Ein Stück Kalifornien in Freiburg: Im Dietenbachpark ist einer der größten und modernsten Skateparks im Land entstanden

Ein Paradies für Kickflip, Hippie Jump und Ollie: Heute hat die Stadt Freiburg den neuen Skatepark im Dietenbachpark an die Freiburger Skaterszene übergeben. Zusammen mit der seit 2015 bestehenden Anlage bietet Freiburg nun einen der größten und fortschrittlichsten Skateparks in Deutschland.

Die neue Anlage ist durch ihre Weitläufigkeit und die Anordnung der Elemente für viele Skater und Skaterinnen gleichzeitig befahrbar. Anfänger und Profis finden auf einer Fläche von 1.500 Quadratmetern maximale Anreize und riesigen Fahrspaß. Dazu zählen etwa 500 Quadratmeter mit Skate-Elementen, 90 Meter Rutschkanten (Ledges), 42 Meter Beckenrandsteine (Pool Coping) sowie 15 Meter Skategeländer. Insgesamt sind rund 250 Kubikmeter Beton in den Ausbau geflossen, die von Hand geglättet wurden. Gemeinsam mit der seit 2015 bestehenden Anlage beträgt die gesamte Skatefläche nun 2.400 Quadratmeter.

Neben seiner Größe beeindruckt der Skatepark vor allem durch seine Lage und die inspirierende Architektur. Das Garten- und Tiefbauamt hat die künftigen Nutzerinnen und Nutzer bei beiden Bauabschnitten eng miteinbezogen. Bei der jetzt beendeten Erweiterung zeigte sich erneut, wie stark die Szene in Freiburg ist und wie groß der Bedarf für eine anspruchsvolle Anlage.

Möglich wurde das Projekt vor allem durch Spenden und die breite Unterstützung der Stadträtinnen und Stadträte, wie Oberbürgermeister Martin Horn betont: „Dass wir der Skaterszene hier ein modernes, cooles und sportliches Zuhause schaffen konnten, verdanken wir vor allem dem Engagement des Gemeinderates sowie der Eugen-Martin-Stiftung, die das Projekt großzügig bezuschusst hat. Auch der unermüdliche, lange Atem der Freiburger Skater hat sich mehr als ausbezahlt: Hierfür bedanke ich mich ausdrücklich bei allen, die mitgewirkt haben.“

Auch Baubürgermeister Martin Haag freut sich über den erfolgreichen Abschluss des Projekts: „Nach dem ersten Bauabschnitt 2015 stand eine Erweiterung zunächst auf wackligen Beinen. Umso schöner ist es, nun hier zu stehen und zu sehen, dass uns durch den tatkräftigen Einsatz aller Beteiligten ein so toller und großflächiger Ausbau gelungen ist.“

Das Highlight des neuen Parks befindet sich im oberen, nördlichen Teil: Zusammen mit dem Verein Skateboarding Freiburg ist es gelungen, eine Bauskizze des legendären, aber mittlerweile abgerissenen Arto Saari Bowls in Kalifornien zu beschaffen. Eine gespiegelte Variante dieses für die USA typischen, abgerundeten Swimmingpools wurde nun zur Freude aller Beteiligten in der neuen Anlage verwirklicht – und zwar im Originalmaß. Das moderne Skateboarding hatte in solchen Backyard-Pools seinen Ursprung.

Eine „Street Section“, die einer öffentlichen Straße nachempfunden ist, läuft entlang der gesamten Anlage von Osten bis zum südlichen Eingang. Sie beinhaltet bekannte Elemente aus dem Straßenraum wie Treppen, Geländer und Bürgersteigkanten. Der westliche Teil der Anlage ist als „Flowpark“ konzipiert: Straßenobjekte sind mit organischen Formen und typischen Skate-Elementen wie Quarterpipes und Banks kombiniert und ermöglichen so perfekte Bahnen für Fahrspaß ohne Schwungverlust. Die verschiedenen Elemente sind sehr abwechslungsreich gestaltet und bieten damit Anreize sowohl für einfache wie auch anspruchsvolle Touren und Tricks.

Rückblick:
Bereits zu Beginn der 2000er Jahre hatte die Freiburger Skaterszene den Wunsch an das damalige Gartenamt herangetragen, im Dietenbachpark eine legale Skateanlage zu bauen. 2009 übergab die Initiative Skatement, zu der sich die Skater und Skaterinnen inzwischen zusammengeschlossen hatten, eine Liste mit 2.232 Unterschriften für einen Skatepark an die Stadt – mit Erfolg: Nachdem die Eugen-Martin-Stiftung 2011 ihre Unterstützung für das Projekt zugesagt hatte, begann die Prüfung geeigneter Flächen. Insgesamt wurden fünf verschiedene Standorte unter die Lupe genommen. Auch auf der Onlineplattform des Beteiligungshaushalts fand der Wunsch nach einem Skatepark über Jahre hinweg Unterstützung.

Im November 2014 rollten dann die Bagger im Dietenbachpark für den ersten Bauabschnitt. Die künftigen Nutzer wurden eng an den Planungen und Bauarbeiten beteiligt. Im Mai 2015 konnten die Skaterinnen und Skater den Platz dann für sich erobern. Die Kosten für diesen Bauabschnitt betrugen rund 200.000 Euro, 90.000 Euro davon übernahm die Eugen-Martin-Stiftung.

Die Initiative Skatement schloss sich in der Folge zum eingetragenen Verein Skateboarding Freiburg zusammen und engagierte sich weiter für den Ausbau. Dieser wurde 2019 zunächst erfolglos ausgeschrieben. Nachdem sich der Gemeinderat und die Eugen-Martin-Stiftung bereit erklärt hatten, die finanziellen Mittel jeweils aufzustocken, konnten die Arbeiten jedoch Anfang dieses Jahres starten. Die Kosten des zweiten Bauabschnitts liegen bei insgesamt 570.000 Euro. Die Summe beinhaltet neben dem Rückbau der Asphaltflächen und der Erweiterung der Skateanlage auch die Begrünung, Erdarbeiten und Architekturleistungen. Die Eugen-Martin-Stiftung hat den Ausbau mit einer weiteren Spende von 140.000 Euro unterstützt.

Veröffentlicht am 19. Juni 2020

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