Erinnerung an die Namensgeberin der Gertrud-Luckner-Gewerbeschule

„Haltestelle“ in neuem Licht: Stadtverwaltung saniert Kunstwerk von Richard Schindler am Berufsschulzentrum Bissierstraße

„Dieses Bauwerk dient in Würde, Achtung und Respekt dem Gedenken an Gertrud Luckner“: Das steht auf der Gedenktafel in dem begehbaren Kunstwerk „Haltestelle“ von Richard Schindler. Mehrfach wurde es in der Vergangenheit zur Zielscheibe von Vandalismus. Nun hat das Gebäudemanagement (GMF) es in neunmonatiger Bauzeit aufwändig saniert.

Seit kurzem ist es vollständig wiederhergestellt. In Abstimmung mit dem Künstler hat das GMF eine Beleuchtung installiert. Mit Einbruch der Dämmerung erhellt sie den Innenraum mit indirektem Licht. So werden Einblicke möglich, die zu einem besseren Verständnis des Kunstwerks und damit – so die Hoffnung – auch zu einem wertschätzenderen Umgang damit führen sollen. Neue Glaswände, Bänke und Bilder und die Überarbeitung der Wandflächen, des Bodens und der Stahlkonstruktion haben 60.000 Euro gekostet.

Im Jahr 1995 war die „Haltestelle“ als Sieger aus einem Wettbewerb zu Kunst am Bau hervorgegangen. Im Laufe der Zeit erlitt sie aber immer mehr Beschädigungen. Unbekannte entfernten die Bänke, beschmierten die Bilder, zerkratzten die Wände und zerschlugen die Glasscheiben, die den Innenraum zu beiden Seiten der Haltestelle abschlossen. Zuletzt hatte der Bau, der seine Wirkung als Kunstwerk ohnehin erst auf den zweiten Blick offenbart, verwahrlost gewirkt.

Veröffentlicht am 20. Juli 2020

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