Umbau der Kreuzung Heinrich-von-Stephan-Straße/Freiau

Geänderte Signalsteuerung und Aufteilung der Fahrspur sollen die Sicherheit für Rad- und Fußverkehr erhöhen

In den letzten zwei Jahrzehnten haben sich leider zwei tragische Unfälle mit Radfahrerinnen an der Kreuzung Heinrich-von-Stephan-Straße/Freiaustraße ereignet. Die Stadtverwaltung hat die Unfallhergänge und mögliche Unfallursachen genauer untersucht und insbesondere Möglichkeiten gesucht, den Rad- und Fußverkehr sicherer über diese Kreuzung zu führen.

Das Hauptproblem solcher Stellen ist stets dasselbe: die Fahrlinien eines rechtsabbiegenden Kfz und eines geradeausfahrenden Radfahrers müssen sich zwangsläufig im Straßenverlauf kreuzen.

Neben Fachleuten aus dem GuT und der Polizei wurde auch ein externer Gutachter mit Expertise in der Sicherheitsforschung beauftragt. Auch die jüngsten Untersuchungen haben bestätigt, dass die bestehende Verkehrsführung den aktuellen Richtlinien und Empfehlungen zur Anlage innerstädtischer Radverkehrsanlagen entspricht und geeignet ist, den dortigen Verkehr verkehrssicher abzuwickeln. Zudem stellte sich heraus, dass die tödlichen Unfälle sehr unterschiedlich verliefen und an unterschiedlichen Stellen stattfanden; daher sind sie nicht direkt vergleichbar.

Dennoch begaben sich die beteiligten Expertinnen und Experten auf die Suche nach (auch rechtlich vertretbaren) Verbesserungen, um gegebenenfalls mit einem veränderten Straßendesign die Situation resistenter gegen Fehlverhalten von Verkehrsteilnehmern zu machen – auch wenn dafür verkehrliche Lösungen erforderlich wären, die es bislang in Freiburg noch nicht gibt.

Das Ergebnis sieht nun gleich mehrere Maßnahmen vor, die die Sicherheit für den Radverkehr und den Fußverkehr (der die Zufahrtsrampe zur B31 quert) erhöhen können. Hauptziel ist es, die sich kreuzenden Fahrwege der Radfahrer und der Kfz zeitlich zu entzerren: Rechtsabbiegende Fahrzeuge erhalten künftig eine eigene GRÜN-Phase, in der die geradeausfahrenden Fahrzeuge bei rot stehen bleiben. Zu einem anderen Zeitpunkt erhalten die geradeaus (Richtung Hauptbahnhof) fahrenden Radler und die parallel dazu gehenden Fußgängerinnen getrennt zum Rechtsabbiegeverkehr GRÜN. Dies wird durch eine geänderte Signalsteuerung der Ampelanlage und eine neue Spuraufteilung auf der Fahrbahn möglich.

Um die getrennten Grünzeiten auch für den Radverkehr zu verdeutlichen, wird ein neues, eigenes Signal als Wiederholung angebracht – auch wenn es immer synchron mit den Signalen für geradeaus fahrende Autos geschaltet wird. Diese Änderungen machen eine komplette Neuprogrammierung der Ampelsteuerung und eine Ummarkierung der Fahrspuren erforderlich.

Ergänzend wird die Markierung in der Heinrich-von-Stephan-Straße (Fahrrichtung Norden) geändert. Der Radfahrstreifen, der bisher zwischen dem Geradeaus- und dem Rechtsabbiegestreifen verläuft, verschwenkt zukünftig nach der Bushaltestelle an den Fahrbahnrand. Rechtsabbiegende Fahrzeuge kreuzen die Fahrlinie des Radverkehrs also nicht mehr hier; beide fahren bis zur Einmündung Freiau nebeneinander her. Im Kreuzungsbereich wird der neue Radfahrstreifen dann wieder an den weiteren, alten Streckenverlauf angebunden. Damit dies möglichst fahrdynamisch erfolgen kann, wird die dortige Mittelinsel baulich etwas zurückgenommen; das Garten- und Tiefbauamt hat bereits mit diesem Rückbau begonnen.

Der Umbau der Ampelanlage und die Markierungsarbeiten finden von Dienstag, 23., bis Donnerstag, 25. März, statt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 30.000 Euro.

Veröffentlicht am 10. März 2021

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