Platzbedarf an den Freiburger Schulen

Berthold-Gymnasium soll um zwei Klassenzüge wachsen

Der Gemeinderat entscheidet Ende des Monats über die Freigabe der Planungsmittel für den Ausbau des Berthold-Gymnasiums.

Wegen der steigenden Schülerzahlen ist an den
Freiburger Gymnasien in den nächsten Jahren mit einem deutlichen Mangel an Unterrichtsräumen zu rechnen. Die Verwaltung geht davon aus, dass die Zahl der Gymnasiasten von derzeit 6.809 auf 9.139 im Jahr 2030 wächst. Dies bringt einen Bedarf von zusätzlich 46 Klassenräumen mit sich.

Der Schulentwicklungsbericht von 2018 empfiehlt als ersten Schritt, ein bestehendes Gymnasium zeitnah um zwei Züge auszubauen. Die Stadtverwaltung hat daher bereits eine mögliche Erweiterung des Kepler-Gymnasiums oder des Berthold-Gymnasiums geprüft. Beim Kepler-Gymnasium im Rieselfeld ist das bauliche Umfeld zu beengt, ein Ausbau würde das Schulgelände und die Umgebung zu stark beeinträchtigen.

Die Erweiterung des Berthold-Gymnasiums erwies sich als aussichtsreicher, da das Grundstück ausreichend groß ist und eine gute Infrastruktur vorhanden ist. Möglich ist hier ein räumlicher Ausbau für zwei zusätzliche Klassenzüge. „Die Erweiterung des BG ist für uns ein erster wichtiger Schritt, um der Raumnot in den Gymnasien zu begegnen“, sagt Hermann Maier, Leiter des Amts für Schule und Bildung.

Auch für die Schule selbst bieten sich Chancen: Das Berthold-Gymnasium hat sein altsprachliches Profil im laufenden Schuljahr um den Schwerpunkt IMP (Informatik, Mathematik, Physik) erweitert. Damit ist mit einem größeren Zulauf zu rechnen, der mit dem Ausbau bewältigt werden kann. Es besteht jedoch Einigkeit, dass sich die Schülerzahlen durch die Vergrößerung nicht mehr als verdoppeln.

„Das Berthold-Gymnasium hat sich mit der Erweiterung seines Profils in Richtung Naturwissenschaften auf den Weg gemacht und ist damit für viele Eltern und Kinder noch attraktiver geworden“, so Bürgermeisterin Gerda Stuchlik.

Im März 2020 wurden mehreren Bauvarianten für den Ausbau erarbeitet. Die endgültige Entscheidung steht noch aus und soll im Rahmen eines Architektenwettbewerbs fallen. Baulich gilt zu beachten, dass das Berthold-Gymnasium seit 2018 unter Denkmalschutz steht. Das Schulgelände ist eingebettet in den Naturraum Dreisam und die typische Wohnbebauung in Waldsee. Das neue Gebäude soll sich in diese Umgebung einpassen, möglichst wenig Grundfläche beanspruchen und das Umfeld dennoch nicht deutlich überragen. Das Gelände ist uneben, was sich aber baulich nutzen lässt. Geprüft wird auch, wie sich der Schulhof bei steigenden Schülerzahlen vergrößern lässt.

Schulleitung, Elternbeirat, Schülersprecher, Bürgerverein und Anwohnerschaft werden in die weiteren Planungen mit einbezogen.

Die ersten Planungsmittel für den Ausbau sind mit 500.000 Euro im Doppelhaushalt 2019/2020 bereits berücksichtigt.
Für den Erweiterungsbau selbst rechnet die Stadtverwaltung mit Kosten in Höhe von 22,5 Millionen Euro. Über die endgültige Genehmigung des Bauvorhabens entscheidet der Gemeinderat erst im Zuge der nächsten Haushaltsberatungen.

Läuft alles wie geplant, könnten die ersten Schülerinnen und Schüler voraussichtlich im Schuljahr 2025/2026 in die neuen Räume einziehen.

Veröffentlicht am 18. Mai 2020

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