Schulen

Bewegung in der Freiburger Bildungslandschaft

Mit gleich drei bedeutenden Botschaften traten vergangene Woche Schulbürgermeisterin Gerda Stuchlik und Schulamtsleiter Hermann Meier vor die Presse. Dabei informierten sie über die Planungen für ein neues sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ), die Erweiterung des Berthold-Gymnasiums sowie eine neue weiterführende Schule am Tuniberg. Zwei der drei vorgestellten Projekte wird der Gemeinderat in dieser Woche beraten.

Am Berthold-Gymnasium sieht die Verwaltung Potenzial für einen Erweiterungsbau. Auch ein zusätzliches sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum von Stadt und Landkreis sind angedacht. Am Tuniberg soll es nach dem Willen der Stadtverwaltung bis 2031 ein neues Gymnasium geben. (Foto: A.J. Schmidt)

Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum

Vermeintlich einfach, im Detail, aber doch kompliziert ist das zusätzliche SBBZ, das Stadt und Landkreis gemeinsam planen. Der Bedarf ist vorhanden, doch sowohl politisch als auch in der Elternschaft sind sonderpädagogische Einrichtungen umstritten. Die einen loben ihre fachliche Ausrichtung, die eine optimale Förderung der Kinder ermöglicht. Andere wünschen die inklusive Beschulung in Regelschulen. Doch nach intensiven Beratungen sieht Stuchlik im Gemeinderat jetzt die Bereitschaft, beide Wege zu gehen: mehr Inklusion, aber auch ein SBBZ-Neubau im Landkreis, an dem sich die Stadt mit fünf Millionen Euro beteiligen soll. Diese Woche entscheidet darüber der Gemeinderat.

Erweiterung des Berthold-Gymnasiums

Für viele überraschend kommt die Ankündigung der Verwaltung, das Berthold-Gymnasium (BG) im Freiburger Osten um zwei Klassenzüge zu erweitern. Die Erklärung: Weil bis 2030 die Zahl der Gymnasiasten von derzeit knapp 7000 auf über 9000 steigen wird, ist ein erheblicher Mangel an Unterrichtsräumen absehbar. Um schnell zusätzliche Kapazitäten zu schaffen, bietet sich dafür die Erweiterung eines bestehenden Gymnasiums an – und nur am BG gibt es dafür ausreichend Platz.

Der Anbau, für den ein Architektenwettbewerb geplant ist, soll nach heutigem Stand etwa 22,5 Millionen Euro kosten. Eine erste Planungsrate über 500000 Euro ist bereits im Haushalt enthalten. Über die endgültige Genehmigung des Vorhabens entscheidet der Gemeinderat in seiner Sitzung in dieser Woche. 2025 könnten die ersten Schülerinnen und Schüler in die neuen Räume ziehen.

Gymnasium am Tuniberg

Selbst mit der Erweiterung des BG und der im neuen Stadtteil Dietenbach geplanten Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe kann der Bedarf in Freiburg aber noch nicht gedeckt werden. Die Stadtverwaltung schlägt dem Gemeinderat daher vor, am Tuniberg bis 2031 ein neues Gymnasium zu bauen. Eventuell kommt dafür auch eine gemeinsame Trägerschaft mit dem Landkreis infrage, dann könnte diese Schule sogar größer als die derzeit geplanten zwei Züge werden.

Für einen Neubau am Tuniberg gibt es gute Gründe. Seit 2018 gibt es dort gar keine weiterführende Schule mehr, so dass alle Tuniberg-Kinder teils beträchtliche Strecken zurücklegen müssen. Außerdem gibt es genug Platz für einen Schulneubau – und steigende Bevölkerungszahlen. Einen Standort für die neue Schule gibt es aber noch nicht – der soll im Zuge des Rahmenplans Tuniberg gefunden werden.

Weitere Infos zur Gemeinderatssitzung am 26. und 27. Mai.

Veröffentlicht am 25. Mai 2020
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