Theater Freiburg

Spielzeiteröffnung mit vier Premieren

Ein Mann mit Anzug, Bart und langen Haaren schaut nachdenklich in die Luft. Im Hintergrund ist eine Statue von einer Frau die ein Kleinkind hält.
Foto: Paul Leclaire

Am kommenden Wochenende, den 25. und 26. September, eröffnet das Stadttheater die Spielzeit 2020/21. Mit der Tanzperformance One One One, dem Familiendrama Elektra, dem Naturtheaterstück Walden und dem Musiktheater Stabat Mater stehen gleich vier Premieren auf dem Programm.

Vorhang auf, Bühne frei

Mit Gastregisseuren und Gastregisseurinnen aus Polen und der Ukraine, einem Berliner Naturtheaterstück sowie einem internationalen Gastspiel bietet das Stadttheater ein ebenso abwechslungsreiches wie spannendes Wochenendprogramm an. Los geht’s am Freitag, 25.9., um 17.30 Uhr auf dem Theatervorplatz mit One One One, einer kostenlosen und einmaligen Tanzperformance von Ioannis Mandafounis. Alle Interessierten können auf einem Stuhl Platz nehmen – die Tänzerinnen und Tänzer bewegen sich bei jeder Aufführung speziell für diese eine Person. Eine zusätzliche Aufführung findet am Samstag, 26.9., um 18 Uhr auf dem Theatervorplatz statt.

Familiendrama Elektra

Mord, Affären und Rache: Was nach dem neusten Blockbuster im Kino klingt, ist eine Tragödie aus der griechischen Mythologie von Sophokles: Weil Agamemnon, der Herrscher von Mykene, seine Tochter Iphigenie für das Kriegsglück der Griechen den Göttern opfert, wird er von seiner eigenen Frau Klytaimnestra und ihrem Geliebten kaltblütig erschlagen. Die zweite Königstochter Elektra schwört Rache für ihren ermordeten Vater und fordert Gerechtigkeit nach dem alttestamentarischen Prinzip „Auge um Auge und Zahn um Zahn“. Ihre Schwester und die dritte Königstochter im Bunde, Chrysothemis, ist von ruhigerem Gemüt, bereit zu verzeihen und fordert Vergessen. Die junge polnische Regisseurin Małgorzata Warsicka stellt in ihrem Regiedebüt die drei starken Frauen, ihre unterschiedlichen Weltanschauungen und Verhaltensmuster ins Zentrum ihres zeitgenössisch interpretierten Klassikers. Wird es einen Ausweg aus der Gewaltspirale geben?

Tanzperformance Walden

Berliner erklären Freiburgern den Wald, oder: die Truppe von „Showcase Beat Le Mot“ ist in der Stadt – besser gesagt am Mundenhof – und zeigt die Waldperformance „Walden“. In diesem abendfüllenden Naturtheaterstück zeigen sie schonungslos, wie der Mensch den Wald zur Sache degradiert und ihn infolge von Kolonialisierung sowie industrieller Revolution in den letzten 500 Jahren zerstört hat. Und aktueller könnte das Stück nicht sein: Während in Kalifornien einer der schlimmsten Waldbrände dieses Jahrtausends wütet, will Showcase Beat Le Mot die Sinne für Natur- und Waldschutz schärfen. Für die Umsetzung werden keine technische Mittel und Medien benutzt, die Generatoren, Strom oder Starkstrom benötigen.

Musiktheater Stabat Mater

Auf persönliche Einladung von Intendant Peter Carp inszeniert der international renommierte ukrainische Regisseur Andriy Zholdak „Stabat Mater“. Das Stück basiert auf dem gleichnamigen mittelalterlichen Gedicht, in dem die Mutter Jesu den Schmerz ihres gekreuzigten Sohnes beweint. Giovanni Battista Pergolesis Vertonung der „schmerzensreichen Mutter“ verleiht dem Leiden der heiligen Maria einen überraschend opernhaften Duktus.

Weitere Informationen sind unter www.theater.freiburg.de zu finden.

Veröffentlicht am 24. September 2020
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