Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige

Gedenkort für Drogentote neu gestaltet

Zwei Stelen mit der Inschrift "In Gedenken an alle verstorbenen drogenkonsumierende Menschen"
In Deutschland starben im vergangenen Jahr 1581 Menschen am Konsum illegaler Suchtmittel. (Foto: Patrick Seeger/Stadt Freiburg)

In Deutschland sterben jedes Jahr über tausend Menschen an dem Konsum illegaler Drogen. Daran erinnert der nationale Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige am 21. Juli. Seit 1998 findet dieser Tag in ganz Deutschland statt. Die Drogenhilfe Freiburg hat nun gemeinsam mit der Stadt den in die Jahre gekommenen Gedenkstein zwischen Cafe Extrablatt und Kaiserbrücke durch zwei neue Stelen ersetzt.

Anlässlich der feierlichen Einweihung am gestrigen Gedenktag gedachte Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach der Drogentoten und dankte der Drogenhilfe Freiburg für ihre wichtige Arbeit.

Der Platz für den erweiterten Gedenkort ist nicht zufällig gewählt: Er soll die feiernden Menschen an der Dreisam dazu anregen, über ihren Drogenkonsum nachzudenken.

10 Todesopfer in Freiburg im vergangenen Jahr zu beklagen

In Deutschland starben im vergangenen Jahr 1581 Menschen am Konsum illegaler Suchtmittel. Zusätzlich gibt es jedes Jahr 74.000 Todesfälle durch Alkoholmissbrauch und 121.000 Menschen sterben an den Folgen des Rauchens.

Freiburg steht derweil auf einem traurigen zweiten Platz in Baden-Württemberg. Im vergangenen Jahr starben zehn Menschen an den Folgen ihrer Drogenabhängigkeit – nur in Stuttgart gab es mehr Fälle (15). Als besonders gefährlich gilt Heroin: Das Opioid macht aufgrund der starken psychischen Wirkung besonders abhängig. Insbesondere der Mischkonsum, also wenn Heroin mit anderen Drogen, Medikamenten oder Alkohol eingenommen wird, kann lebensgefährlich sein.

Prävention und Hilfsangebote

Die Drogenhilfe Freiburg hilft, berät und informiert mit ihren Einrichtungen, der Jugend- und Drogenberatung DROPS sowie dem Kontaktladen, seit 30 Jahren drogenabhängigen Menschen und ihren Angehörigen über die Themen Sucht und Substanzkonsum. Die Palette an niedrigschwelligen Hilfsangeboten ist breit: Von Erstkontakten ohne Wartezeit durch tägliche offene Sprechstunde, über Krisenintervention und Schadensminimierung, Beratung zu Konsum und Ausstiegsmöglichkeiten, verschiedene Gruppenangebote, Streetwork und Prävention.

Weitere Infos: www.drogenhilfefreiburg.de

Veröffentlicht am 22. Juli 2021
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