Ergebnisse der Freiburg-Umfrage 2020 zum Schwerpunkt "Nachhaltige Lebensweise"

Wenn die Menschheit wartet, bis die Belastungen und Zwänge offen zutage treten, hat sie wegen der zeitlichen Verzögerungen im System zu lange gewartet.

Meadows & Meadows: Die Grenzen des Wachstums; 1972

Knapp 50 Jahre nach der Veröffentlichung der Studie „Die Grenzen des Wachstums“ im Auftrag des Club of Rome, die viele als die Geburtsstunde der Umweltbewegung ansehen, unterstützen die Freiburgerinnen und Freiburger heute mit 59 Prozent mehrheitlich die Ziele der Bewegung „Fridays for Future“. Nur 12 Prozent lehnen diese Ziele ab, 6 Prozent können dazu keine Aussage machen. Dies geht aus der jüngsten Analyse der Freiburg-Umfrage 2020 hervor, die das Amt für Bürgerservice und Informationsmanagement heute veröffentlicht. Diesmal geht es um den Themenschwerpunkt „Nachhaltige Lebensweise“.

84 Prozent der Freiburgerinnen und Freiburger sind der Meinung, dass der Klimawandel bereits heute in ihrer Stadt spürbar ist; dies ist ein signifikant höherer Anteil als im Bundesschnitt (55 Prozent). Dem steht gegenüber, dass nur 34 Prozent meinen, dass sich die Stadt bereits ausreichend für den Klimaschutz engagiert, auch wenn dieser Wert ebenfalls deutlich über dem Bundesschnitt liegt (24 Prozent).

Gleichwohl denken 70 Prozent der Freiburger Bürgerschaft, dass sie durch ihr persönliches Handeln Einfluss auf den Klimawandel nehmen können. Die Klimaschutzmaßnahme, die am weitesten verbreitet ist, ist das Einsparen von Heizenergie; 91 Prozent aller Freiburger halten den Verbrauch häufig oder immer niedrig. Ähnlich wichtig sind ihnen der Kauf langlebiger Produkte (88 Prozent) und das Fahrradfahren (85 Prozent). Der Anteil der Menschen, die sich vegetarisch (15 Prozent) oder vegan (2 Prozent) ernähren, ist in Freiburg deutlich höher als im Bundesschnitt. Einem großen Teil der Bevölkerung (62 Prozent) fällt es aber schwer, zumindest ab und zu auf Lebensmittel tierischen Ursprungs zu verzichten.

96 Prozent der Befragten finden es wichtig, regionale Erzeuger zu unterstützen, aber nur 84 Prozent kaufen zumindest häufig regionale Produkte. Diese Diskrepanz mag daran liegen, dass 32 Prozent finden, dass es zeitaufwändiger ist, regionale Produkte einzukaufen, und 17 Prozent finden, dass sie zu teuer sind.

Unter www.freiburg.de/statistischeveröffentlichungen kann die ausführliche Veröffentlichung des Amts für Bürgerservice und Informationsmanagement heruntergeladen werden.
Zusätzlich steht unter www.freiburg.de/fritz-dashboards ein interaktiver Atlas bereit, mit dem die Ergebnisse auf Ebene der Freiburger Stadtbezirke analysiert werden können.

Veröffentlicht am 04. Juni 2021

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