Wahlergebnisse

Freiburgs neuer Beirat für Migrantinnen und Migranten

Rote Mund-Nasen-Maske auf gelben Flyern.
15 Frauen und 4 Männer vertreten künftig Freiburger Migrantinnen und Migranten im Beirat.

Die neuen Mitglieder stehen fest: Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach präsentierte heute die Ergebnisse der Wahl des Beirats für Migrantinnen und Migranten der Stadt Freiburg, die vergangenen Sonntag coronabedingt unter erschwerten Bedingungen stattgefunden hatte. 15 Frauen und 4 Männer werden künftig Migrantinnen und Migranten in Freiburg im Beirat vertreten:

  • Miglena Hristozova
  • Thelma Basil
  • Cristabel Durán Rangel
  • Lama Sijare
  • Sofia Alemann
  • Kirstie Angstmann
  • Helena Domme
  • Olena Neumann
  • Jascha Andrew Hilkowitz
  • Lin Yin
  • Claire Désenfant
  • Mariana Vargas Ustares
  • Dianela Arroyo Fernández
  • Fedoua Hamman
  • Lúcia Rolim-Schulz
  • Nikoleta Wittmer
  • Ralph Ucheh
  • Ali Sari
  • Ardawan Abdi

Stimmenkönigin wurde Miglena Hristozova mit 613 Stimmen, vor Thelma Basil (602), Cristabel Durán Rangel (587), Lama Sijare (575), Sofia Alemann (569), Kirstie Angstmann (561) und Helena Domme (528). Aus dem bisherigen Beirat wiedergewählt wurden lediglich Olena Neumann (523 Stimmen) und Lucia Rolim-Schulz (432).

Bemerkenswert ist das Geschlechterverhältnis der Gewählten. Im neuen Beirat wird es fast 80 Prozent Frauen geben (15 Frauen und 4 Männer), während auf dem Stimmzettel noch Männer in der Mehrheit gewesen waren (29 Männer und 23 Frauen).

Beiratswahlen seit 33 Jahren

Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie war der ursprünglich auf den 24. Mai 2020 festgesetzte Wahltermin abgesagt worden, um allen potentiellen Kandidierenden die Kandidatur zu ermöglichen – der Lockdown hätte dies verhindert.

52 Kandidierende hatten sich um die 19 Sitze beworben, das waren deutlich mehr als bei der Vorgängerwahl 2015. Damals standen 28 Freiburgerinnen und Freiburger auf dem Stimmzettel.

Viele Städte haben einen Beirat, aber nur die wenigsten lassen ihn wählen. Freiburg geht hier seit 33 Jahren einen anderen Weg und hält bis heute an der Urwahl dieses gemeinderätlichen Gremiums fest. Seine demokratische Legitimation ist ein hohes Gut. Uns ist wichtig, dass jede und jeder mit Interesse an einer Kandidatur sich dem fairen demokratischen Wettbewerb mit anderen stellen kann.

Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach

31.485 Personen waren wahlberechtigt, so viele wie noch nie. Fünf Jahre zuvor lag diese Zahl noch bei 26.670; das waren 4815 weniger als diesmal.

Rekord-Wahlbeteiligung trotz Corona

Ein neuer Rekord war auch bei der Zahl der Wähler zu verzeichnen. Mit 2080 haben fast dreimal so viele Wahlberechtigte an der Wahl teilgenommen als 2005. Die Wahlbeteiligung betrug 6,6 Prozent und lag damit mehr als doppelt so hoch als bei der Vorgängerwahl, obwohl noch am Vortag der Wahl weitere Kontaktbeschränkungen verkündet wurden, die möglicherweise etliche Wahlberechtigte vom Gang an die Wahlurnen abhielten.

Gewählt wurde – mit einem strengen Corona-Hygienekonzept zum Schutz der Wahlhelfenden und der Wählenden – in vier Wahllokalen. Der Briefwahlanteil betrug 58,8 Prozent.

Alle Details zum Nachlesen

Alle weiteren Details zu dieser Beiratswahl sind einer achtseitigen FR.ITZ-Kurzanalyse zu entnehmen, die die Statistikabteilung im Amt für Bürgerservice und Informationsmanagement erstellt hat. Nachzulesen ist sie auf www.freiburg.de/wahlen.

Weitere Infos: www.migrantenbeirat-freiburg.de

Veröffentlicht am 15. Dezember 2020
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