Suchtprävention

Stadt bietet Fortbildung als Peer-Berater_in

Suchtprävention ist für die Stadt Freiburg ein wichtiges Anliegen. Der jetzt abgesagte, erste alkoholfreie Weihnachtsmarkt hätte in dieser Hinsicht ein Leuchtturmprojekt in Sachen Vorbildfunktion werden können.

Schließlich ist die Wahrscheinlichkeit umso höher, in keiner Phase des Lebens Schwierigkeiten mit dem eigenen Alkoholkonsum zu bekommen, wenn man in jungen Jahren einen bewussten Umgang damit erlernt. Dieses Ziel verfolgt die Stadt Freiburg seit vielen Jahren gemeinsam mit den vor Ort vertretenen Suchtberatungsstellen im Rahmen des Projekts PräRIE. Das Kürzel steht für Prävention, Relaxation (also Entspannung der Lage in der Innenstadt) sowie Intervention (Eingreifen) und Evaluation (Auswertung).

Weiterbildung und Nebenjob

Nach der Devise "Engagement ist die beste Prävention" setzt PräRIE auf Jugendbeteiligung und Kreativität. Eine wesentliche Rolle spielt dabei der Peer-to-Peer-Ansatz. Sein Grundgedanke: Gleichaltrige lernen voneinander und tauschen Erfahrungen aus. Dafür bietet das städtische Amt für Soziales und Senioren regelmäßig eine fünftätige Ausbildung zur Peer-Beratung an, die sich vor allem an Studierende der Fächer Soziale Arbeit, Pädagogik, Sozialwissenschaften oder Psychologie richtet und in den Studiengängen teilweise auch als Fortbildung angerechnet werden kann.

Die Ausbildung stärkt aber nicht nur die fachliche Kompetenz, sondern ist die Eintrittskarte für einen abwechslungsreichen, interessanten Nebenjob, der sich gut ins Studium integrieren lässt. Die Peer-Beraterinnen und -berater gehen dann jeweils an Wochenenden (Freitag oder Samstag) etwa von 19 bis 24 Uhr bevorzugt auf Jugendliche und junge Erwachsene zu und bieten Raum für Gespräche rund um das Thema Alkohol.

Aufklärung statt Belehrung

Bei Einsätzen sind sie stets in Teams unterwegs, in der Straßenbahn oder zu Fuß in der Innenstadt. Eine professionelle Fachkraft mit Erfahrungen im Suchthilfebereich oder in der Suchtprävention steht ihnen bei Fragen zur Verfügung. Im Vordergrund steht nicht die Belehrung des Gegenübers. Bei Interesse wird aber gerne an professionelle Hilfe vermittelt.

Die nächste Ausbildungsrunde findet Anfang November statt, ist aber bereits weitgehend ausgebucht. Dennoch können sich Interessierte bei der Koordinationsstelle Kommunale Suchtpolitik (Nora Elfgang, Tel. 0761/201-3834, nora.elfgang@stadt.freiburg.de) melden und näher informieren.

Weitere Infos gibt es auf www.praerie-freiburg.de oder www.instagram.com/praerie_freiburg

Veröffentlicht am 21. Oktober 2020
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