden, zur Selbstnutzung und für ihre Altersvorsorge eine Wohnung kaufen zu können. Gleichzeitig sollte auf diese Weise die soziale Vielfalt in Weingarten gefördert werden. Mit dem Verkaufserlös sollte zudem die FSB im Rahmen des Konzeptes „FSB 2030“ finanziell gestärkt werden, um die rund 2500 Wohnungen bis 2030 aus einer wirtschaftlich stabilen Position heraus bauen zu können.

„Aufgrund der veränderten Parameter und damit der hohen finanziellen Belastung für die Käuferinnen und Käufer können wir das verfolgte Ziel leider nicht gewährleisten. Daher werden wir die 120 Mietwohnungen als solche erhalten und energetisch sanieren“, so Oberbürgermeister Martin Horn. „Unser ambitioniertes Ziel bleibt weiterhin, rund 2.500 neue Wohneinheiten in den kommenden zehn Jahren für die FSB zu schaffen. Wir sind bislang auf einem guten Weg, um diesen dringend benötigten  Wohnraum in Freiburg zu schaffen. Dafür werden wir in den nächsten Monaten zusammen mit der Freiburger Stadtbau weitere Projekte erarbeiten.“

„Wir halten daran fest, dass wir in den nächsten zehn Jahren mehr Wohnungen bauen wollen, denn Freiburg braucht diesen bezahlbaren Wohnraum“, so die Geschäftsführung der Freiburger Stadtbau, Ralf Klausmann und Dr. Magdalena Szablewska. „Das bedeutet aber auch, dass wir diese Erlöse für den Bau von weiteren Wohnungen eingeplant hatten und wir unsere Planungen bis 2030 jetzt anpassen werden.“

Das Konzept „FSB 2030“ wurde im Mai 2020 vom Gemeinderat der Stadt Freiburg beschlossen. Es sieht unter anderem im Rahmen einer Wohnbauoffensive den Bau von rund 2.500 Wohnungen bis zum Jahr 2030 vor.

Anbei der Link zum Konzept „FSB 2030“, der unter www.freiburger-stadtbau.de/fsb-verbund/downloads abrufbar ist.

Veröffentlicht am 19. November 2021

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