Vermarktung des Baugebiets „Alter Sportplatz Ebnet“ mit 4 Reihen- und 6 Doppelhaushälften

Sonderprogramm familienfreundliches Wohnen auf Erbbaurechtsbasis in einer der attraktivsten Lagen im Freiburger Osten

Schaffung von bezahlbarem Wohneigentum für Familien

OB Horn: Dieses Sonderprogramm zur Vergabe der Grundstücke im Erbbaurecht in Ebnet zeigt, dass das Erbbaurecht ein attraktives Instrument für bezahlbares Wohnen sein kann: Die Konditionen sind familienfreundlich und attraktiv

Entscheidung am 26. Mai im Gemeinderat

Mit dem Umzug des Alten Sportplatzes Ebnet konnte die Stadt Freiburg die Fläche am südlichen Rand Ebnets neben der Feyel-Schule nach einem langen Verhandlungsmarathon als Baugebiet entwickeln. Nach dem Gemeinderatsbeschluss 2018 zum Verkaufsstopp von städtischen Flächen werden die Grundstücke dieses Baugebiets im Erbbaurecht vergeben. Der erste Entwurf des Vermarktungskonzepts wurde in den vergangenen Wochen von der Verwaltung überarbeitet und wird nun in modifizierter Form dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt.

OB Horn: „Wir haben dieses Vermarktungskonzept für Familien sozial und attraktiv ausgestaltet. Familien mit normalen Einkommen haben damit die Möglichkeit, preisgünstiges Wohneigentum zu bilden. Die Konditionen für Flächen in einer attraktiven Lage in Freiburgs Osten sind vor allem familienfreundlich. Dieses Konzept beweist, dass Erbbauangebote durchaus auch im Jahr 2020 attraktiv und zukunftsfähig sein können.“

Vermarktet werden 4 Reihenhäuser und 6 Doppelhaushälften an Familien oder Lebensgemeinschaften mit mindestens einem Kind. Die Bewerbungskriterien richten sich nach den Einkommensgrenzen des Landeswohnbauförderprogramms. Außerdem spielen die Anzahl der Kinder, von pflegebedürftigen und /oder schwerbehinderten Personen eine maßgebliche Rolle. Zwei Doppelhaushälften sind frei finanzierbar. Dort muss zusätzlich eine geförderte Mietwohnung entstehen.

Die vorgeschlagenen wichtigsten Erbbaurechts-Konditionen für das Baugebiet im Überblick:

  • Reduzierung des Regelzinssatzes auf 3 % (von 4% abgesenkt)
  • Abschlag von 0,5 % pro kindergeldberechtigtem Kind bis zu einem Mindestzinssatz von 1 %. Das gilt auch für pflegebedürftige Personen und Menschen mit Schwerbehinderung
  • Begrenzung des dauerhaften Erbbauzinses für Familien auf 2,75 % auch nach Auszug der Kinder und Wegfall der Abschläge. Gültigkeit bei Eigennutzung.
  • Option einer einmaligen Ablöse des Erbbauzinses in Höhe von 80 % des Grundstückswerts zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses (bei Einhaltung der Einkommensgrenzen), bei frei finanzierten Häusern 95%
  • Entschädigung zu 100% des gutachterlich festgestellten Gebäudewertes nach Ablauf der Laufzeit

Das Sonderprogramm Ebnet beinhaltet zwei besondere Kriterien, die vorher so noch nicht angeboten worden waren: Die dauerhafte Deckelung des Erbbauzinses für Familien auf 2,75 % bei Eigennutzung und die Option, den Erbbauzins zu Beginn durch eine Einmalzahlung abzulösen. „Damit haben wir ein Konzept entwickelt, das für Familien attraktiv und kalkulierbar ist und die Interessen der nächsten Generation einbezieht“, so Bürgermeister Stefan Breiter. Das Erbbaurecht hat eine Laufzeit von 75 Jahren.

Bis zur Sommerpause wird die Verwaltung die grundsätzlichen Richtlinien für Ein- und Zweifamilienhäuser im Erbbaurecht vorbereiten und dem Gemeinderat dann zur Entscheidung vorlegen. Diese Richtlinien gelten dann für alle zukünftigen Erbbaurechtsfälle, insbesondere bei Neuabschlüssen, Veräußerung des Erbbaurechts und bei Verlängerungen von bestehenden Erbbaurechtsverträgen in diesem Segment.

Das Thema Erbbaurechte ist Teil einer aktiven Liegenschaftspolitik und soll Bodenspekulationen verhindern. Städtische Grundstücke bleiben mit dem Modell Erbbaurechte in städtischer Hand. Bruno Gramich, Leiter des Amts für Liegenschaften und Wohnungswesen: „Wir wollen ein attraktives Angebot zum Wohnen schaffen und den Flächenbestand der Stadt nachhaltig sichern. Die aktuellen Finanzierungszinsen auf dem Markt sowie die Bodenwertentwicklung machen eine Neugestaltung des Erbbaurechts erforderlich. Diese Anforderungen erfüllt das Sonderprogramm Ebnet.“ Und Sabine Recker, Leiterin des Referats für bezahlbares Wohnen ergänzt: „Wir wollen mit der Anwendung des Erbbaurechts Bodenspekulationen entgegen wirken. Gleichzeitig gehört die Schaffung von gefördertem Wohneigentum für Familien auch zu unseren Aufgaben. Das Beispiel Ebnet zeigt, dass Erbbaurechte sozial und bezahlbar ausgestaltet werden können.“

Veröffentlicht am 19. Mai 2020

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