Aufruf

Städtische Museen suchen Objekte für Kolonialismus-Ausstellung 2021

Die Folgen des Kolonialismus und seine Verflechtungen waren lange Zeit ein gesellschaftliches Tabuthema. Nun wird es endlich aufgearbeitet – auch in Freiburg. Die Städtischen Museen planen deshalb für das kommende Jahr eine Kolonialismus-Ausstellung – und sind auf die Hilfe der Bürgerinnen und Bürger angewiesen, die möglicherweise interessante Exponate besitzen.

Mit der Entdeckung Amerikas 1492 durch Christoph Kolumbus beginnt das Zeitalter des Kolonialismus: Europäische Mächte, allen voran Spanien und Portugal, später dann auch die Niederlande, Großbritannien, Frankreich und das deutsche Kaiserreich, gründeten zahlreiche Kolonialreiche in Übersee. Damit einher ging die Verbreitung der Rassenideologie und rassistischer Denkmuster.

Auch Freiburg war in die deutsche Kolonialpolitik eingebunden. Deshalb planen die städtischen Museen im kommenden Jahr die Ausstellung „Kolonialismus – Gestern? Heute!“. Hierfür werden Ausstellungsobjekte gesucht. Wer Gegenstände, die in Verbindung mit dem deutschen oder europäischen Kolonialismus stehen, zu Hause aufbewahrt und diese als Leihgaben für die Ausstellung zur Verfügung stellen möchte, kann sich an die Projektleiterin Beatrix Ihde wenden (beatrix.ihde@stadt.freiburg.de, Tel. 0761/201-2546).

Gesucht werden zum Beispiel Bilder, Briefe und Briefmarken, Bücher, Post- oder Landkarten. Auch wer persönliche oder familiäre Bezüge zum Thema Kolonialismus hat und diese teilen möchte, ist eingeladen, sich zu melden.

Veröffentlicht am 16. September 2020