Wärmestube und Kältebus

Hilfe für wohnungslose Menschen in den Wintermonaten

Kleinbus des Roten Kreuzes, davor eine Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter, die Tee und Hygieneartikel verteilen.
Warme Getränke und Kleidung bringt der Kältebus in den Wintermonaten auf Freiburger Straßen. (Foto: Patrick Seeger/Stadt Freiburg)

Rund 600 Personen übernachten in städtischen Notunterkünften, 100 weitere in Unterkünften von Freien Trägern, und zwischen 50 und 100 Menschen leben auf der Straße. Um ihnen durch die kalte Jahreszeit zu helfen, hat die Stadt Freiburg zusammen mit freien Trägern ein Winterkonzept erarbeitet.

Es besteht aus zwei Bausteinen: den Wärmestuben in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe am Nachmittag und einem Kältebus des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), der abends mit warmer Suppe und Kleidung durch die Stadt fährt. Ziel ist, Wohnungslosen in diesem Winter zu jeder Tageszeit die Möglichkeit zum Aufwärmen zu bieten. Vor allem nachmittags hatte es Lücken gegeben, die jetzt geschlossen wurden.

Angebote von November bis März

  • Die "Insel" der Heilsarmee hat eine Kapazität für 34 Personen, unter Corona-Bedingungen für 20 Personen. Zusätzlich zu den regulären Öffnungszeiten am Freitag, Samstag und Sonntag von 16 bis 21 Uhr öffnet sie über den Winter bis März bei Bedarf auch montags und dienstags zwischen 15 und 18 Uhr. Mehr...
  • Das Diakonische Werk bietet die Räume in seinem Ferdinand-Weiß-Haus am Mittwoch und Donnerstag zwischen 14 und 17 Uhr an. Mehr...
  • In der Notübernachtung OASE werden die Zimmer ab 14 Uhr geöffnet, Neuaufnahmen sind ab 19 Uhr möglich. Die Teeküchen in der OASE sind von 6 bis 23 Uhr für den Tagesaufenthalt zugänglich. Weitere Infos: www.freiburg.de/oase
  • Das Ferdinand-Weiß Haus und die Pflasterstub (mehr...) bieten an Samstagvormittagen im Winter die Möglichkeit, sich aufzuwärmen, zu frühstücken und zu duschen.

Warme Getränke und Schlafsäcke

Von November bis März setzt das DRK zudem einen Kältebus ein. Er ist an Abenden mit Minus-Temperaturen zwischen 21 Uhr und 24 Uhr im Freiburger Stadtgebiet unterwegs - unter anderem im Stadtgarten, an der Leo-Wohleb-Brücke oder am Platz zwischen Synagoge und Stadtbibliothek. Je nach Bedarf werden die Zeiten im Laufe des Winters angepasst. Hilfebedürftige Menschen erhalten hier warme Getränke, heiße Suppe, Hygieneartikel Erste-Hilfe-Ausrüstung und bei Bedarf warme Kleidung, Schlafsack oder Isomatte. Bei Hinweisen auf eine akute Gesundheitsgefährdung wird der Rettungsdienst hinzugezogen.

Wer auf Obdachlose in Not hinweisen möchte, erreicht den Kältebus ab 18 Uhr unter 0761/88508 988.

Finanzierung

Um die Ehrenamtlichen der Diakonie und der Heilsarmee optimal zu unterstützen, finanziert die Stadt eine halbe Sozialarbeiterstelle, die  bei den freien Trägern angesiedelt ist. Außerdem unterstützt sie das Personal der "Wärmestube" von November bis März mit rund 13700 Euro, hinzu kommen 2000 Euro für Heißgetränke und Snacks. Das DRK erhält für den Einsatz des Kältebusses einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 5500 Euro.

Gegenfinanziert wird das Konzept u.a. über die Einwerbung von Drittmitteln. Die Stiftung des erzbischöflichen Stuhls und die Homann-Stiftung steuern je 7.500 Euro, die Stiftungsverwaltung (Armenfonds) 2.000 Euro. Darüber hinaus konnten intern, insbesondere aus dem Spendenbereich des Oberbürgermeisters sowie aus den Mitteln für besondere soziale Zwecke des Ersten Bürgermeisters, weitere Finanzierungsmitteln generiert werden.

Hilfen auf einen Blick

Das städtische Amtsblatt hat auf einer Sonderseite (1,251 MB) sämtliche Freiburger Einrichtungen und Anlaufstellen zusammengetragen, bei denen von Wohnungslosigkeit bedrohte und obdachlose Menschen Hilfe finden.

Veröffentlicht am 09. November 2021
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