11,5 Millionen Euro Planungsmittel

Dietenbach bekommt eine Schule für Alle

Für Gerda Stuchlik schließt sich ein Kreis: Zu Beginn ihrer Tätigkeit als Schulbürgermeisterin weihte sie vor 23 Jahren im Rieselfeld eine Schule ein, die für einen neu gebauten Stadtteil noch ohne Schul-gemeinschaft und -leitung geplant wurde. Zum Ende ihrer Dienstzeit hat sie jetzt die Planungen für ein ganz ähnliches, aber weit umfassender dimensioniertes Projekt im Dietenbach auf den Weg gebracht.

„Das wird keine Schule, wie wir sie kennen“, macht Schulamtsleiter Herrmann Meier auf der Pressekonferenz deutlich. Als Gemeinschaftsschule mit Sekundarstufe und gymnasialer Oberstufe wird sie alle Schulabschlüsse ermöglichen – und mit inklusivem Unterricht alle Kinder des Stadtteils aufnehmen. „Das wird eine Schule für alle“, so Gerda Stuchlik.

Rund 1500 Schülerinnen und Schüler werden die Schule im Endausbau besuchen, wobei „Schule“ nicht mehr in dem Sinn zu verstehen ist wie es heute üblich ist. Klassenzimmer im herkömmlichen Sinn wird es kaum noch geben. Modernes Lernen in Clustern und Lerngruppen braucht viele kleinere Räume, aber auch größere, wo als „Marktplatz“ Wissen ausgetauscht und präsentiert werden kann. Für die gymnasiale Oberstufe muss das Gebäude eher einer universitären Umgebung gleichen – auch hier wird individualisiertes Lernen großgeschrieben.

Der neue Schulcampus wird auf einem 34 000 Quadratmeter großen Grundstück gebaut. Dort soll eine sechs- bis siebenzügige Grundstufe entstehen, außerdem eine vierzügige Sekundarstufe und eine zweizügige gymnasiale Oberstufe. Auf dem Campus soll auch ein Kinder- und Jugendtreff integriert werden. Baubeginn soll 2026 sein, ab dem Schuljahr 2027/28 könnten in Dietenbach die ersten Kinder unterrichtet werden. „Sehr ambitioniert“ nannte Gerda Stuchlik diesen Zeitplan, der sich aber mit den Planungen des Baubürgermeisters deckt: Ende 2025 könnten die ersten Häuser im Dietenbach fertig sein.

Der Gemeinderat berät am 8. Dezember über das Thema. Vorgesehen ist der Grundsatzbeschluss für den Bau der Schule sowie die Genehmigung einer Planungsrate von 11,5 Millionen Euro, die die Ausarbeitung einer Entwurfsplanung mit Kostenrechnung einschließlich der Wettbewerbs- und Vergabekosten beinhaltet. Das Gesamtprojekt wird derzeit – mit sehr dickem Daumen – auf mindestens 100 Millionen Euro geschätzt.

Veröffentlicht am 20. November 2020
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