"Erinnere Dich"

Bronzenes Band umrahmt den Synagogenbrunnen

Zielsetzung: Synagogenbrunnen als Ort der Erinnerung deutlicher wahrnehmbar zu machen sowie ein respektvolles und angemessenes Verhalten am Synagogenbrunnen herbeizuführen

Modell der Synagoge soll Ende November installiert werden

Der Synagogenbrunnen ist ein Ort des Erinnerns an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus. Der Platz der alten Synagoge, an dem der Brunnen liegt, ist aber auch ein stark frequentierter, attraktiver urbaner Platz.

Weil immer wieder Menschen den Brunnen zum Baden benutzen, wurden nach der Eröffnung des Platzes im November 2017 zwei Informationsstelen aufgestellt, die über die frühere Synagoge informieren und um angemessenes Verhalten bitten. Weil diese Maßnahme nicht ausreichte, wurden in einem umfassenden Abstimmungsprozess ergänzende bauliche und organisatorische Maßnahmen entwickelt, die der Gemeinderat im Mai 2019 beschlossen hat. Die organisatorischen Maßnahmen werden seitdem umgesetzt ebenso wie bereits im Sommer 2019 Piktogramme mit Verhaltenshinweise am Brunnen installiert wurden. Hier wird etwa angemahnt, keinen Müll in den Brunnen zu werfen oder den Brunnen nicht zu betreten.

Mit dem Zonierungsband kommt nun ein weiterer Teil der ergänzenden baulichen Maßnahmen zur Ausführung.

Das insgesamt 96 Meter lange bronzene Band liegt in einem rechteckigen Rahmen mit 2 Meter Abstand zu den Außenkanten um den Brunnen. Das gut sichtbare Zonierungsband, das nachts beleuchtet werden soll, bildet dabei bewusst nicht den genauen Grundriss der Synagoge ab, wie dies beim Brunnen der Fall ist. Das reliefartige Band stammt aus einer Kunstgießerei. Auf dem Band sind die Worte „Erinnere Dich“ in acht Sprachen zu lesen, nämlich auf Deutsch, Hebräisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Arabisch und Russisch.

Des Weiteren soll eine digitale Infostele errichtet werden. Voraussichtlich wird dies im ersten Halbjahr 2021 geschehen.

Außerdem soll ein bronzenes Modell der Synagoge den Gedenkbrunnen ergänzen. Das Modell ist bereits angefertigt und wird vermutlich Ende November installiert. Auf dem Sockel des Modells wird die Inschrift zu lesen sein: „Denn mein Haus wird ein Haus des Gebets für alle Völker genannt werden, Jesaja 56,7". Diese Inschrift wird in vier Sprachen zu lesen sein, Deutsch, Hebräisch, Englisch und Französisch. Das Zitat stand in ähnlicher Form an dem Eingang der alten Synagoge.

Die Synagoge wurde in der Reichspogromnacht, am 9. November 1938 zerstört. Auf der Stele neben dem Gedenkbrunnen heißt es dazu: „Die Zerstörung der Synagoge markiert den Übergang von der Entrechtung und Diskriminierung der jüdischen Mitmenschen zur Verfolgung und zum Holocaust.“

Veröffentlicht am 06. November 2020

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