Kinderspielplatz im Wiedehopfweg

HINTERGRUNDIm vergangenen Sommer waren im Neubaugebiet Sechszehn Jauchert in Tiengen ausreichend viele neue Häuser bezogen, dass mit dem Beteiligungsverfahren zur Spielplatzplanung begonnen werden konnte. Zahlreiche Spielplatzinteressierte trafen sich vor Ort zum ersten Beteiligungstermin und reichten auch in den darauf folgenden Wochen noch fleißig Anregungen zum neuen Spielplatz im Wunschbriefkasten des Garten- und Tiefbauamtes ein. Corona und andere „Notfälle“ verhinderten leider die eigentlich noch im Herbst vorgesehene Entwurfsvorstellung. Doch jetzt geht es „mit Vollgas“ weiter, denn die Spielplatzsaison naht…Um persönliche Kontakte zu minimieren, nutzen wir diesen Aushang, um über das Konzept zu informieren.

PLANUNGSKONZPT  Entsprechend Ihrer vielfältigen Wünsche soll auf dem knapp 980 m² Grundstück ein Spielplatz entstehen, auf dem sich alle wohl fühlen können. Kinder finden zahlreiche Angebote die ihnen ermöglichen sollen, gemeinsam Spaß zu haben, sich spielerisch zu entwickeln, auszuprobieren und an ihren Erfolgen zu wachsen. Die Spielangebote sind dabei in verschiedene Bereiche aufgeteilt, so dass sich jeder entsprechend seiner Bedürfnisse wohl fühlen kann. Gemeinsames Spiel ist aber natürlich jederzeit möglich und erwünscht.Die gesamte Fläche wird als schiefe Ebene ausgeführt (Schnitt C-C‘), da sie anders als die angrenzenden Privatgrundstücke gelegentlich auch von Pflegefahrzeugen genutzt werden muss. Ein stufiger Abschluss zur südlichen Grundstücksgrenze hin ist daher nicht möglich. Die Fallschutzbereiche müssen allerdings eben sein, damit das lose Material da bleibt, wo es hin gehört. Dadurch entstehen „Bodenwellen“ bzw. an der Sandspielfläche eine ca. 40 cm hohe Stufe, die mit Natursteinquadern abgefangen wird (Schnitt A-A‘ und B-B‘). Diese können wie gewünscht auch gleichzeitig als spielnahe Sitzgelegenheiten genutzt werden. Leichte Erdmodellierungen und eine „Durchlaufsperre“ schließen das Grundstück in Richtung Versickerungsbecken optisch ab und bieten einen zusätzlichen Bewegungsreiz. Eine geschlossene Einzäunung des Grundstücks ist nicht erforderlich, so dass die zur Verfügung stehenden Finanzmittel in die Spielplatzgestaltung fließen können. Einige geschnitzte Wiedehopfe werden als Namensgeber an verschiedenen Stellen der Spielgeräte erscheinen.

BEREICHE Im Eingangsbereich und damit am höchsten Punkt des Grundstücks wird eine großzügige Platzfläche entstehen, die Raum für nachbarschaftliche „Schwätzerle“ bei grandioser Aussicht bietet.
Außerdem startet hier die Wasserspielanlage, bei der zahlreiche Rinnen, Tische und eine Wasserwaage zahlreiche kreative Wasserläufe bieten. Die Wasserpumpe sowie die ersten Elemente auf dem Platz sind barrierefrei erreichbar.Auch die Spielkiste, für die sich bereits einige Paten gemeldet haben, findet hier nahe des Kleinkindbereichs einen Platz. Der großzügige Kleinkindbereich bietet kleinen „Sandler_innen“ viel Platz und zahlreiche Anregungen zu kreativem Spiel. Die Steinquaderreihe, die auch als Sitzstufe genutzt werden kann, hindert die Kleinsten daran, allzu leicht in Richtung Ausgang/Straße „auszubüxen“. Während in einem Teil der Fläche vermutlich regenmäßig „gematscht“ werden wird, soll ein anderer Teil das Backen trockener Sandkuchen ermöglichen. Ein kleines Spielhaus mit Sandbaustelle schafft einen schattigen Rückzugsraum. Das Mini- Vogelnest bietet den kleinsten „Wiedehopfen“ eine sanfte Schaukelvariante.
  Im geräumigen Motorikbereich stellen sich den größeren Kindern zahlreiche Herausforderungen. Beim Klettern, Hangeln, Balancieren, … kann in immer neuen Bewegungsabläufen spielerisch „trainiert“ werden. Holzpodeste, Stämme, Seile, Netze, Reckstangen und vieles mehr sorgen hierbei für interessante Abwechslung. Die große Röhrenrutsche sowie ein sogenanntes Gurtband sind wunschgemäß besondere Elemente, die es so im Stadtgebiet nicht oder nur selten gibt. Das Gurtband ist dabei eine spannende Alternative zu einem klassischen Trampolin (das bestimmt schon in vielen Privatgärten steht), bei dem das Thema „Aktion – Reaktion“ gemeinsam entdeckt und je nach Bedarf unterschiedlich dosiert werden kann. Selbst den Kleinsten oder Menschen mit Wahrnehmungsdefiziten können hiermit wertvolle Bewegungsreize ermöglicht werden. Beim Thema Schaukeln lag die Variante „Doppelschaukel mit einem Kleinkindsitz“ in der Wunschliste deutlich vorne und wird daher umgesetzt. Ein besonderer „Eltern-Kind-Sitz ermöglicht dabei auch gemeinschaftliches Schaukeln.
  Um auch dem wichtigen Thema des Freien Spiels genügend Raum zu lassen, steht im zentralen Bereich eine frei bespielbare, geneigte Rasenebene ohne sonstige Einbauten zur Verfügung. Hier kann künftig je nach Bedarf gepicknickt werden oder beim Fangen, Federball, Frisbee, Ball – oder was auch immer Energie ausgespielt werden. Wichtig wird dabei wie immer sein, auch auf die „Freiheit der Anderen“ zu achten, denn auf dem Spielplatz sollen sich schließlich alle wohl fühlen können. Wegen der zunehmend heißen Sommer wird Schatten ein immer wichtigeres Thema. Um kurzfristig Schatten zu schaffen, werden im Kleinkindbereich zahlreiche Sonnensegelpfosten in die Spielanlage integriert. Wie in Freiburg üblich können daran dann bei Bedarf temporär privat beschaffte Segel montiert werden. Abends können sie dann wieder in der von Pat_innen betreuten Spielkiste sicher verwahrt werden. Eine dauerhafte, öffentlich betreute Bespannung ist aus verschiedenen Gründen (Vandalismus, Kosten, Betreuungsaufwand) nicht möglich. Der o.g. „Deal“ funktioniert allerdings an zahlreichen Spielplätzen bereits sehr gut.
Mittelfristig sollen 10 neue, mittelkronige Bäume auf dem Spielplatz für Schatten und damit angenehme Temperaturen sorgen. Zahlreiche Blütensträucher ergänzen das Angebot und rahmen den Spielplatz in verschiedenen Bereichen ein. Für Insekten interessante Blüten bieten nicht nur optische Highlights, sondern werten die Fläche zudem auch ökologisch auf.

Kontakt

Garten- und Tiefbauamt
Fehrenbachallee 12
79106 Freiburg
Fax 0761 201-4699