Spendenaktion zur Restaurierung des Unterlindenbrunnens

Arbeiten am neubarocken Unterlindenbrunnen beendet

Geschäftsanlieger, Bürgerverein und Stiftung der Bürgerschaft der Sparkasse engagierten sich für den Brunnen

BM Haag: „Durch das Engagement der Spenderinnen und Spender können wir jetzt das markante Denkmal an Unterlinden in neuem Glanz bewundern.“

Der neubarocke Unterlindenbrunnen mit Marienstatue war 1890 durch den berühmten Freiburger Bildhauer Julius Seitz geschaffen worden. Er ist seitdem ein Blickfang in der nordöstlichen Altstadt. Durch das Engagement von Geschäftsanliegern, Bürgerverein und der  Stiftung der Bürgerschaft der Sparkasse konnte das Garten- und Tiefbauamt das Denkmal in den vergangenen Wochen restaurieren. Die Arbeiten hatte die obere Denkmalbehörde genehmigt.

Auf Initiative des ehemaligen Geschäftsanliegers Jürgen Wiedemann und Michael Fleiner, ehemaliger Vorsitzender des Bürgervereins Innenstadt, kam zusammen mit der Stiftung für die Bürgerschaft der Sparkasse die Spendenaktion zur Restaurierung des  Unterlindenbrunnens zustande. Die Spendensumme von 3500 Euro konnte schließlich mit einem Drittel zu den Gesamtkosten von insgesamt 11 000 Euro betragen.

Die Restaurierungsarbeiten umfassten eine gründliche Reinigung von den aufliegenden Verschmutzungen durch Moos, Algen und Mikroorganismen mit Heißdampftechnik. In einem Spezialverfahren haben Steinmetze die Verschwärzungen schonend abgeschliffen.  Fehlstellen an der Skulptur und Brunnenschale haben sie teilweise mit Ersatzstücken (sogenannte Vierungen) versehen. Risse wurden verschlämmt und Fugen wurden mit geeignetem Material verschlossen.

Nun erstrahlt der Unterlindenbrunnen wieder in neuem Glanz. Bei einem Termin am kommenden Freitag wird Bürgermeister Haag den Akteuren der Spendenaktion für ihr Engagement danken: „Sie haben dadurch ein markantes Denkmal unserer Altstadt wieder zum  Erstrahlen gebracht. Dafür danke ich den Spenderinnen und Spendern im Namen der Stadt Freiburg.“ Und OB Martin Horn sagt dazu: „Es freut mich, dass der Erhalt der Denkmäler vielen Menschen am Herzen liegt und sie damit zur Attraktivität der Innenstadt beitragen.  Vielen Dank den Gewerbetreibenden, dem Bürgerverein und der Stiftung der Sparkasse.“

Der Unterlindenbrunnen hat eine lange und abwechslungsreiche Geschichte am Rande der historischen Innenstadt. Schon zu Zeiten des Dominikanerklosters stand dort eine Linde, die dem Platz seinen Namen gab. Seit 1565 kann an dieser Stelle ein Brunnen  historisch nachgewiesen werden. Nach der Überplanung des Areals Anfang des 19. Jahrhunderts wurde eine neue Linde gepflanzt und eine Madonna krönt seither den Brunnenstock. Der Brunnen diente damals der Trinkwasserversorgung des Quartiers.

1890 wurde der jetzige Brunnen nach dem Entwurf von Stadtbaumeister Thoma vom berühmten Freiburger Bildhauer Julius Seitz geschaffen. Dieser fiel kleiner aus, da zu dieser Zeit bereits eine häusliche Wasserversorgung vorhanden war. Der neue Brunnen besteht  aus rotem und gelbem Sandstein. Der Löwenkopf war zu jener Zeit ein beliebtes Motiv, sei es als Fassadendekor, Türklopfer oder eben als Wasserspeier. Der Brunnen überstand auch die Bombennacht im November 1944, obwohl die Altstadt ringsum ein Trümmerfeld war.

Veröffentlicht am 19. Mai 2020

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